Der Niedersachsenpokal (kurz NFV-Pokal) ist ein niedersächsischer Fußballwettbewerb für Amateurligisten der Herren und die niedersächsischen Profimannschaften der 3. Liga.

Übersicht Als Herrenwettbewerb wird er seit 1956 vom NFV ausgetragen und trägt seit der Saison 2010/11 die Bezeichnung Krombacher-Pokal. Der Sieger sowie bis 2018 der unterlegene Finalist qualifizieren sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals.NFV: Ausschreibung Krombacher-Pokal Herren des NFV 2011/11 (PDF). Abgerufen am 12. Mai 2011.

Das Teilnehmerfeld setzt sich zusammen aus allen niedersächsischen Mannschaften der 3. Liga und der Regionalliga, allen Mannschaften der Oberliga Niedersachsen sowie den Bezirkspokalsiegern der Vorsaison. Zweite Mannschaften sind nach einer Reform des DFB- und NFV-Pokals nicht mehr startberechtigt. Sollten die Bezirkspokalsieger der Vorsaison in die Oberliga aufgestiegen sein, so nimmt eine andere Mannschaft den Startplatz des entsprechenden Bezirkspokalsiegers ein; in der Regel ist dies die im Finale des Bezirkspokals unterlegene Mannschaft. Heimrecht hat jeweils die unterklassige Mannschaft, bei Klassenkontrahenten wird das Heimrecht gelost.

In der Saison 2008/09 startete der Pokal mit 41 Mannschaften. Dieser Umstand wurde häufig kritisiert, da durch die ungerade Anzahl an Teilnehmern in den einzelnen Runden zahlreiche Freilose vergeben werden mussten. Seit der Saison 2009/10 startete bisher stets eine gerade Anzahl an Teilnehmern, womit diese Problematik umgangen und Freilose nur in der ersten Runde vergeben wurden. Dabei starteten 2009/10 noch 40 Mannschaften, 2010/11 hingegen nur noch 26. Die Zusammenlegung der Oberliga Niedersachsen Ost mit der Oberliga Niedersachsen West zur neuen eingleisigen Oberliga Niedersachsen zur Saison 2010/11 ist der Hauptgrund für den starken Rückgang der Teilnehmerzahl.

In der Saison 1954/55 trug der NFV einen Vorgängerwettbewerb aus. Da die niedersächsische Qualifikation für den Pokalwettbewerb des Norddeutschen Fußball-Verbandes aus Termingründen nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnte, nominierte der NFV die Teilnehmer am Nordpokal aufgrund ihrer Platzierung in der Amateuroberliga Niedersachsen. Die bereits begonnene Qualifikationsrunde wurde stattdessen als Niedersachsenpokal weitergeführt, Sieger wurde der VfB Uslar, der sich im Finale am 31. Juli 1955 in Nienburg/Weser mit 4:2 gegen den FC Norden durchsetzte.Fußball in der Region Braunschweig. 60 Jahre NFV-Bezirk Braunschweig, Herausgeber: NFV-Bezirk Braunschweig, Goslar 2006, S. 28 f.

Ab der Saison 2018/19 wird der Pokalwettbewerb in zwei voneinander getrennten sogenannten Wettbewerbsbäumen ausgerichtet. In dem einen Wettbewerbsbaum (Krombacher Niedersachsenpokal 3. Liga und Regionalliga) spielen die niedersächsischen Mannschaften der 3. Liga und Regionalliga Nord einen Vertreter des NFV für den DFB-Pokal der folgenden Saison aus, während im zweiten Wettbewerbsbaum (Krombacher Niedersachsenpokal Amateure) die Vertreter der Oberliga Niedersachsen und die vier Pokalsieger der jeweiligen NFV-Bezirke den anderen Teilnehmer ermitteln. Im jährlichen Wechsel wird eines der beiden Pokalfinale beim Finaltag der Amateure live in der ARD übertragen.

Sieger 1956 bis 2018 Die Ehrentafel der NFV-Pokalsieger:

Sieger ab 2019 3. Liga und Regionalliga 2019: SV Drochtersen/Assel 2020: TSV Havelse 2021: SV Meppen 2022: BSV Rehden 2023: VfL Osnabrück 2024: SV Meppen 2025: Blau-Weiß Lohne 2026: SSV Jeddeloh IIAmateure 2019: SV Atlas Delmenhorst 2020: MTV Eintracht Celle 2021: VfL Oldenburg 2022: Blau-Weiß Lohne 2023: TuS Bersenbrück 2024: VfV 06 Hildesheim 2025: SV Atlas Delmenhorst 2026: Lüneburger SK Hansa

Rekordsieger Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Rekordpokalsieger. Aufgeführt werden alle Vereine mit mindestens zwei Pokalsiegen. Da seit der Saison 2018/19 kein Gesamtsieger mehr ermittelt wird, werden in der Tabelle seitdem die Finalgewinner beider Turnierbäume als Sieger geführt. + Rekordsieger des NFV-Pokals Rang Verein Pokalsiege Jahre 120px VfL Osnabrück 52005, 2013, 2015, 2017, 2023 220px Sportfreunde Salzgitter 41957, 1961, 1964, 1975 320px SV Drochtersen/Assel 32016, 2018, 201920px Kickers Emden 31996, 2000, 200920px Hannover 96 31982, 1997, 199820px VfV Hildesheim 31956, 1976, 202420px SV Meppen 31999, 2021, 202420px VfL Wolfsburg 31962, 2002, 2003920px TuS Bersenbrück 21990, 202320px Eintracht Braunschweig 22004, 201120px SV Atlas Delmenhorst 22019, 202520px 1. SC Göttingen 05 21963, 196720px TSV Havelse 22012, 202020px Blau-Weiß Lohne 22022, 202520px Eintracht Nordhorn 21974, 200820px BSV Rehden 22014, 202220px Sportfreunde Ricklingen 21992, 199320px TSV Verden 21986, 198720px SV Wilhelmshaven 22007, 2010

Weblinks

Niedersachsenpokal auf https://www.nfv.de/

Einzelnachweise