Der Förderpreis Neues Deutsches Kino wird auf dem Filmfest München in den Kategorien Regie, Produktion, Drehbuch und Schauspiel verliehen.
Rahmen Der Preis wird von der DZ Bank, der Bavaria Film und dem Bayerischen Rundfunk gestiftet. Er ist mit insgesamt 70.000 Euro dotiert und wird in den Kategorien Regie (30.000 Euro), Produktion (20.000 Euro), Drehbuch (10.000 Euro) und Schauspiel (10.000 Euro) verliehen. Prämiert werden Filme aus der Reihe Neues Deutsches Kino. Es muss sich um den ersten, zweiten oder dritten langen Kinospielfilm der Ausgezeichneten handeln. Über die Preisvergabe entscheidet eine dreiköpfige Jury.
Geschichte Hervorgegangen ist der Preis aus dem Regieförderpreis der HypoVereinsbank (Hypopreis), der seit 1989 verliehen wurde und der höchstdotierte private Filmpreis Deutschlands war.Neuer Förderpreis Deutscher Film, Blickpunkt:Film vom 23. April 2002, abgerufen am 24. Januar 2010. 2002 wurde daraus der Förderpreis Deutscher Film, den die HypoVereinsbank gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk und der Bavaria Film vergab. 2012 ersetzte die DZ Bank die Hypovereinsbank als Stifter und der Preis wurde in Förderpreis Neues Deutsches Kino umbenannt. Seit 2005 wird bei den Internationalen Hofer Filmtagen zusätzlich ein Nachwuchspreis für außergewöhnliche künstlerische Leistungen vergeben.
1989–2001: Regieförderpreis der HypoVereinsbank 1989 Uwe Janson für Verfolgte Wege
1990 Reinhard Münster für Der achte Tag
1991 Michael Klier für Ostkreuz Sönke Wortmann für Allein unter Frauen
1992 Wolfgang Becker für Kinderspiele
1993 Dani Levy für Ohne mich
1994 Peter Welz für Burning Life
1995 Rainer Kaufmann für Stadtgespräch Mark Schlichter für EX
1996 Volker Einrauch für Die Mutter des Killers
1997 Oskar Roehler für Silvester Countdown Martin Walz für Liebe Lügen
1998 Eoin Moore für Plus-Minus Null Hans-Christian Schmid für 23 – Nichts ist so wie es scheint
1999 Peter Thorwarth für Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding Maren-Kea Freese für Zoe
2000 Vanessa Jopp für Vergiss Amerika
2001 Benjamin Quabeck für Nichts bereuen
2002–2011: Förderpreis Deutscher Film 2002 Regie: Michael Hofmann für Sophiiiie! Drehbuch: Chris Kraus für Scherbentanz Darstellerin: Katharina Schüttler für Sophiiiie! Darsteller: keine Vergabe Sonderpreis der Jury: Detlef Bothe für Feiertag
2003 Regie: Hans Steinbichler für Hierankl Drehbuch: Hendrik Handloegten für Liegen lernen Darstellerin: Johanna Wokalek für Hierankl Darsteller: Christoph Bach für Detroit
2004 Regie (40.000 Euro): Hans Weingartner für Die fetten Jahre sind vorbei Drehbuch (20.000 Euro): keine Vergabe Darstellerin (10.000 Euro): Marie-Luise Schramm für Bin ich sexy? Darsteller (10.000 Euro): Stipe Erceg für Such mich nicht und Die fetten Jahre sind vorbei
2005 Regie (30.000 Euro): Byambasuren Davaa für Die Höhle des gelben Hundes Drehbuch (10.000 Euro): Emily Atef und Esther Bernstorff für Molly's Way Darstellerin (10.000 Euro): Maria Kwiatkowsky für Liebe Amelie Darsteller (10.000 Euro): Constantin von Jascheroff für Falscher Bekenner
2006 Regie (30.000 Euro): Marcus H. Rosenmüller für Wer früher stirbt ist länger tot Drehbuch (10.000 Euro): Meike Hauck und Matthias Luthardt für Pingpong Darstellerinnen (jeweils 5.000 Euro): Rosalie Thomass für Polizeiruf 110: Er sollte tot und Jördis Triebel für Emmas Glück Darsteller: keine Vergabe
2007 Regie (30.000 Euro): Simon Groß für Fata Morgana Drehbuch (10.000 Euro): Jan Bonny und Christina Ebelt für Gegenüber Darstellerin (5.000 Euro): Valerie Koch für Die Anruferin Darsteller (5.000 Euro): Alexander Fehling für Am Ende kommen Touristen
2008 Regie (30.000 Euro): Timo Müller für Morscholz Drehbuch (10.000 Euro): Heiko Martens für Narrenspiel Darstellerin (5.000 Euro): Susanne Wolff für Das Fremde in mir und Die Glücklichen Darsteller (5.000 Euro): Markus Tomczyk für Braams Ensembleleistung von Kamera, Musik und Schnitt (10.000 Euro): Oliver Sachs, Helmut Sinz und Marie Miyayama für Der Rote Punkt
