Die Olsenbande in der Klemme ist der zweite Film mit der Olsenbande.

Handlung mini|links|hochkant|Im damaligen Hotel Europa – heute Danhostel Copenhagen City – steigen im Film die amerikanischen Gangster ab

Die Olsenbande versucht erfolglos eine Sparkasse auszurauben, wobei Bandenchef Egon Olsen wieder einmal auf frischer Tat ertappt und verhaftet wird. Zum Entsetzen seiner Bandenmitglieder schwört er während seines Gefängnisaufenthaltes dem Verbrechen ab und will nach seiner Haftentlassung mit ehrlicher Arbeit Geld verdienen. Verantwortlich dafür ist die attraktive Sozialfürsorgerin Bodil Hansen. Sie vermittelt Egon eine Stelle am Fließband einer Spielwarenfabrik. Nach anfänglichem Zögern kann Egon zunächst Kjeld und schließlich auch Benny vom Nutzen ehrlicher Arbeit überzeugen, so dass sie schließlich alle drei in der Fabrik arbeiten.

Als jedoch eines Tages unerwartet Bodil Hansen in der Fabrik auftaucht, wird Egon derart von ihrer Erscheinung überwältigt, dass er den Fließbandprozess völlig durcheinanderbringt und daraufhin Benny und Kjeld und alle anderen Mitarbeiter in diesen Schelmenreigen mit einsteigen und die drei daher fristlos entlassen werden. Bodil Hansen ist zunächst enttäuscht, kann den dreien jedoch schließlich Arbeit als Reinigungskräfte im Tresorraum der Nationalbank vermitteln. In der Bank werden sie Zeugen eines spektakulären Einbruchs, bei dem eine besonders gesicherte Beute aus einem Tresor entwendet wird (wie sich später herausstellt, handelt es sich dabei um die dänischen Kronjuwelen, die zur Sanierung der Staatsfinanzen verkauft werden sollen).

Da man die vorbestrafte Olsenbande (außer der es keine weiteren Zeugen gibt) verständlicherweise für die Täter hält, versucht Egon den wahren Räubern – einer Bande amerikanischer Supergangster – die Beute auf eigene Faust abzujagen, wobei die Bande endlich wieder zu ihrer alten Form zurückfindet. Schließlich muss sogar der im Stile von Al Capone auftretende Hintermann, Serafimo Motzarella aus Chicago, nach Dänemark reisen. Der Film endet damit, dass Egon – diesmal wegen zahlreicher Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung – wiederum verhaftet wird, während Bodil Hansen Motzarella in die USA begleitet, der als Makler den Verkauf der Kronjuwelen vermittelt und dafür eine beachtliche Provision bekommt.

Bedeutung Der zweite Film der Olsenbandenreihe stellt zwischen dem ersten Teil, der noch recht wenig mit dem Flair der späteren Filme zu tun hatte, und dem dritten, ab dem das Handlungskonzept der Nachfolgefilme in weiten Teilen vorhanden ist, ein Zwischenglied dar. Kjeld und Yvonne sind nun in Valby zu Hause, einem kleinstädtisch geprägten Stadtteil Kopenhagens, der viel zur Atmosphäre der folgenden Olsenbandenfilme beitrug. Bordellbesuche der Bandenmitglieder kommen nicht mehr vor, auch wenn sie sich zur Besprechung nach wie vor nicht in Kjelds Wohnung, sondern in Hansens Kneipe treffen. Yvonne ist weiterhin nur eine von vielen Nebenfiguren, die weibliche Hauptrolle des Films ist eindeutig Bodil Hansen.

Kritiken

Deutsche Synchronisationen Wie alle Olsenbandenfilme wurde der Film in der DDR durch die DEFA synchronisiert. Klaus Mertens hatte seinen einzigen Auftritt als Egon-Stimme, Benny und Kjeld wurden wieder von Peter Dommisch und Erhard Köster synchronisiert. Der spätere Egon-Synchronsprecher Karl Heinz Oppel sprach erneut Mortensen; Bodil Hansen wurde von Gudrun Jochmann, Motzarella von Walter Niklaus gesprochen. Der einen Film später ausnahmsweise Kjeld synchronisierende Helmut Müller-Lankow sprach in diesem Film den Dynamit-Harry.

In Westdeutschland wurden der erste und der zweite Film 1970 zu dem 86-minütigen Film Die Panzerknackerbande zusammengeschnitten, synchronisiert und in den Kinos gezeigt. Hier sprachen Wolf Rahtjen für Egon, Horst Sachtleben für Benny, Alexander Welbat für Karlchen (Kjeld), Eckart Dux für Mortensen, Kathrin Ackermann für Monika (Bodil) Hansen und Arnold Marquis für Motzarella.

Anmerkungen Als Kjeld und Benny am Anfang des Films Egon vom Gefängnis abholen, sieht man Kjeld noch einmal mit einem Kinderwagen. Von da an hat er – anders als im ersten Film – immer nur ein Kind, nämlich Børge. Noch im Jahr 1970 entstand mit Olsenbanden og Dynamitt-Harry eine norwegische Neuverfilmung.

Auszeichnungen Preben Kaas erhielt eine Bodil als bester Darsteller.

Literatur Frank Eberlein, Frank-Burkhard Habel: Die Olsenbande. Das große Buch für Fans. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 1996, erweiterte Neuausgabe 2000, ISBN 3-89602-056-0. Frank Eberlein: Das große Lexikon der Olsenbande. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-361-6. Hauke Lange-Fuchs: Ich habe einen Plaan! Die Olsen-Bande. Slapstick-Komik zwischen Klamauk und Subversion. Lübeck 1997, ISBN 3-924214-48-4.

Weblinks

Ausführliche Filminformationen auf olsenbandenfanclub.de Olsenbande-Drehorte Olsen-banden på spanden (Die Olsenbande in der Klemme) auf danskefilm.dk (dänisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1969 Kategorie:Dänischer Film Kategorie:Kriminalfilm Kategorie:Filmkomödie Kategorie:Heist-Movie Kategorie:Erik Balling