Alois Schwartz (* 28. März 1967 in Nürtingen) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger -spieler.
Spielerkarriere Alois Schwartz begann seine Profikarriere als Fußballspieler bei den Stuttgarter Kickers, wo er von 1985 bis 1993 spielte. Mit den Kickers gelang ihm 1988 und 1991 der Aufstieg in die Bundesliga, jedoch stieg die Mannschaft jeweils in der darauf folgenden Saison wieder ab. Insgesamt bestritt der Mittelfeldspieler für den Verein 169 Spiele in der 1. und 2. Bundesliga und erzielte dabei zwölf Tore. 1993 wechselte Schwartz zurück in die Bundesliga zum MSV Duisburg, wo er in den folgenden zwei Jahren nochmals 34 Erstligaspiele bestritt. Danach spielte er jeweils ein Jahr bei Rot-Weiss Essen, dem SV Waldhof Mannheim und dem FC 08 Homburg. Von 1998 bis 2002 spielte er schließlich beim SC Pfullendorf, bevor er seine aktive Karriere in Österreich beim FC Hard, damals in der drittklassigen Regionalliga West aktiv, ausklingen ließ.
Insgesamt bestritt Schwartz 85 Bundesligaspiele, in denen er vier Tore erzielte. In der 2. Bundesliga kam er auf 127 Einsätze und zehn Tore.
Trainerkarriere Am 9. Oktober 2002 wurde Alois Schwartz Co-Trainer von Michael Feichtenbeiner beim Regionalligisten FC Rot-Weiß Erfurt. Nach der Entlassung Feichtenbeiners am 10. April 2003 war er für drei Monate Cheftrainer bei den Thüringern. Nach der Verpflichtung von René Müller rückte er wieder ins zweite Glied zurück, wo er mit dem Verein den Aufstieg in die 2. Bundesliga erreichte. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga im Jahr 2005 verließ Alois Schwartz den Verein und trat beim Oberligisten Wormatia Worms den Posten des Cheftrainers an. Im Dezember 2006 erhielt Schwartz die Fußball-Lehrer-Lizenz.
Ab dem 1. Januar 2007 war er Trainer der zweiten Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern, die er in der Regionalliga Süd auf dem 18. Tabellenplatz mit 17 Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz übernahm. In den restlichen 14 Saisonspielen fuhr er allerdings nur drei weitere Punkte ein, sodass das Team am Ende der Saison in die Oberliga Südwest abstieg. Nach dem direkten Wiederaufstieg spielte Schwartz’ Mannschaft seit 2008 in der Regionalliga West. Nachdem Milan Šašić am 4. Mai 2009 vom 1. FC Kaiserslautern entlassen worden war, übernahm Schwartz bis zum Ende der Saison Šašićs Aufgabe als Trainer der ersten Mannschaft der Lautrer. In der darauffolgenden Sommerpause wurde Marco Kurz als neuer Trainer verpflichtet und Schwartz trainierte danach wieder die zweite Mannschaft des FCK. Im Februar 2011 wurde sein Vertrag bis 30. Juni 2012 verlängert., Mitteilung auf der Homepage des 1. FC Kaiserslautern vom 17. Februar 2011. Abgerufen am 14. Mai 2013.
Am 10. September 2012 verpflichtete der FC Rot-Weiß Erfurt Schwartz als neuen Cheftrainer. , Mitteilung auf der Homepage von Rot-Weiß Erfurt vom 10. September 2012. Abgerufen am 14. Mai 2013. Sein Engagement bei den Erfurtern endete trotz des Klassenerhaltes im Mai 2013. , Mitteilung auf der Homepage von Rot-Weiß Erfurt vom 13. Mai 2013. Abgerufen am 14. Mai 2013.