2009 2009 sorgte die Jury um Caroline Link, Produzent Uli Aselmann und Schauspieler Maximilian Brückner für einen Eklat, als sie sich dafür entschied, aufgrund der ihrer Meinung nach mangelhaften Auswahl keinen Förderpreis in den Kategorien Regie und Drehbuch zu vergeben. „Wir haben händeringend nach einem Film gesucht, der eine Geschichte erzählt, der in irgendeiner Weise relevant ist – von einer politischen oder gesellschaftlichen Bedeutung wage ich schon gar nicht mehr zu reden. Aber da war nichts, was uns berührt oder interessiert hätte. Man fragt sich dann schon, woran das liegt. Gab es in diesem Jahr nicht mehr spannendes, junges Kino? Wollen die entsprechenden Filmemacher nicht nach München, wollen sie woanders hin? Oder sieht das Filmfest München nicht die richtigen Filme, wählt also die falschen aus? Im Moment sind wir alle noch auf der Suche.“, so Link.vgl. Moritz Holfelder: Mut zum Eklat beim Filmfest In: Zeit Online, 2. Juli 2009. Abgerufen am 10. Oktober 2019. Regie (20.000 Euro): nicht vergeben Produzent (20.000 Euro): Katharina Schöde für Draußen am See sowie (vergeben bei den Hofer Filmtagen, dotiert mit 10.000 Euro) Florian Deyle und Martin Richter für Waffenstillstand Drehbuch (10.000 Euro): nicht vergeben Darstellerin (5.000 Euro): Elisa Schlott für Draußen am See Darsteller (5.000 Euro): Max Kidd für Hangtime – Kein leichtes Spiel, lobende Erwähnung Max Fröhlich ebenfalls für Hangtime – Kein leichtes Spiel
2010 Regie (20.000 Euro): Ralf Westhoff für Der letzte schöne Herbsttag Produktion (20.000 Euro): Khaled Kaissar, Balint Tolnay-Knefely, Benedikt Böllhoff und Max Frauenknecht für Transit Drehbuch (10.000 Euro): Ulrich Peltzer und Christoph Hochhäusler für Unter dir die Stadt Darstellerin (5.000 Euro): Ulrike Arnold für ihre Rolle in Morgen das Leben Darsteller (5.000 Euro): Jochen Strodthoff für seine Rolle in Morgen das Leben
2011 Regie (20.000 Euro): Tim Fehlbaum für Hell Produktion (20.000 Euro): Benny Drechsel und Karsten Stöter für Der Fluss war einst ein Mensch Drehbuch (10.000 Euro): David Wnendt für Kriegerin Schauspiel weiblich (5.000 Euro): Alina Levshin für ihre Rolle in Kriegerin Schauspiel männlich (5.000 Euro): Golo Euler für seine Rolle in Kasimir und Karoline
Seit 2012: Förderpreis Neues Deutsches Kino 2012 Regie (30.000 Euro): Hanna Doose für Staub auf unseren Herzen Produktion (20.000 Euro): David Keitsch und Ben von Dobeneck für Staub auf unseren Herzen Drehbuch (10.000 Euro): Jan-Ole Gerster für Oh Boy Schauspiel (10.000 Euro): Antonia Putiloff für ihre Rolle in Little Thirteen Lobende Erwähnung: Die Brücke am Ibar (Regie: Michaela Kezele)
2013 Jury: Bibiana Beglau (Schauspielerin), Angelina Maccarone (Regisseurin), Gerhard Meixner (Produzent) Regie (30.000 Euro): Jakob Lass für Love Steaks Produktion (20.000 Euro): Ines Schiller und Golo Schultz für Love Steaks Drehbuch (10.000 Euro): Jakob Lass, Timon Schäppi, Ines Schiller und Nico Woche für Love Steaks Schauspiel (10.000 Euro): Lana Cooper und Franz Rogowski für ihre Rollen in Love Steaks
2014 Jury: Sherry Hormann (Regisseurin), Peter Herrmann (Produzent), Max Moor (Schauspieler) Regie (30.000 Euro): Ralf Westhoff für Wir sind die Neuen Produktion (20.000 Euro): Ingo Fliess für Ein Geschenk der Götter Drehbuch (10.000 Euro): Christina Schiewe und Petra Brix für Be my Baby Schauspiel (10.000 Euro): Vicky Krieps für ihre Rolle in Das Zimmermädchen Lynn
2015 Jury: Peter Rommel (Produzent), Sebastian Schipper (Regisseur/Schauspieler), Johanna Wokalek (Schauspielerin) Regie (30.000 Euro): Visar Morina für Babai Produktion (20.000 Euro): Steve Hudson und Sonja Ewers für Happy Hour Drehbuch (10.000 Euro): Visar Morina für Babai Schauspiel (10.000 Euro): Val Maloku und Astrit Kabashi für ihre Rollen in Babai
