Die deutsche Volleyballnationalmannschaft der Männer ist eine Auswahl der Spieler, die den DVV bei internationalen Turnieren und Länderspielen repräsentiert. Ihre bisher größten Erfolge waren der fünfte Platz bei den Olympischen Spielen 2012, der dritte Rang bei der Weltmeisterschaft 2014 sowie der zweite Platz bei der Europameisterschaft 2017. Während der deutschen Teilung spielte gleichzeitig die Nationalmannschaft der DDR. Nach der Wiedervereinigung setzten einige DDR-Spieler ihre Karriere in der gemeinsamen deutschen Mannschaft fort.
Aktueller Kader Bei der Volleyball-Weltmeisterschaft der Männer 2025 trat Deutschland mit folgendem Kader an. Name Größe Geburtsdatum Verein 2025/26style="text-align:left" 1,95 m AA Trefl Gdańskstyle="text-align:left" 2,06 m MB Jastrzębski Węgielstyle="text-align:left" 1,84 m Z Dinamo Bukareststyle="text-align:left" 1,80 m L VfB Friedrichshafenstyle="text-align:left" 2,00 m D Shanghai Brightstyle="text-align:left" 2,04 m D Saint-Nazaire Volley-Ball Atlantiquestyle="text-align:left" 2,03 m MB Berlin Recycling Volleysstyle="text-align:left" 2,13 m MB unbekanntstyle="text-align:left" 1,96 m AA AS Cannesstyle="text-align:left" 1,97 m AA VfB Friedrichshafenstyle="text-align:left" 1,95 m AA Berlin Recycling Volleysstyle="text-align:left" 2,01 m AA Vero Volley Monzastyle="text-align:left" 2,08 m MB Trentino Volleystyle="text-align:left" 1,91 m Z Vero Volley Monza AA = Annahme/Außen, D = Diagonal, L = Libero, MB = Mittelblock, Z = Zuspiel, U = Universal mini|Vor dem Weltliga-Spiel in Stuttgart 2014 Aktueller Bundestrainer ist seit Anfang 2026 der Italiener Massimo Botti.
Geschichte Weltmeisterschaften Bei der ersten Teilnahme 1956 in Frankreich kam die Mannschaft der Bundesrepublik nicht über den 24. und somit letzten Platz hinaus. 1966 in der Tschechoslowakei waren die Westdeutschen auf Platz 20 kaum erfolgreicher. Während die DDR vier Jahre später Weltmeister wurde, qualifizierte sich das DVV-Team bis zur Wiedervereinigung nicht mehr für die Weltmeisterschaft. 1994 qualifizierte sich die Mannschaft des nun vereinigten Deutschlands zum ersten Mal für eine Weltmeisterschaft. In Griechenland reichte es zum neunten Platz. Die folgenden Turniere erlebte Deutschland jedoch wieder nur als Zuschauer. Diese Flaute endete erst 2006, als sich die Mannschaft von Stelian Moculescu für die Weltmeisterschaft in Japan qualifizierte. Dort starteten die Männer mit vier Siegen in den ersten vier Spielen erfolgreicher als erwartet. Nach einer sieglosen Zwischenrunde erreichten sie schließlich noch den neunten Rang. Eine bessere Platzierung erreichten die deutschen Männer mit Bundestrainer Raúl Lozano bei der Weltmeisterschaft 2010 in Italien mit dem achten Platz. Im Januar 2014 qualifizierten sie sich für die Weltmeisterschaft in Polen. Dort gewann sie mit einem Sieg im Spiel um den dritten Platz gegen Frankreich die Bronzemedaille. Es war die erste WM-Medaille für eine deutsche Mannschaft seit 1970. Deutschland verpasste die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2018. Bei der Weltmeisterschaft 2022 scheiterte Deutschland im Achtelfinale und wurde auf dem 15. Platz gewertet. 2025 schied Deutschland bereits in der Vorrunde aus und wurde als 21. gewertet.
Europameisterschaften Drei EM-Turniere fanden bereits in Berlin statt (1983, 1991 und 2003). Als Gruppenzweiter schaffte die DVV-Auswahl in einer Playoff-Runde gegen Tschechien die Qualifikation für die EM 2007 in Russland. Dort scheiterten die Deutschen in der zweiten Gruppenphase. Bei der EM 2009 in der Türkei belegten die deutschen Männer den sechsten Platz, und bei der EM 2011 in Tschechien schied man als Gruppenletzter bereits in der Vorrunde aus. 2013 in Polen und Dänemark belegte Deutschland erneut den sechsten Rang und 2015 in Bulgarien und Italien wurde die deutsche Mannschaft Achter. Bei der EM 2017 in Polen zog sie mit einem 3:2 gegen Serbien ins Endspiel ein und hatte damit die erste Medaille bei einer Europameisterschaft sicher. Das Finale gegen Russland verlor Deutschland dann im Tiebreak. Bei der EM 2019 und der EM 2021 schied die DVV-Auswahl jeweils im Viertelfinale gegen Polen bzw. Italien aus, bei der EM 2023 dagegen bereits im Achtelfinale gegen die Niederlande. Bei der EM 2026 folgte nach einem sensationellen 3:2-Sieg im Achtelfinale gegen den amtierenden Vize-Weltmeister Bulgarien das Aus im Viertelfinale gegen den Weltranglisten-Ersten Polen.