Zur Saison 2013/14 wurde Schwartz neuer Trainer des SV Sandhausen.Schwartz soll den SVS wieder nach oben führen. In: Kicker Sportmagazin vom 15. Mai 2013. Abgerufen am 6. Juni 2013. Aufgrund des erfolgreichen Klassenerhalts und eines Achtungserfolgs in der Saison 2013/2014 (Tabellenplatz 12 – punktgleich mit dem Tabellenplatzierten 9.) wurde der Vertrag mit Schwartz vor der Saison 2014/2015 um ein Jahr, bis zum 30. Juni 2016, verlängert. Im Oktober 2015 wurde der Vertrag erneut verlängert, er sollte bis zum 30. Juni 2018 laufen.
Zur Saison 2016/17 wechselte Schwartz zum Ligakonkurrenten 1. FC Nürnberg, er trat dort die Nachfolge von René Weiler an. Nach drei torlosen Niederlagen in Folge wurde am 7. März 2017 seine Entlassung bekannt gegeben.https://www.fcn.de/news/artikel/club-trennt-sich-von-alois-schwartz-michael-koellner-uebernimmt-vorerst/
Am 29. August 2017 unterschrieb Schwartz beim Drittligisten Karlsruher SC einen bis zum 30. Juni 2019 datierten Vertrag. Dort trat er die Nachfolge von Marc-Patrick Meister an.Alois Schwartz ist neuer KSC-Cheftrainer, Mitteilung auf der Homepage des Karlsruher SC am 29. August 2017. Abgerufen am 29. August 2017. Tatsächlich sorgte er beim als Aufstiegsfavorit gestarteten Verein für die erwünschte Kehrtwende. So führte Schwartz die Mannschaft von Platz 16 auf den Relegationsrang 3 und stellte einen Ligarekord mit 21 Ligaspielen ohne Niederlage auf. In der Relegation zum Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga musste sich die Mannschaft gegen den Zweitligisten FC Erzgebirge Aue erst im Rückspiel mit 1:3 (Hinspiel 0:0) geschlagen geben. In der darauf folgenden 3. Liga Saison 2018/2019 feierte der Karlsruher SC unter Schwartz noch vor der Winterpause die Herbstmeisterschaft und schließlich am 37. Spieltag den Aufstieg in die 2. Liga. Nach zwanzig absolvierten Spielen in der Zweitligasaison 2019/20 beurlaubte der KSC Schwartz nach einer Serie von vier Niederlagen und dem Absturz auf einen direkten Abstiegsplatz.KSC trennt sich von Cheftrainer Alois Schwartz, ksc.de, abgerufen am 3. Februar 2020
Am 22. September 2021 kehrte Schwartz zum SV Sandhausen zurück und löste das Cheftrainer-Duo Gerhard Kleppinger und Stefan Kulovits ab.Alois Schwartz ist neuer Cheftrainer des SV Sandhausen, svs1916.de, 22. September 2021, abgerufen am 22. September 2021. Die Mannschaft war zuvor mit einem Sieg, einem Unentschieden und fünf Niederlagen in die Saison 2021/22 gestartet und stand auf dem 16. Platz. Nachdem Schwartz den SV Sandhausen von den Abstiegsrängen geführt hatte und mit ihm zu einem der besten Rückrundenteams geworden war, wurde sein Vertrag im April 2022 bis zum Sommer 2024 verlängert. Die Saison schloss man schließlich mit 41 Punkten auf dem 14. Platz ab, wobei der Vorsprung auf den Relegationsplatz 9 Punkte und auf einen direkten Abstiegsplatz 15 Punkte betrug. Die Hinrunde der Saison 2022/23 beendete die Mannschaft mit 16 Punkten auf dem letzten Platz. Zum Beginn der Rückrunde folgten ein Sieg und drei Niederlagen in Folge. Daher wurde Schwartz im Februar 2023 freigestellt.SV Sandhausen stellt Trainer Alois Schwartz frei, svs1916.de, 19. Februar 2023, abgerufen am 19. Februar 2023. Der SV Sandhausen stand noch immer auf dem letzten Platz, hatte aber nur einen Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz bzw. zwei Zähler Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz.