2016 mini|Hauptdarsteller Andreas Döhler bei den Dreharbeiten zu Die Hände meiner Mutter, 2015, Preisträger in der Kategorie Schauspiel. Jury: Nicole Gerhards (Produzentin), Dietrich Brüggemann (Regisseur), Johann von Bülow (Schauspieler) Regie (30.000 Euro): Florian Eichinger für Die Hände meiner Mutter Produktion (20.000 Euro): Jana Raschke und Igor Dovgal für Haus ohne Dach Drehbuch (10.000 Euro): Mareille Klein für Dinky Sinky Schauspiel (10.000 Euro): Andreas Döhler für seine Rolle in Die Hände meiner Mutter Spezialpreis Ensemblegeist und Energie: Cast und Crew von Beat Beat Heart Spezialpreis Filmmusik: Ferenc Darvas für Die Reise mit Vater
2017 Jury: Edgar Selge (Schauspieler), Verena Gräfe-Höft (Produzentin), Michael Weber (Produzent) Regie (30.000 Euro): Sonja Maria Kröner für Sommerhäuser Produktion (20.000 Euro): Philipp Worm und Tobias Walker für Sommerhäuser Drehbuch (10.000 Euro): Julia Langhof und Thomas Gerhold für LOMO – The Language of Many Others Schauspiel (10.000 Euro): Annika Meier für Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt
2018 Jury: Vicky Krieps (Schauspielerin), Jamila Wenske (Produzentin), Uisenma Borchu (Regisseurin) Regie (30.000 Euro): Eva Trobisch für Alles ist gut Produktion (20.000 Euro): Anna de Paoli für A Young Man with High Potential Drehbuch (10.000 Euro): Damian John Harper für In the Middle of the River Schauspiel (10.000 Euro): Aenne Schwarz für Alles ist gut
2019 Jury: Melika Foroutan (Schauspielerin), Claudia Steffen (Produzentin), Alfred Holighaus (Drehbuchautor) Regie (30.000 Euro): Jan-Ole Gerster für Lara Produktion (20.000 Euro): Martin Lischke für Leif in Concert Drehbuch (10.000 Euro): Nils Mohl/Ilker Çatak für Es gilt das gesprochene Wort Schauspiel (10.000 Euro): Oğulcan Arman Uslu für Es gilt das gesprochene Wort
2020 keine Verleihung aufgrund der COVID-19-Pandemie
2021 Regie (30.000 Euro): Nikias Chryssos für A Pure Place Produktion (20.000 Euro): Miriam Düssel für Mein Sohn Drehbuch (10.000 Euro): Franziska Stünkel für Nahschuss Schauspiel (10.000 Euro): Martin Rohde für Heikos Welt
2022 Regie (30.000 Euro): Sophie Linnenbaum für The Ordinaries Produktion (20.000 Euro): Britta Strampe und Laura Klippel für The Ordinaries Drehbuch (10.000 Euro): Florian Plumeyer und Katharina Woll für Alle wollen geliebt werden Schauspiel (10.000 Euro): Lena Schmidtke für Wut auf Kuba
2023 Regie (30.000 Euro): Sylvie Michel für More than Strangers Produktion (20.000 Euro): Uschi Feldges für Leere Netze Drehbuch (10.000 Euro): Merle Grimme für Clashing Differences Schauspiel (10.000 Euro): Dor Aloni für Südsee
2024 Regie (30.000 Euro): Fabian Stumm für Sad Jokes Produktion (20.000 Euro): Semih Korhan Güner für Milch ins Feuer Drehbuch (10.000 Euro): Aaron Arens und Lukas Loose für Sonnenplätze Schauspiel (10.000 Euro): Atika Jumaih Bashiru für O Chale
2025 Regie (30.000 Euro): Christina Tournatzés für Karla Produktion (20.000 Euro): Jacqueline Jansen für Sechswochenamt Drehbuch (10.000 Euro): Yvonne Görlach für Karla Schauspiel (10.000 Euro): Magdalena Laubisch für Sechswochenamt
2026 Regie (30.000 Euro): Ella Cieslinski, Nina Wesemann für Erzähl mir dein Morgen Produktion (20.000 Euro): Christoph Otto für Die Ballade von Mittwoch auf Donnerstag Drehbuch (10.000 Euro): Susanne Heinrich für Die miserable Mutter Schauspiel (10.000 Euro): Ricarda Seifried für Erzähl mir dein Morgen
Weblinks Filmfest München: Förderpreis Neues Deutsches Kino (Regeln, Preisgelder, Liste bisheriger Preisträger)
Einzelnachweise
Kategorie:Filmpreis des Filmfestes München Kategorie:Erstverleihung 1989 Kategorie:Filmförderung (Deutschland) Kategorie:Liste (Preisträger) Kategorie:Liste (Film)