Olympische Spiele Die Bundesrepublik war 1972 in München als Gastgeber erstmals qualifiziert und belegte am Ende den elften Platz. Nach dem Turnier im eigenen Land musste Deutschland 36 Jahre lang auf die nächste Teilnahme an den Olympischen Spielen warten. Am 25. Mai 2008 qualifizierte sich die Nationalmannschaft mit dem Turniersieg in Düsseldorf für das Turnier in Peking. Dort gelang der DVV-Auswahl lediglich ein Sieg gegen Ägypten, weshalb sie nach der Vorrunde ausschied und Neunter wurde. 2012 schafften es die deutschen Volleyballer erneut, sich nach dem 3:1-Sieg gegen Tschechien für Olympia zu qualifizieren. In London erreichten die deutschen Männer nach zwei Vorrunden-Siegen über Serbien und Tunesien das Viertelfinale, in dem sie gegen Bulgarien mit 0:3 verloren. Bei der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 unterlagen sie im Finale gegen Polen. Auch in der Qualifikation 2020 mussten sie sich erst im letzten Spiel gegen Frankreich geschlagen geben. Im Herbst 2023 gelang den deutschen Männern die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Paris. Dort erreichten sie das Viertelfinale gegen Gastgeber Frankreich, das im Tiebreak verloren ging.
World Cup Die Bundesrepublik belegte beim Turnier 1969, das in Berlin stattfand, den zehnten Platz. 1991 war Deutschland zum bislang letzten Mal beim World Cup dabei und erreichte den vierten Platz.
Nations League In der Nations League 2018 belegte Deutschland den neunten Rang. 2019 und 2021 beendete sie den Wettbewerb auf dem 14. bzw. 13. Platz der Gesamtwertung.
Weltliga Von 1992 bis 1994 sowie 2001 bis 2003 nahm Deutschland jeweils dreimal in Folge an der Weltliga teil. Die deutsche Mannschaft kam jedoch nie über die Vorrunde hinaus. Nach einer Pause von sechs Jahren nahm Deutschland 2010 und 2011 erneut an der Weltliga teil und schied mit einem guten zweiten bzw. dritten Platz erneut jeweils in der Vorrunde aus. 2012 gelang den deutschen Männern erstmals die Qualifikation für die Finalrunde, in der sie den fünften Platz erreichten. 2013 erreichte die Mannschaft den achten Platz. In der Weltliga 2014 schied Deutschland als Gruppendritter nach der Vorrunde aus.
Europaliga Bei der Premiere der Europaliga wurde Deutschland 2004 Vierter. Nach zwei fünften Plätzen 2005 und 2006 belegten die DVV-Männer 2007 den sechsten Rang. Im Wettbewerb 2008 erreichte die meistens mit einer B-Auswahl angetretene Mannschaft nach dem Gruppensieg (gegen Österreich, die Türkei und Belarus) das Final Four, bei dem den Deutschen nach Niederlagen gegen die Slowakei und Gastgeber Türkei nur der vierte Platz blieb. 2009 gelang es erstmals, die Europaliga zu gewinnen. Im Finale bezwang die DVV-Auswahl Spanien mit 3:2.
Europaspiele Bei den ersten Europaspielen 2015 in Baku gewannen die deutschen Volleyballer nach einem 3:1-Finalsieg gegen Bulgarien die Goldmedaille.
Trainer der A-Nationalmannschaft von bis Name1956 1956 Eberhard Schulz1957 1958 Werner Lohr1958 1970* Edgar Blossfeldt1959 1960 Jerzey Plawczyk1961 1964 Alexander Mühle1965 1971 Miroslaw Rovny1971 1971 Josef Stolarik1971 1971 Akira Kato1971 1972 Manfred Kindermann1973 1974 Michael Gregori1974 1975 Sebastian Mihailescu1976 1983 Michael Gregori1983 1987 Zbigniew Jasiukiewicz1987 1990 Stelian Moculescu1990 1994 Igor Prieložný1995 1998 Olaf Kortmann1999 2008 Stelian Moculescu2008 2011 Raúl Lozano2012 2016 Vital Heynen2017 2022 Andrea Giani2022 2025 Michał Winiarski2025 Massimo Botti * Wechselnde Bundestrainer beim DVV von 1958 bis 1970
Trivia Seit dem 26. August 2026 halten die deutsche Nationalmannschaft und die Italienische Volleyballnationalmannschaft den Weltrekord für den längsten jemals gespielten Satz. Im Rahmen eines Vorbereitungsturniers in Italien für die Volleyball-Europameisterschaft 2026 endete der 1. Satz nach 89 Minuten Spielzeit mit 66:64 für das deutsche Team. Italien gewann das Match nach mehr als 3,5 Stunden in fünf äußerst knappen Sätzen mit 3:2 (64:66, 25:22, 23:25, 25:22,15:12).
Weblinks Informationen zur Nationalmannschaft des DVV Profil bei der FIVB (englisch)
Einzelnachweise
Nationalmannschaft der Manner Deutschland, Manner Volleyball