Der Alpla HC Hard ist ein österreichischer Handballklub aus Hard. Das Herrenteam spielt gegenwärtig in der Handball Liga Austria (HLA Meisterliga). Heimstätte des Vereins ist die Sporthalle am See., auf hard-sport-freizeit.at

Geschichte 300px|mini|links|Übergabe des Meisterpokals an den Alpla HC Hard (2015) 300px|mini|links|Übergabe des Meisterpokals an den Alpla HC Hard (2017)

Als 1941 der 2009 verstorbene langjährige Chronist und Ehrenobmann Werner Greisner mit einer Einheit der deutschen Wehrmacht nach Hard verlegt wurde, traf sich alsbald jeden Mittwochnachmittag eine Militärmannschaft, um auf dem heutigen Trainingsplatz des FC Hard Großfeldhandball zu spielen.

Die Handballsektion des „SV Hard“ wurde schließlich 1946 gegründet. Noch im selben Jahr trat man mit zwei Herren- und einer Damenmannschaft am Meisterschaftsbetrieb im inzwischen gegründeten Vorarlberger Handball- und Faustballverband an. Trotz guter Ergebnisse in der Meisterschaft und dem Wechsel vom „SV Hard“ zum „TS Hard“ musste 1948 der Sportbetrieb wieder eingestellt werden, da mehrere Spieler ihren Wohnsitz wechselten (England, Schweiz und Deutschland).

1972 wurde erneut eine Handballsektion, diesmal innerhalb des „ATSV Hard“, gegründet. Gespielt wurde nur noch Hallenhandball bzw. Kleinfeldhandball. 1976 errang die A-Jugend, nach diversen Vorarlberger Jugendmeisterschaften, bei den Staatsmeisterschaften den Titel „Österreichischer Meister“. 1981/82 gelang der Aufstieg in die 1. Internationale Bodenseeliga des Handballverbandes Württemberg.

Aufgrund der ständigen Aufwärtsentwicklung im Harder Handballsport erfolgte 1986 die Trennung der Sektion Handball vom ATSV Hard und der anschließenden Gründung eines eigenständigen Vereins mit dem Namen „HC 86 Hard“. Der „HC 86 Hard“ verpflichtete 1987 Zoran Kajasa, ehemaliger Weltmeister mit Jugoslawien. Kajasa war der erste Legionär im Vorarlberger Handballsport überhaupt.

Unter dem Trainer Zoltán Balogh stieg der HC Hard in der Saison 1997/98 in die höchste österreichische Spielklasse auf. In der Saison 2002/03 gewann der HC Hard (nach jeweils zwei dritten Plätzen) unter Trainer Frank Bergemann erstmals die österreichische Meisterschaft. In der Saison 2004/05 realisierte der Verein seinen ersten Sieg im ÖHB-Cup.

Im Jahr 2005 bezog der HC Hard die neu errichtete Heimstätte (Halle, Büro) in der Sporthalle am See. Diese ersetzte die viel zu klein gewordene Halle in der Hauptschule Mittelweiherburg. Die Mannschaft wurde zwischen 2005 und 2007 von Goran Zivkovic trainiert. In der 2007/08 gelang unter Trainer Gerald Gabl der zweite Cupsieg. Im April 2008 konnte der HC Hard den Einzug in das Finale des EHF Challenge Cup erreichen und musste sich mit einer Gesamtwertung von 54:47 gegen den UCM Sport Reșița geschlagen geben.

mini|Bregenz Handball vs. Alpla HC Hard, 2015

Zwischen der Saison 2010/11 und 2015/16 wurde die Mannschaft von Markus Burger trainiert. Im Jahr 2012 gewann Alpla HC Hard seinen zweiten Meistertitel, im Finale wurde der Handballclub HIT Medalp Tirol – Innsbruck besiegt. Im Jahr 2013 standen die Vorarlberger im Finalduell der Wiener Mannschaft Handballclub Fivers Margareten gegenüber und konnten erneut den Titel erringen. In der darauffolgenden Saison 2013/14 gewannen der HC Hard zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte das Double aus ÖHB-Cup und Meistertitel. In beiden Fällen trat man wieder gegen die Fivers aus Wien an. In der Saison 2014/15 konnte der fünfte Meistertitel – davon der vierte in Serie – gegen den Lokalrivalen Bregenz Handball mit 2:0 in der Best of three Serie eingefahren werden.

Von Saison 2015/16 bis 2017/18 trainierte Petr Hrachovec die Harder. In der Saison 2016/17 realisierte der Alpla HC Hard seinen sechsten Meistertitel, in der Saison 2017/18 seinen vierten Cupsieg und seinen dritten Supercup-Sieg. Von Saison 2018/19 bis 2019/20 war Klaus Gärtner Trainer des Alpla HC Hard. 2019 wurde der Verein zum vierten Mal Supercup-Sieger.

Unter Trainer Mario Bjeliš holte der Verein in der Saison 2020/21 seinen siebten Titel in der österreichischen Handballmeisterschaft. In den Jahren 2021 und – nach einem weiteren Cupsieg 2023 – gewann das Team unter Trainer Jón Jónsson – zum insgesamt fünften und sechsten Mal – erneut den österreichischen Supercup, womit der HC Hard Rekord-Gewinner des Bewerbs ist.

