Der Bahnhof Köln-Mülheim liegt im gleichnamigen Stadtteil Kölns und ist ein wichtiger Regionalbahnhof der Deutschen Bahn AG im rechtsrheinischen Köln. Der Bahnhof gliedert sich in einen Personenbahnhof an den Bahnstrecken Köln – Duisburg, Köln – Wuppertal und Köln-Mülheim – Bergisch Gladbach sowie räumlich getrennte Durchfahrgleise für Güterzüge an der Bahnstrecke Mülheim-Speldorf–Troisdorf. Seine Entwicklung geht bis auf das Jahr 1874 zurück.
Geschichte mini|links|hochkant|Der Bahnhof der CME um 1895 mini|links|hochkant|Eisenbahnstrecken vor der Zusammenlegung mini|Gleise und Bahnsteige vom verlängerten S-Bahnsteig aus gesehen mini|Stellwerk Köln-Mülheim Mf
Im 19. Jahrhundert existierten noch mehrere Bahnhöfe in Mülheim am Rhein, da alle privaten Eisenbahn-Gesellschaften ihre eigenständigen Bahnanlagen und Strecken besaßen.
Die Bahnhöfe der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft (CME, Bahnstrecke Köln–Duisburg) und der Bergisch-Märkischen Eisenbahngesellschaft (BME, Strecken nach Elberfeld und Bergisch Gladbach – Lindlar) lagen unmittelbar nebeneinander an der Buchheimer Straße (Höhe Wiener Platz).
Lediglich der Bahnhof der Rheinischen Eisenbahngesellschaft (RhE, Bahnstrecke Mülheim-Speldorf–Troisdorf) lag schon damals am Ort des heutigen Bahnhofs Köln-Mülheim.
Als Personenverkehrshalt diente dieser Bahnhof nur bis zum 1. Juni 1886. Mit der Eröffnung der Streckenverlängerung vom Bahnhof Deutz Schiffbrücke nach Kalk Süd wurde der Personenverkehr auf der Strecke Opladen–Troisdorf eingestellt.
Nach der Verstaatlichung der Eisenbahn-Gesellschaften kam es zu langen Überlegungen, wie die dringend erforderliche Zusammenlegung der Bahnhöfe durchzuführen sei. Die Bahnhöfe der CME und BME wurden abgerissen, die Strecken nach Osten verschwenkt.
Die Bauarbeiten begannen 1903, am 1. Juli 1909 konnte der neue Bahnhof eröffnet und der gesamte Güter- und Personenverkehr über die zusammengeführten Strecken verlegt werden. Der Bahnhof hieß damals noch Mülheim am Rhein, da Mülheim erst 1914 nach Köln eingemeindet wurde und zur damaligen Zeit eine selbständige Stadt war. Dies erklärt auch die für einen Vorortbahnhof großzügig dimensionierte Anlage mit vier Bahnsteigen und sieben Gleisen.
Der Bahnhof ist Knotenpunkt für den Regional- und S-Bahn-Verkehr im nordöstlichen Köln und wichtiger Verknüpfungspunkt zwischen regionalem und lokalem Nahverkehr.
Das 1983 in Betrieb genommene Stellwerk Köln-Mülheim Mf wird durch ein elektronisches Stellwerk ersetzt.https://digitale-schiene-deutschland.de/de/aktuelles/2025/erstabruf-volumenvertrag-stellwerk-koeln-muelheimhttps://stellwerke.info/stw/stw.php?id=10138
Geschichtliche Entwicklung mini|Zugänge zu Zügen und Stadtbahnen 1874: Eröffnung der Bahnstrecke Mülheim-Speldorf–Troisdorf der Rheinischen Eisenbahn 1886: Einstellung Personenverkehr Mülheim (RhE) 1909: Neubau des Mülheimer Bahnhofs an heutiger Stelle 1944: Zerstörung des Empfangsgebäudes im Zuge der Bombardierungen 1951: Wiederaufbau des Empfangsgebäudes in vereinfachter Form 1975: Eröffnung des S-Bahn-Betriebes (Bergisch Gladbach – Köln – Köln-Chorweiler) 1990: Eröffnung der S-Bahn-Stammstrecke 1997: Eröffnung der unterirdischen Stadtbahnhaltestelle Bahnhof Mülheim 2004ff: Umbau des Gleisvorfeldes im Rahmen des Streckenausbaus nach Köln Messe/Deutz (tief)
Bedienung
Der Bahnhof Köln-Mülheim wird von verschiedenen Linien des Schienenpersonennahverkehrs bedient, darunter zwei Regional-Express-Linien. Nur die Züge des Rhein-Münsterland-Expresses (RE 7) durchfahren den Bahnhof planmäßig ohne Halt.
