mini|Wappenähnliches Logo der Ortschaft Wardböhmen mini|hochkant= 0.5|Fernmeldeturm Wardböhmen Wardböhmen ist eine Ortschaft der Stadt Bergen im nördlichen Landkreis Celle in der Lüneburger Heide. Sie liegt 6 km nördlich von Bergen an der Bundesstraße 3.
Geschichte Wardböhmen wurde urkundlich erstmals 1197 unter dem Namen Werthebohmen in parrochia Berge erwähnt.Urk. 3 de 1197. Wardebomen in Urk. 360, Reg. de 1520. Wilhelm von Hodenberg, Lüneburger Urkundenbuch, 15. Abt.: Archiv des Klosters St. Johannis zu Walsrode, Güter-Register, Capaun-Karlowa’sche Buchhandlung, Celle 1859, S. 349. Der Name wird bei Alpers und Barenscheer wie folgt abgeleitet: warde = Warte + böme = Bäume.Paul Alpers, Friedrich Barenscheer: Celler Flurnamenbuch – Die Flurnamen der Stadt und des Landkreises Celle. Sändig, Erfurt 1952, S. 94.
Im Bomann-Museum in Celle und im Landesmuseum Hannover Abteilung „Menschenwelten“ befinden sich Ausgrabungsfunde aus Hügelgräbern am Hengstberg und Schaftstallberg, südwestlich von Wardböhmen. Trachtbestandteile: V-Haubenschmuck, Halskragen, Schmuckscheibe, Nadel, Arm- und Beinringe aus der Zeit 1500–1200 v. Chr. Grabbeigaben einer Frau der Älteren Bronzezeit, gefunden am Schaftstallberg, sind im Heimatmuseum Römstedthaus in Bergen zu sehen.
Ortsteile von Wardböhmen sind die Dörfer Hoope und Sehlhof.
Am 1. Februar 1971 wurde Wardböhmen in die Stadt Bergen eingegliedert.
Politik
Ortsrat Der Ortsrat, der Wardböhmen vertritt, setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.
Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:
Zukunftsorientierte Bürger Wardböhmens: fünf Sitze
Ortsbürgermeister Ortsbürgermeister ist Christoph Kohrs.
Wappen Auf goldenem Schild steht unten ein blaues Dreieck mit leicht geschwungenen Kanten. Rechts oben eine grüne Windmühle, links oben ein grüner Treppenspeicher, in der Mitte unten ein silberner Fernmeldeturm.
mini|hochkant=0.6|Trachtbestandteile aus einem Hügelgrab nahe Wardböhmen
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Der Fernmeldeturm der Funkübertragungsstelle Bergen 1 ersetzte 1986 den alten, 1952 erbauten Turm, der erst 1996 abgerissen wurde. Das Schlageter Denkmal, das an Albert Leo Schlageter erinnert. Es wurde 2012 neu errichtet und steht, öffentlich zugänglich, am Waldrand südwestlich des Dorfes.
Baudenkmäler Siehe Baudenkmale in Wardböhmen Die Windmühle Wardböhmen von 1877/78 wurde bis 1975 betrieben, ab 1950 ohne Flügel Hofanlage Hoope 1 mit massivem Haupthaus von 1893, zwei Treppenspeichern von 1595 und 1797 sowie Backhaus von 1845, Brunnenfassung und Altenteilerhaus von 1827 in Fachwerk mit Speicheranbau Wohnhaus An der Mehn 4 in Fachwerk Sieben Treppenspeicher vom 16. bis 19. Jh.; s. Treppenspeicher in Bergen Häuslingshaus Zwischen den Höfen 7 von um 1880 in Fachwerk Häuslingshaus Alte Dorfstraße 3 aus dem 19. Jh. in Fachwerk
Wirtschaft und Infrastruktur Das Dorf liegt an der Bundesstraße 3 (Alte Poststraße mit einer Bushaltestelle, Linie 160).
Der Bahnhof Wardböhmen liegt an der Bahnstrecke Celle–Soltau. Regelmäßiger Personenverkehr findet nicht statt.
Literatur Hermann v. d. Kammer: Geschichte der Ortschaft Wardböhmen mit den Ortsteilen Hoope und Sehlhof. Bergen 1997.
Weblinks
Website Stadt Bergen: Informationen über Wardböhmen
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Celle Kategorie:Geographie (Bergen, Landkreis Celle) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Celle) Kategorie:Ersterwähnung 1197 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971