Manfred Tümmler (* 23. September 1936 in Plauen; † 30. Dezember 1990Dem Support-Team liegt unter Ticket:2011061410008971 ein Nachweis über das Todesdatum vorNachruf. In: Orpheus. Ausgabe vom 4. April 1991. Seite 56. in Berlin) war ein deutscher Schauspieler an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin.
Wirken Tümmler erhielt seine Schauspielausbildung in Ostberlin. Sein Theaterdebüt gab er in Heidelberg, dann ging er nach Stuttgart. Es folgte eine langjährige Verpflichtung an das Schillertheater in Berlin.
Manfred Tümmler war als Schauspieler bekannt aus Fernsehfilmen, als Synchronsprecher wie auch als Rundfunkmoderator. Er verfasste außerdem Drehbücher, darunter für Bellini. Am Schillertheater war unter anderen in Eugene O’Neills Eines langen Tages Reise in die Nacht (1976/77) mit Martin Held und Marianne Hoppe zu sehen.
In Spielfilmen sah man ihn 1967 in Oswalt Kolles Das Wunder der Liebe und 1970 neben Curd Jürgens in Das Stundenhotel von St. Pauli. Nebenrollen spielte er in Lieb Vaterland magst ruhig sein (1975) nach dem Roman von Johannes Mario Simmel und in der US-Komödie Gotcha! – Ein irrer Trip (1985). Auch in deutschen Fernsehserien wirkte er mit, so etwa in Tadellöser & Wolff, Café Wernicke, MS Franziska und Ein Heim für Tiere.
Seine wichtigsten Arbeiten als Synchronstimme von Errol Flynn waren die Neufassungen der Filme Unter Piratenflagge, Herr des wilden Westens und Günstling einer Königin. Als deutsche Stimme von Gordon Thomson synchronisierte er diesen in der Rolle des Adam Carrington in der US-Fernsehserie Denver-Clan.
Tümmlers Grab befindet sich auf dem Waldfriedhof Dahlem.
Filmografie (Auswahl) 1963: Eine schöne Bescherung, als Leutnant 1964: Die beiden Klingsberg, als Graf Adolph Klingsberg 1968: Das Wunder der Liebe, als Klaus 1968: Erotik auf der Schulbank, als Lehrer Günter Werner 1969: Die Ballade vom Cowboy, als Jansen 1970: Meine Schwiegersöhne und ich (Fernsehserie, Folge An der Umkehrgrenze), als Peter Boland 1970: Das Stundenhotel von St. Pauli, als Peter Canisius 1970: Die Wesenacks, als Werner Engelmann 1972: Die rote Kapelle (Fernsehserie, zwei Folgen), als Oberleutnant Herbert Gollnow 1972: Der Fall Opa, als Geschäftsinhaber 1973: Die Kriminalerzählung (Fernsehserie, Folge Geheimakte SF2), als Macpherson 1975: Kommissariat 9 (Fernsehserie, Folge Schulden haben kurze Beine), als Dr. Friebe 1975: Tadellöser & Wolff (Fernseh-Zweiteiler), als Leutnant 1976: Lieb Vaterland magst ruhig sein, als James Lee 1977: Pariser Geschichten (Fernsehserie) 1978: MS Franziska (Fernsehserie, fünf Folgen), als Herzog 1980: Die Paulskirche 1981: Café Wernicke (Fernsehserie, Folge Ostwind), als Otto Helmbrecht 1981: Kintopp Kintopp (Fernsehserie, vier Folgen), als Mario Lombardini 1982: Unheimliche Geschichten (Fernsehserie, Folge Besuch aus dem Jenseits), als Untersuchungsrichter 1983: Das Wagnis des Arnold Janssen, als Dr. Ludwig von Essen, Pfarrer von Neuwerk 1984: Mrs. Harris – Freund mit Rolls Royce, als Chauffeur Tom Pickett 1985: Gotcha! – Ein irrer Trip (Gotcha!), als E.B. Policeman 1986: Die Nervensäge (Fernsehserie, Folge Familienglück), als Patient 1986: Detektivbüro Roth (Fernsehserie, Folge Der falsche Neffe), als Oskar Binder 1987: Berliner Weiße mit Schuß (Fernsehserie, Folge Alles für die Kätzchen), als Herr Wesenburg 1987: Ein Heim für Tiere (Fernsehserie, Folge Um Haaresbreite), als Gottfried Milde
Hörspiele (Auswahl) 1983: Ernst Toller: Hoppla, wir leben – Bearbeitung und Regie: Willi Schmidt (Hörspielbearbeitung – SFB)
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