Halte des Schienenpersonenfernverkehrs gibt es nicht.
Linie Linienbezeichnung Linienverlauf Betreiber DB Regio NRW
Im Busverkehr verkehren folgende Linien:
Linie Fahrstrecke Kalk, Corintostraße – Bahnhof Deutz/Messe 15px|S-Bahn – Thermalbad – Mülheim, Wiener Platz – Schanzenstraße/Schauspielhaus – Schanzenstr. Nord – Bf Mülheim 15px|S-Bahn Porz, Markt – Bahnhof Porz 15px|S-Bahn – Urbach – Eil – Finkenberg – Gremberghoven – Maarhäuser Weg – Frankfurter Straße 15px|S-Bahn – Ostheim – Höhenberg – Buchheim – Bf Mülheim 15px|S-Bahn – Mülheim, Wiener Platz – Bruder-Klaus-Siedlung – Stammheim 15px|S-Bahn – Flittard – Chempark 15px|S-Bahn Porz, Markt – Bahnhof Porz 15px|S-Bahn – Urbach – Eil – Finkenberg – Gremberghoven – Steinstraße 15px|S-Bahn – Frankfurter Straße 15px|S-Bahn – Ostheim – Höhenberg – Buchheim – Bf Mülheim 15px|S-Bahn – Mülheim, Wiener Platz – Bruder-Klaus-Siedlung – Stammheim 15px|S-Bahn – Flittard – Chempark 15px|S-Bahn Bahnhof Deutz/LANXESS arena 15px|S-Bahn – Deutz – Humboldt/Gremberg – Vingst – Höhenberg – Buchheim – Bf Mülheim 15px|S-Bahn – Mülheim, Wiener Platz – Düsseldorfer Straße – Stammheim 15px|S-Bahn – Neuer Mülheimer Friedhof
Ausbildungs-Reisezentrum mini|Reisezentrum
Im Empfangsgebäude befand sich bis 2017 das einzige Ausbildungs-Reisezentrum der Deutschen Bahn in Nordrhein-Westfalen, welches eigenverantwortlich von Auszubildenden an den Schaltern betrieben wurde. Auszubildende des Bereichs der Reiseberatung aus dem ganzen Bundesland verbrachten hier mehrere Wochen im ersten und zweiten Lehrjahr. Für den Fall auftretender Schwierigkeiten war ein Ausbilder anwesend. Bis 2025 wurde es als reguläres DB-Reisezentrum weiter betrieben, seitdem als Kundencenter von Go.Rheinland.https://www.gorheinland.com/service/mobilitaet-fuer-alle/kundencenter/koeln-muelheim
U-Bahnhof „Bahnhof Mülheim“
Am südlichen Ende des Bahnhofsbereiches überqueren die Gleise die Frankfurter Straße. Dort wurde ein Tunnel für die Stadtbahn angelegt, welche unterhalb der Bahnunterquerung einen Haltepunkt mit einem Mittelbahnsteig und zwei Gleisen erhielt, der 1997 eröffnet wurde und wie alle neueren Tunnelbahnhöfe der Kölner Stadtbahn bei einer Bahnsteiglänge von 90 Metern für Dreifachtraktionen der Stadtbahnwagen ausgelegt ist. Der Bahnsteig mit den Gleisen für die S-Bahn wurde nach Süden verlängert, so dass ein Aufzug die Bahnsteige der S-Bahn und der Stadtbahn direkt miteinander verbindet. Von einem Zwischengeschoss aus sind beide Bahnsteige mit Treppen und Rolltreppen erreichbar. Die Bahnsteige des Regionalverkehrs hingegen sind nur durch den Bahnhofstunnel und das Empfangsgebäude zu erreichen.
Auf der Strecke verkehren derzeit die beiden Stadtbahnlinien 13 und 18. Außerdem halten am Bahnhof noch die Buslinien 150, 151, 152 und 153 der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB).
Linie Linienverlauf Takt
Siehe auch
Liste Kölner Bahnhöfe
Literatur Alfred Gottwald, Erich Preuß, Lutz Münzer: Köln-Mülheim. In: Oliver Strüber [vorm. Erich Preuß] (Hrsg.): Das große Archiv der deutschen Bahnhöfe (= 15. Ergänzungsausgabe). GeraNova Zeitschriftenverlag, München 1998, (1 Bl., 4 S.).
Weblinks
Abfahrtsmonitor Bahnhof Köln-Mülheim bei DB InfraGO Informationen zum U-Bahnhof Bf Mülheim von der KVB Betriebsstelle im nrwbahnarchiv
Einzelnachweise
Mulheim Koln Mulheim Koln Mulheim Mulheim Kategorie:Erbaut 1909