Platzierungen seit 2001

Saison Liga Rang Pokal 2023/24 Handball Liga Austria2 Halbfinale 2022/23 Handball Liga Austria5 Cupsieger 2021/22 Handball Liga Austria2 Halbfinale 2020/21 Handball Liga Austria1 Halbfinale 2019/20 Handball Liga AustriaSaison abgebrochen 2018/19 Handball Liga Austria 2 Halbfinale 2017/18 Handball Liga Austria 2 Cupsieger 2016/17 Handball Liga Austria 1 Halbfinale 2015/16 Handball Liga Austria 3 Achtelfinale 2014/15 Handball Liga Austria 1Achtelfinale 2013/14 Handball Liga Austria 1Cupsieger 2012/13 Handball Liga Austria 1Finale Saison Liga Rang Pokal 2011/12 Handball Liga Austria 1Viertelfinale 2010/11 Handball Liga Austria 41. Runde 2009/10 Handball Liga Austria 5Halbfinale 2008/09 Handball Liga Austria 2Halbfinale 2007/08 Handball Liga Austria 3 Cupsieger 2006/07 Handball Liga Austria 3 2. Runde 2005/06 Handball Liga Austria 4 2004/05 Handball Liga Austria 5 2003/04 Handball Liga Austria 3 2002/03 Handball Liga Austria 1 2001/02 Handball Liga Austria 3 Legende Meister Cupsieger Double Meister/Cupsieger

Kader 2026/27 Nr. Name Nationalität Position im Team seit Letzter Verein12 Lukas Gurskis Tor 2024 Vilniaus HC Amber16 Eleftherios Papazoglou Tor 2026 Athinaikos Handball18 Leandro Kocar Tor 2024 Eigene Jugend 9 Ante Tokić Rechtsaußen 2023 ThSV Eisenach15 Jens Svane Peschardt Rückraum Mitte 2026 KIF Kolding17 Janberk Cirit Rückraum Mitte 2024 Bregenz Handball22 Dejan Babić Kreis 2023 HC Linz AG23 Jakob Achilles Kreis 2023 Eigene Jugend25 Marc-Andre Haunold Rückraum Mitte 2025 ASV Hamm-Westfalen26 Jannik Piringer Linksaußen 2024 Eigene Jugend33 Nico Sager Linksaußen 2025 SC Ferlach35 Matthias Hämmerle Rückraum Mitte 2023 Eigene Jugend38 Lennio Sgonc Rechtsaußen 2020 Eigene Jugend39 Robin Lürzer Linksaußen 2023 Eigene Jugend47 Lukas Fritsch Rückraum Links 2023 Eigene Jugend55 Berkan Cirit Rückraum Links 2025 -71 Mathias Sonne Domino Rückraum Links 2026 DHK Flensborg75 Noah Lang Kreis 2026 Eigene Jugend77 Timon Lürzer Rückraum Rechts 2024 Eigene Jugend99 Matthias Hild Rückraum Rechts 2024 TuS Vinnhorst

Zugänge 2026/27 Spyros Balomenos (HSG Graz) Jens Svane Peschardt (KIF Kolding) Eleftherios Papazoglou (Athinaikos Handball) Mathias Sonne Domino (DHK Flensborg)Abgänge 2026/27 Hannes Jón Jónsson (unbekannt) Tumi Steinn Rúnarsson (HSG Bärnbach/Köflach) Tryggvi Garoar Jónsson (TIF Viking) Golub Doknić (Karriereende) Caspar Mosblech (SG Pforzheim/Eutingen) Martin Manaskov (unbekannt)

Erfolge Handball Liga Austria Meister (7): 2002/03, 2011/12, 2012/13, 2013/14, 2014/15, 2016/17, 2020/21

ÖHB-Cup Sieger (5): 2004/05, 2007/08, 2013/14, 2017/18, 2022/23

HLA-Supercup Sieger (6): 2012, 2017, 2018, 2019, 2021, 2023

Bekannte ehemalige Spieler Michael Knauth (2008–2020) Roland Schlinger (2014–2017) Krešimir Kozina (2013–2015) Bernd Friede (2010–2014) Damian Wleklak (2007–2009) Björn Navarin (2007–2008) Robert Weber (2004–2008) Markus Wagesreiter (2005–2007) Stanislaw Kulintschenko (2004–2007) Manfred Messner (2001–2005) Emanuel Diezer (2000–2005) Branko Medini (2000–2005) Robert Schubert (2000–2002) Guido Graf (1998–2002) Goran Zivkovic (1991–) Zoran Kajasa (1987–) Marcel Petritsch

Ehemalige Trainer Hannes Jón Jónsson (2021-2026) Mario Bjeliš (2020–2021) Klaus Gärtner (2018–2020) Petr Hrachovec (2016–2018) Markus Burger (2010–2016) Zbigniew Tłuczyński (2008-2010) Gerald Gabl (2007-2008) Goran Zivkovic (2005-2007) Frank Bergemann (2000-2005) Niels Möller (1999-2000) Zoltán Balogh Peter Platzdasch Hanswerner Thurnher

Weblinks

Offizielle Homepage des Vereins

Einzelnachweise

Hard Kategorie:Sportverein (Hard) Kategorie:Vereinsgründung 1986