Mit der Handball-DDR-Oberliga der Männer 1984/85, der höchsten Spielklasse der Saison im Hallenhandball der DDR, wurde zum 35. Mal der DDR-Meister ermittelt.

Saisonverlauf Die Oberliga wurde in der Saison 1984/85 vom 17. Oktober 1984 bis zum 15. Mai 1985 mit wie üblich zehn Mannschaften ausgetragen. Diese mussten in Hin- und Rückspielen jeweils 18 Begegnungen absolvieren. Der SC Magdeburg konnte mit einem Sechs-Punkte-Vorsprung seinen Vorjahrestitel erfolgreich verteidigen. Es war sein sechster Titelgewinn in Folge und die achte Hallenmeisterschaft seit 1977. Beste Betriebssportgemeinschaft wurde die BSG Motor Eisenach auf Rang sechs mit einem Rückstand von neun Punkten zum Tabellenfünften SC Leipzig. Als Aufsteiger aus der Handball-DDR-Liga traten die Armeesportgemeinschaft (ASG) Offiziershochschule Löbau und die Spielgemeinschaft SG Lok/Motor Süd-Ost Magdeburg an. Beide Gemeinschaften schafften nicht den Klassenerhalt und stiegen nach nur einem Jahr wieder in die Zweitklassigkeit ab.

Tabellen Abschlusstabelle

Legende: DDR-Meister und Teilnehmer am Europapokal der Landesmeister 1985/86 FDGB-Pokalsieger und Teilnehmer am Europapokal der Pokalsieger 1985/86 Teilnehmer am IHF-Pokal 1985/86 Absteiger in die DDR-Liga 1985/86 (M) DDR-Meister 1984, (P) FDGB-Pokalsieger 1984, (N) Aufsteiger aus der DDR-Liga 1983/84

Kreuztabelle 1984/8516. Oktober 1984 – 15. Mai 198526px|SC Magdeburg26px|SC Dynamo Berlin20px|ASK Vorwärts Frankfurt25px|SC Empor Rostock26px|SC Leipzig26px|BSG Motor Eisenach26px|BSG Post Schwerin26px|SG Dynamo Halle-Neustadt26px|ASG Offiziershochschule Löbau30px|SG Lok/Motor Süd-Ost Magdeburg 1. SC Magdeburg 32:3032:2628:2133:2732:2133:2230:1735:1734:23 2. SC Dynamo Berlin 29:22 23:2019:1719:2127:1527:1921:1824:1331:17 3. ASK Vorwärts Frankfurt 22:2223:22 33:2821:2122:2225:2124:1527:1924:21 4. SC Empor Rostock 23:3329:2625:20 21:1928:1924:2221:1825:1226:21 5. SC Leipzig 23:2418:1921:2322:20 20:1428:1819:1524:2027:24 6. BSG Motor Eisenach 25:3421:2120:2316:2118:16 25:2326:2220:1524:23 7. BSG Post Schwerin 22:2714:2120:2022:2122:2821:16 18:1734:2025:19 8. SG Dynamo Halle-Neustadt 22:2721:2521:2327:2923:2525:2021:19 24:2026:20 9. ASG Offiziershochschule Löbau 20:2519:3019:2620:3016:2322:2116:1719:19 28:21 10. SG Lok/Motor Süd-Ost Magdeburg 22:3221:2317:3030:3215:2021:2423:2119:1621:23

Torschützenliste Spieler Verein Tore / 7 m 1. Frank-Michael Wahl SC Empor Rostock 148 / 30 2. Ingolf Wiegert SC Magdeburg 119 / 2 3. Udo Rothe SC Magdeburg 117 / 37 4. Olaf Pleitz ASK Vorwärts Frankfurt/O. 110 / 58 5. Rüdiger Borchardt SC Empor Rostock 99 / 18 6. Stephan Hauck SC Dynamo Berlin 89 / 21 7. Frank Mühlner SC Leipzig 78 / 16 8. Burghard Perlich SG Dynamo Halle-Neustadt 75 / – Jürgen Flau BSG Post Schwerin 75 / 25 Gerd Stefanowsky SG Dynamo Halle-Neustadt 75 / 28

Statistik In der Saison 1984/85 wurden in der Oberliga insgesamt 90 Spiele ausgetragen, in denen 4.077 Tore fielen (≈ 45 Treffer pro Spiel). Die meisten Tore fielen in der Begegnung SC Magdeburg – SC Dynamo Berlin mit dem Ergebnis 32:30. Den höchsten Sieg erzielte der SC Magdeburg beim 35:17-Heimsieg über die ASG Offiziershochschule Löbau. Torschützenkönig wurde Frank-Michael Wahl vom SC Empor Rostock mit 148 Treffern, von denen er 30 Tore als Siebenmeterschütze erzielte. Während der Saison gab es drei Tabellenführer: Der SC Magdeburg führte 16-mal die Tabelle an, nur einmal standen der SC Dynamo Berlin und der ASK Vorwärts Frankfurt an der Tabellenspitze.

Meistermannschaft SC Magdeburg 60px|Logo vom SC Magdeburg Tor: Wieland Schmidt, Gunar Schimrock, Michael GottschalkFeldspieler: Lars Becker, Uwe Beye, Jörg Brech, Günter Dreibrodt, Jens Fiedler, Andreas Fink, Andreas Frank, Hartmut Krüger , Helmut Kurrat, Peter Pysall, Udo Rothe, Heiko Triepel, Ingolf Wiegert, Holger WinselmannTrainer: Klaus Miesner

Siehe auch Handball-FDGB-Pokal 1984/85 Handball-DDR-Oberliga (Frauen) 1984/85

Literatur

Weblinks

#1984 Kategorie:Handballsaison 1984/85