Alfredo Valerio LardelliRosmarie Mehlin: Eine Reporterin erinnert sich: «Er rauchte Zigarren und roch nach ‹Roma›» In: Schweiz am Sonntag vom 26. Juli 2015 alias Alfredo Valerio Borgatte dos Santos (* 25. Juli 1956;Der Mörder und sein Richter. Neue Zürcher Zeitung, 3. August 2003 † 21. Juli 2015 in Zürich)Schillernde Milieu-Figur: Dreifachmörder Alfredo Lardelli gestorben. Neue Zürcher Zeitung, 21. Juli 2015. Abgerufen am 21. Juli 2015. war ein Schweizer Unternehmer und dreifacher Mörder.
Leben Alfredo Lardelli wuchs in Zürich auf. 1989 wurde er, damals ein Immobilienhändler, wegen des am 13. Dezember 1985 im Würenlinger Ortsteil Siggenthal-Station begangenen Mordes an zwei Prostituierten und am Ehemann seiner damaligen Geliebten zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt. Im Gefängnis heiratete er eine Brasilianerin und nahm ihren Familiennamen Borgatte dos Santos an. Nach der Entlassung 1999 wegen guter Führung war Lardelli in den Medien stark präsent, so etwa im Tele M1, Tele Züri und im Schweizer Fernsehen, und mit einer sechsteiligen Serie in der Boulevardzeitung Blick.Marianne Fehr: Der fröhliche Mörder. Die Weltwoche 42/2002 (Archiv)
Lardelli war nach eigenen Angaben «zu 30 Prozent als Rechtsberater, zu 30 Prozent als Immobilienhändler und zu 40 Prozent als Milieuconsultant» tätig. Drohte Lardelli mit Tod? Tages-Anzeiger, 3. September 2004 Er hat sein rechtliches HalbwissenAlfredo Lardelli ist tot. Neue Zürcher Zeitung, 21. Juli 2015 auf autodidaktischem Weg erlernt.
Lardellis Absicht, in Wagen (Gemeinde Jona) einen Erotikclub zu eröffnen, führte zu rechtlichen Auseinandersetzungen.Thomas Marth: . Linth-Zeitung, 11. August 2004 Unter anderem stand Lardelli vor Gericht, weil er einem Gegner seines Vorhabens mit dem Tod gedroht haben soll.
Auf Betreiben Lardellis wurde Ueli Maurer, der damalige Präsident der Schweizerischen Volkspartei (SVP), 2006 wegen Urkundenfälschung angeklagt. Maurer wurde freigesprochen.. Tages-Anzeiger, 2. November 2006
Am 10. März 2010 verursachte Lardelli aus gesundheitlichen Gründen einen Verkehrsunfall. Mit seinem BMW durchbrach er in der Nähe des Bahnhofs Zürich Wiedikon ein Eisengeländer und stürzte das Bahnbord hinunter.BMW stürzt auf Bahngleise. Tages-Anzeiger, 11. März 2010 (Archiv)Felix Schindler: Wie Lardelli mit dem Auto auf dem Geleise landete. Interview in: Tages-Anzeiger, 19. März 2010 (Archiv)Spektakulärer Unfall in Zürich-Wiedikon. Video in: TeleZüri vom 10. März 2010 (2 Minuten) Er wurde wegen Nichtbeherrschung des Fahrzeuges angeklagt.Lardelli sitzt wieder am Steuer. Tages-Anzeiger, 10. April 2010
Lardelli starb am 21. Juli 2015, vier Tage vor seinem 59. Geburtstag, an multiplem Organversagen infolge einer Krankheit im Universitätsspital Zürich. Er hinterliess seine dritte Ehefrau und vier Kinder.Marco Lüssi: Tod von Alfredo Lardelli: Mörder, Richterschreck und Milieu-Grösse. 20 Minuten, 21. Juli 2015
Dokumentation Hanspeter Bäni: Alfredo Lardelli – Mörder, Milieuberater, Machtmensch. Video in: Reporter vom 13. Dezember 2006 (26 Minuten)
Einzelnachweise
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