mini|Sebastian Blomberg (2010)

Sebastian Blomberg (eigentlich: Sebastian von Blomberg; * 24. Mai 1972 in Bergisch Gladbach) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben Sebastian von Blomberg wurde als jüngstes von vier Kindern des Juristen Peter Werner Günther von Blomberg und dessen Frau Christa, geb. Reinhard, in Bergisch Gladbach geboren und wuchs in Dornholzhausen im Taunus (Stadtteil von Bad Homburg vor der Höhe) auf.Genealogisches Handbuch des Adels (GHdA), Bd. 123, S. 448. Sein Vater war Vorstandsmitglied der Frankfurter Versicherungsgesellschaft Allianz.GHdA, Bd. 86, S. 99f. Nach dem Abitur am Internat Schule Schloss Salem am Bodensee absolvierte Blomberg 1995 das Max-Reinhardt-Seminar in Wien, brach aber die Ausbildung ab, weil ihm schon früh verschiedene Engagements angeboten wurden. Er kam über Engagements in Wien, Basel, Zürich, Hamburg 2003 ans Deutsche Theater Berlin. Parallel zu seiner Theatertätigkeit arbeitete Blomberg in Film- und Fernsehproduktionen, anfangs noch in Kurzfilmen und in Nebenrollen, bevor er 1999 mit dem Film Anatomie Bekanntheit erlangte. Seitdem ist er ein gefragter Darsteller für Fernseh- und Kinofilme. Ab 2011 gehörte Blomberg zum Ensemble des Residenztheaters in München unter der Intendanz von Martin Kušej. Ab 2020 spielte er in Karin Beiers Inszenierung Reich des Todes von Rainald Goetz am Hamburger Schauspielhaus.Sebastian Blomberg bei den Salzburger Festspielen, abgerufen am 1. Dezember 2024 Er lebt in Berlin-Neukölln.

Von 2002 bis Anfang 2007 war Blomberg mit Schauspiel-Kollegin Maria Schrader liiert, die er am Set von Väter kennenlernte.welt.de: Maria Schrader von ihrem Partner getrennt Er ist mit der Schauspielerin Britta Hammelstein liiert und hat einen Sohn.

Er ist Mitglied der Deutschen Filmakademie.

Familie Blombergs Großvater mütterlicherseits, Wilhelm Reinhard, war plastischer Chirurg und Chefarzt am Allgemeinen Krankenhaus St. Georg in Hamburg. Väterlicherseits entstammt Blomberg dem gleichnamigen westfälischen Adelsgeschlecht. Sein Großvater väterlicherseits, Henning von Blomberg, fiel 1942 als Kommandeur einer Panzerabteilung in Nordafrika. Seine Urgroßväter waren Generalfeldmarschall Werner von Blomberg und Generalleutnant Günther von Hammerstein-Equord.

Filmografie (Auswahl)

Hörspiele (Auswahl) 2002: Umberto Eco: Baudolino – Regie: Leonhard Koppelmann 2008: Lasst die Kadaver bräunen! Von Jean-Patrick Manchette und Jean-Pierre Bastid (WDR) Regie : Silke Hildebrandt 2022: Das Hörspiel zu Babylon Berlin: Goldstein (WDR), Regie: Benjamin Quabeck nach dem Roman von Volker Kutscher

