Free war eine britische Rockband, die 1968 in London gegründet wurde. Ihre bekanntesten Hits sind All Right Now (1970) und Wishing Well (1972).
Geschichte Paul Kossoff und Simon Kirke spielten zuvor bei der Band Black Cat Bones. Kossoff und Kirke sahen Paul Rodgers während dessen Zeit bei Brown Sugar und beschlossen mit ihm und, auf Alexis Korners Anraten hin, mit Andy Fraser eine Band zu gründen. Alexis Korner gab der Band nach einem Auftritt im Nags Head Pub von Battersea den Namen Free. Korners Wahl traf auf Zustimmung, da eine Formation von Jack Bruce, Graham Bond und Ginger Baker Free at Last hieß und dieser Name den Bandmitgliedern gut gefiel.
Mit ihrem ersten und größten Hit All Right Now sowie dem Album Fire and Water, einer „unentbehrliche(n) Mischung aus Blues und Provokation“Buckley, Jonathan / Ellingham, Mark: Rock Rough Guide. Stuttgart 1998, S. 280, schafften Free im Frühjahr 1970 den Durchbruch. 1969 und 1970 spielten sie als eine der Hauptgruppen beim Isle of Wight Festival. Interne Konflikte führten 1971 zur Auflösung der Band. Wenige Monate später rauften sich Rodgers, Fraser, Kossoff und Kirke noch einmal zusammen und landeten mit Little Bit of Love zumindest in Großbritannien einen weiteren Hit. Doch die Harmonie währte nicht lange. Fraser stieg 1972 aus, die Band musste umbesetzt werden. 1972 schufen Free mit Wishing Well ihren neben All Right Now zweiten Rockklassiker, der später oft gecovert wurde. Das sechste Album Heartbreaker verkaufte sich gut. Dennoch löste sich die Band noch im selben Jahr neuerlich auf, diesmal endgültig.
Paul Rodgers und Simon Kirke (Schlagzeug) gründeten im Herbst 1973 Bad Company. Paul Kossoff gründete 1974/75 mit einigen unbekannten Musikern die Band Back Street Crawler, mit der er tourte und zwei Alben veröffentlichte. Er starb 1976 mit 25 Jahren an Herzversagen – vermutlich als Folge seiner Drogenabhängigkeit (Mandrax). Andy Fraser (Bass-Gitarre), der die Band bereits 1972 verlassen hatte, schloss sich zuerst The Sharks an, veröffentlichte in den 1970er und 1980er Jahren drei Soloalben, arbeitete u. a. als Komponist für Frankie Miller und war bis zu seinem Tod im März 2015 als Musiker aktiv.
Paul Rodgers arbeitete später als Solokünstler, außerdem mit Jimmy Page bei The Firm und mit Kenney Jones bei The Law. Er war von 2005 bis 2009 Sänger von Queen + Paul Rodgers, bei deren Welttourneen auch die Free-Hits All Right Now, Fire and Water, Little Bit of Love und Wishing Well zu hören waren.
Diskografie
Studioalben
Livealben
Weitere Livealben 2006: Live at the BBC 2014: BBC Sessions 1968–1971
Kompilationen
Weitere Kompilationen 1972: Best of Free 1975: Pop Chronik 19 1976: Free & Easy, Rough & Ready 1982: Completely Free 1989: Free 1993: Molten Gold: The Anthology 1993: Twin Set 1998: Walk in My Shadow: An Introduction to Free 1999: All Right Now (UK: ) 2000: Songs of Yesterday (Boxset mit 5 CDs) 2001: Classic Free – The Universal Masters Collection 2001: Masters of Rock 2002: 20th Century Masters – The Millennium Collection: The Best of Free 2002: The Best of Free 2005: Inside Free: 1968–1972 2006: Colour Collection 2007: Walking in My Shadow: The Free Collection 2007: Rock Legends 2008: Worth It 2008: Denim Skyes 2009: Classic 2009: Star Club 2010: Wishing Well – The Collection 2011: Fire and Water + Free 2012: All Right Now: The Collection (UK: ) 2013: Live in Croydon & Sutherland 1970 2016: The Vinyl Collection
Singles
Weitere Singles 1969: Broad Daylight 1969: I’ll Be Creepin’ 1971: The Highway Song 1973: Travellin’ in Style 1976: The Hunter 1991: My Brother Jake / Wishing Well (Remixes by Bob Clearmountain)
Videoalben 1991: The Best of Free 2005: Rock Review – A Critical Retrospective 2005: Critical Review 1968–1972 2005: Rock Review 2006: Total Rock Review 2006: Forever (UK: )
Auszeichnungen für Musikverkäufe Platin-Schallplatte
2022: für die Single All Right Now
Literatur Steven Rosen: Free at Last – The Study of Free and Bad Company. SAF, London 2001, ISBN 0-946719-37-3.
Weblinks
Quellen
Kategorie:Bluesrock-Band Kategorie:Hard-Rock-Band Kategorie:Britische Band