Josef Bücheler (* 1. April 1936 in Wiesbaden; † 29. Dezember 2025 in Rottweil) war ein bildender Künstler. Er lebte und arbeitete in Rottweil am Neckar.
Leben und Werk mini|Glockenbaum (2007), Kunstweg am Reichenbach (Gernsbach) mini|GFK 5/75 (1975), vor dem Kunstmuseum Gelsenkirchen Josef Bücheler hat mit seinen Objekten und Zeichnungen einen Beitrag zur Kunst der Postmoderne geleistet. Sein Hauptwerk steht im Zeichen der Arte Povera. Sein frühes Werk der 1970er Jahre umfasst Polyesterarbeiten, die sich mit Abwandlungen aus stereometrischen Körpern beschäftigen und geometrische Zeichnungen. Seit den frühen 80er Jahren entstanden Objekte aus Weidenruten und Papier oder Seil und Papier und Zeichnungen auf Büttenpapier. Ab Mitte der 1980er Jahre realisierte Josef Bücheler auch Installationen in Bäumen, bei denen er mit Erde und Asche bemalte Papierflächen in Astgabelungen spannte. Diese Werkgruppe umfasste über 60 Papierinstallationen in lebenden Bäumen.
Josef Bücheler war mit der Künstlerin Angela M. Flaig verheiratet. Das Künstlerehepaar lebte in Rottweil-Hausen.
Werdegang 1951–1954 Lehre als Tapezierer und Polsterer in der großväterlichen Werkstatt in Wiesbaden. Zeichenunterricht bei Gewerbelehrer Artur Obertreis in Wiesbaden.Jürgen Knubben, Bernhard Rüth (Hrsg.): Josef Bücheler zum Achtzigsten – Material und Gestalt. Bonn 2016, S. 68. 1957–1959 Lehre als Kunstglaser und Glasmaler. Zeichnen und Schrift in der Werkkunstschule Wiesbaden bei Johannes Boehland 1959–1962 Noviziat in der Benediktinerabtei St. Matthias, Trier. Siebdruck und Lithografie in Abendkursen bei Edgar Ehses 1974–1999 Lehrauftrag für Kunst, Werken und Technik an der Maximilian-Kolbe-Schule, Rottweil 1979 und 1981 Arbeitsaufenthalte als Bildhauer und Lehrer im Entwicklungsprojekt Shanti-Dipshikha, Bangladesch
Bücheler war Mitglied im Deutschen Künstlerbund und im Künstlerbund Baden-Württemberg. Er initiierte und kuratierte bis 2008 die Ausstellung Marchtaler Fenster, Neue Kunst der Diözese Rottenburg-Stuttgart im Innenhof der ehemaligen Klosteranlage Obermarchtal und war Initiator des Skulpturengartens KUNSTdünger Rottweil in Rottweil.
Preise Josef Bücheler erhielt 1986 Projektpreis Zeichnung und Zeichenprozesse der Stadt Freiburg 1990 Projektpreis Installationen mit Reinhard Klessinger, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald 1996 Erich-Heckel-Preis des Künstlerbundes Baden-Württemberg 2011 Kunstpreis der Stadt Donaueschingen 2023 Kunstpreis der Bräunlich-Bieser Stiftung
Literatur Winfried Hecht: Bücheler, Josef. In: ders.: Rottweiler Künstlerlexikon. Neckartal Verlag, Rottweil 2023, ISBN 978-3-947459-26-1, S. 13. Jürgen Knubben, Bernhard Rüth (Hrsg.): Josef Bücheler zum Achtzigsten – Material und Gestalt. Bonn 2016 (mit einem Literatur-, Ausstellungs- und Werkverzeichnis). Werner Meyer, Clemens Ottnad, Anna Bücheler: Josef Bücheler – Objekte, Bäume, Zeichnungen, Installationen. 2010, ISBN 978-3-86833-021-2.
Weblinks
Josef Bücheler bei artworks24.com http://www.kunstverein-villingen-schwenningen.de/Kuenstler/buecheler/buecheler.html Künstlerbund Baden-Württemberg Künstlergespräch nrwz.de
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer (Deutschland) Kategorie:Mitglied im Deutschen Künstlerbund Kategorie:Künstler (Rottweil) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1936 Kategorie:Gestorben 2025 Kategorie:Mann