Theater Jahr Aufführung Regie Ort der Aufführung(en) 1995 Slawen Hans Gratzer Wiener Schauspielhaus 1995 Antiklimax Hans Gratzer Wiener Schauspielhaus 1995 Quai West Wolfgang Maria Bauer Wiener Schauspielhaus 1996 Skizzenbuch Stefan Bachmann Wiener Schauspielhaus 1996 Hochschwab Hans Gratzer Wiener Schauspielhaus 1997 Alma Paulus Manker Wiener Festwochen 1997 Tragödie der Rächer Stefan Bachmann Wiener Schauspielhaus 1997 Dysmorphomanie Christian Stückl Wiener Schauspielhaus 1998 Abendlandleben Jossi Wieler Theater Basel 1998 Troilus und Cressida Stefan Bachmann Salzburger Festspiele 1999 Ein Volksfeind Lars-Ole Walburg Theater Basel 1999 Der Kirschgarten Stefan Pucher Theater Basel 1999 Stiefel muß sterben Katharina Thalbach Theater Basel 2000 Die Räuber Lars-Ole Walburg Theater Basel 2000 Die Schmutzigen Hände Nicolas Stemann Theater Basel 2000 Das Schloß Tim Staffel Theater Basel 2001 Glaube Liebe Hoffnung Albrecht Hirche Theater Basel 2001 Der Drache Sebastian Hartmann Theater Basel 2002 Dantons Tod Nicolas Stemann Theater Basel 2003 Der seidene Schuh Stefan Bachmann Theater Basel / RuhrTriennale 2003 Pillowman Tina Lanik Deutsches Theater Berlin 2004 German Roots Nicolas Stemann Thalia Theater Hamburg / Ruhrfestspiele Recklinghausen 2005 König Richard II. Elias Perrig Schauspielhaus Zürich 2006 Geschichten aus dem Wiener Wald Dimiter Gotscheff Deutsches Theater Berlin 2006 Amphitryon Stefan Bachmann Deutsches Theater Berlin 2006 Volpone Dimiter Gotscheff Deutsches Theater Berlin 2008 Maria Stuart Stefan Bachmann Düsseldorfer Schauspielhaus 2009 Das Interview Martin Kušej Theater Neumarkt Zürich 2010 Die Chinesin Dimiter Gotscheff Volksbühne Berlin 2011 Eyjafjallajökull-Tam-Tam Robert Lehniger Residenztheater München 2011 Candide oder der Optimismus Friederike Heller Residenztheater München 2012 Hedda Gabler Martin Kusej Residenztheater München 2012 Der Revisor Herbert Fritsch Residenztheater München 2013 Zement Dimiter Gotscheff Residenztheater München 2014 Karamasow Thorsten Lensing Sophiensæle Berlin 2017 Die Komödie der Irrungen Herbert Fritsch Burgtheater2020Reich des TodesKarin Beier Deutsches Schauspielhaus Hamburg2022Verrückt nach TrostThorsten Lensing Salzburger Festspiele

Audioproduktionen Jahr Autor Stück Regie Produktion 2010 – Tacet (Ruhe 2) Paul Plamper WDR / DLF / Hoerspielpark 2012 Emily Brontë Sturmhöhe Kai Grehn NDR / SWR / Der Hörverlag ISBN 978-3-86717-931-7 2013 E. M. Cioran Vom Nachteil, geboren zu sein Kai Grehn SWR 2014 Friedemann Schulz Dancing Queen Thomas Wolfertz Radio-Tatort – HR 2015 Franz Werfel Die vierzig Tage des Musa Dagh Kai Grehn SWR / NDR / HR / Der Hörverlag ISBN 978-3-8445-1829-0 2015 Friedemann Schulz Rote Wasser Thomas Wolfertz Radio-Tatort – HR 2016 Kai Grehn Mu! oder People must be punished Kai Grehn Radio Bremen 2016 Jack London Die Zwangsjacke Kai Grehn Deutschlandradio / Major Label ISBN 978-3-945715-09-3 2016 Helmut Heißenbüttel Zwei oder drei PorträtsBR Hörspiel Pool - Heißenbüttel, Zwei oder drei Porträts (2016) Ulrich Lampen BR Hörspiel und Medienkunst 2016 Thomas Melle Bilder von uns Steffen Moratz Deutschlandfunk / NDRDeutschlandfunk vom 7. März 2021 2022 Jane Austen Stolz & Vorurteil Kai Grehn HR / Deutschlandfunk Kultur / Hörverlag ISBN 978-3-8445-4522-7 2022 Kai Grehn Die Causa Jeanne d’Arc Kai Grehn SWR / RBB

Auszeichnungen 1996: Josef-Kainz-Medaille der Stadt Wien als Förderungspreis für seine schauspielerische Gesamtleistung am Schauspielhaus 2008: Adolf-Grimme-Preis für seine Darstellung in Guten Morgen, Herr Grothe 2014: Günter-Rohrbach-Filmpreis – Darstellerpreis für Zeit der Kannibalen gemeinsam mit Katharina Schüttler und Devid Striesow

Literatur Manfred Hobsch, Ralf Krämer, Klaus Rathje: Filmszene D. Die 250 wichtigsten jungen deutschen Stars aus Kino und TV. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-511-2, S. 53 f.

Weblinks

(mit Fotogalerie)

Agenturprofil der Agentur Die Agenten Interview bei Planet-Interview

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Träger der Kainz-Medaille Kategorie:Mitglied der Deutschen Filmakademie Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1972 Kategorie:Mann