St. Michael ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Weißenkirchen in der Wachau im Bezirk Krems in Niederösterreich mit Einwohnern (Stand ).

Geografie Der zwischen Spitz und Weißenkirchen in der Wachau liegende, kleine Ort besteht nur aus einem Straßenzug und der Wehrkirche St. Michael, die mit ihrer erhöhten Lage den Ort dominiert. Am umfasste die Ortschaft  Adressen.

Der Ort ist am Beginn der Donaubreiten situiert, einer schmalen Aufweitung der Wachau, in der sich die Orte Wösendorf, Joching und Weißenkirchen befinden.

Geschichte Die bedeutende Wehrkirche wurde 987 erstmals urkundlich genannt und war die Mutterkirche der Wachau und des südöstlichen Waldviertels und zählt damit zu den ältesten Kirchengründungen Ostösterreichs. Wehrkirche St. Michael auf donau.com Seit der Mitte des 12. Jahrhunderts bildete der Ort zusammen mit Weißenkirchen, Wösendorf und Joching die Gemeinde „Tal Wachau“, die der Herrschaft Stift Dürnstein unterstand und bis 1839 über ein Magistrat in Weißenkirchen verfügte.

Der Bischof von Passau überließ um 1160 die hiesigen Besitzungen dem Stift Sankt Florian, die gleich mehrere Geistliche hier einsetzten. Zahlreiche Pfarrkirche der Umgebung entstanden als Filialkirchen von St. Michael, so die Pfarrkirche Spitz, die im 13. Jahrhundert zur eigenen Pfarre erhoben wurde oder Weißenkirchen, das im 17. Jahrhundert eine Pfarrei bekam. Heute ist St. Michael eine Filiale der Pfarre Wösendorf.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 13 Häusern genannt, das nach Wösendorf eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Das Magistrat Weißenkirchen besaß die Ortsobrigkeit und die Herrschaft Dürnstein übte die Landgerichtsbarkeit, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in St. Michael zwei Gastwirte und mehrere Landwirte ansässig, weiters gab es ein Hotel.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 426

Sehenswertes Wehrkirche St. Michael, ehemalige Pfarre und Mutterkirche der Wachau

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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