Etwas über einen Monat später übernahm Schwartz den Ligakonkurrenten Hansa Rostock, bei dem er einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieb und nach Jens Härtel sowie Patrick Glöckner zum dritten Cheftrainer in dieser Spielzeit wurde.Neuer Chef-Trainer: Alois Schwartz übernimmt beim F.C. Hansa, fc-hansa.de, 22. März 2023, abgerufen am 22. März 2023. Die Mannschaft stand nach nur einem Sieg aus den bisherigen 8 Rückrundenspielen mit 25 Punkten auf dem 17. Platz und war punktgleich mit dem ersten Nicht-Abstiegsplatz. Schwartz führte die Kogge mit fünf Siegen und einem Unentschieden aus neun verbliebenen Partien aus der Abstiegszone und letztlich zum Klassenerhalt. Im Anschluss verlängerte Hansa die Zusammenarbeit mit Trainer Schwartz um zwei weitere Jahre bis 2025.Bis 2025! Hansa Rostock verlängert mit Trainer Alois Schwartz, liga2-online.de, 28. Mai 2023, abgerufen am 29. Mai 2023. Nachdem der Klub am 16. Spieltag der Saison 2023/24 auf den Relegationsplatz zur 3. Liga abgerutscht war, wurde Schwartz am 13. Dezember 2023 freigestellt.
Ende April 2025 übernahm Schwartz den Drittligisten 1. FC Saarbrücken als Nachfolger des Managers Rüdiger Ziehl, der seit Oktober 2022 in Personalunion auch Cheftrainer gewesen war.Ziehl legt Traineramt nieder – Schwartz übernimmt, fc-saarbruecken.de, 22. April 2025, abgerufen am 22. April 2025. Die Mannschaft stand vier Spieltage vor dem Ende der Saison 2024/25 mit 56 Punkten auf dem 4. Platz und hatten zwei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz und sechs Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz, hatte aus den letzten sieben Spielen nur fünf Punkte geholt. Durch drei Siege und eine Niederlage erreichte die Mannschaft den 3. Platz und traf in der Relegation auf Eintracht Braunschweig. Nach einer 0:2-Heimniederlage im Hinspiel wurde im Rückspiel durch eine 2:0-Führung die Verlängerung erreicht, in der die Braunschweiger allerdings noch ausglichen und sich somit den Klassenerhalt sicherten. In die Saison 2025/26 startete der 1. FC Saarbrücken mit jeweils fünf Siegen, Unentschieden und Niederlagen, womit man drei Punkte vor einem Abstiegsplatz stand. Der Verein trennte sich daher Ende November 2025 von Schwartz.FCS und Alois Schwartz gehen getrennte Wege, fc-saarbruecken.de, 25. November 2025, abgerufen am 25. November 2025.
Während der Länderspielpause im März 2026 übernahm Schwartz den Zweitligisten Preußen Münster, bei dem er einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2025/26 unterschrieb.Alois Schwartz wird neuer Cheftrainer des SC Preußen Münster, scpreussen-muenster.de, 24. März 2026, abgerufen am 24. März 2026. Die Mannschaft stand sieben Spieltage vor dem Saisonende auf dem letzten Platz und hatte jeweils zwei Punkte Rückstand auf den Abstiegsrelegationsplatz und ersten Nicht-Abstiegsplatz. Nach vier Punkten aus sechs Spielen (vier Unentschieden, zwei Niederlagen) stand am vorletzten Spieltag der Abstieg fest.Münster-Abstieg vorzeitig besiegelt - Darmstadts Sieglosserie hält an, kicker.de, 10. Mai 2026, abgerufen am 18. Mai 2026. Die Saison schloss man nach einer weiteren Niederlage letztendlich mit 30 Punkten auf dem letzten Platz ab, woraufhin Schwartz den Verein mit seinem Vertragsende verließ.
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Einzelnachweise
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