mini|hochkant|Schloss in Lahm

Itzgrund ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Coburg. Sitz der Gemeindeverwaltung ist Kaltenbrunn.

Geografie Geografische Lage Die Gemeinde liegt im Mittleren Itzgrund an der Bundesstraße 4 zwischen Coburg und Bamberg in einer abwechslungsreichen Landschaft, links und rechts des Flusses Itz.

Nachbargemeinden Die Gemeinde grenzt (von Nordwesten beginnend im Uhrzeigersinn) an die Stadt Seßlach, die Gemeinde Großheirath (beide Landkreis Coburg), die Stadt Bad Staffelstein, den Markt Ebensfeld (beide Landkreis Lichtenfels), den Markt Rattelsdorf (Landkreis Bamberg) und die Gemeinde Untermerzbach (Landkreis Haßberge, Unterfranken).

Gemeindegliederung Die Gemeinde hat 15 Gemeindeteile auf 6 Gemarkungen: Gemarkung Gleußen: Gleußen, Lohhof, Schleifenhan Gemarkung Kaltenbrunn: Kaltenbrunn Gemarkung Herreth: Herreth, Merkendorf Gemarkung Lahm: Kaltenherberg, Lahm, Pülsdorf Gemarkung Schottenstein: Bodelstadt, Schenkenau, Schottenstein Gemarkung Welsberg: Büdenhof, Sorghof, Welsberg

Geschichte Gemeindeentwicklung Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern entstand die Gemeinde Itzgrund am 1. Mai 1978 aus den Gemeinden Gleußen, Kaltenbrunn i.Itzgrund (mit dem am 1. Juli 1972 eingegliederten Herreth, bis 1863 „Kleinhereth“), Lahm i.Itzgrund, Schottenstein und Welsberg, die bis zum 30. Juni 1972 dem Landkreis Staffelstein angehört hatten.

Bis zum 1. Januar 1980 war die Gemeinde Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Untersiemau.

Religionen Die evangelischen Christen in der Gemeinde verteilen sich auf die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Lahm, Gleußen, Schottenstein und Bad Staffelstein mit Herreth des Dekanates Michelau der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Die Katholiken gehören zu den Pfarreien Altenbanz des Dekanates Lichtenfels bzw. Kaltenbrunn und Seßlach des Dekanates Coburg in der Erzdiözese Bamberg.

Einwohnerentwicklung Im Zeitraum von 1988 bis 2018 wuchs die Gemeinde von 1854 auf 2308 um 454 Einwohner bzw. um 24,5 %. Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2005 2010 2015 Einwohner 1968 2079 1914 1860 1723 2635 1941 1866 1825 1946 2047 2317 2303 2286

Politik Gemeinderat Die Kommunalwahl 2026 führte zu folgender Sitzverteilung im Gemeinderat (Vergleich zur Wahl 2020) CSU 4 Sitze (±0) SPD 3 Sitze (±0) Freie Wählergruppe Itzgrund 3 Sitze (−1) Kommunale Unabhängige Liste Itzgrund 3 Sitze (±0) Pontes Itzgrund 1 (+1)

Bürgermeister Bürgermeister war von 1996 bis zu seinem Ausscheiden 2020 Werner Thomas (SPD). Ihm folgte am 1. Mai 2020 Nina Liebermann (CSU).

Wappen

Kultur und Sehenswürdigkeiten Baudenkmäler

Gemeindeteil Gleußen: Alte Posthalterei von 1603, klassizistische evangelisch-lutherische Pfarrkirche Gemeindeteil Herreth: Evangelische Jakobuskirche von 1694 Gemeindeteil Kaltenbrunn: Katholische Pfarrkirche St. Wolfgang von 1748/49 mit Rokokoausstattung Gemeindeteil Lahm: Ensemble mit Barockschloss der Freiherren von Lichtenstein (um 1710), Schlosskirche Hl. Dreieinigkeit mit Herbst-Orgel von 1732, ehemaligen Wirtschaftsgebäuden und Park mit Schlossweiher Gemeindeteil Schottenstein: Evangelische Pfarrkirche St. Pankratius von 1703

Bodendenkmäler

Bildung Die Oskar-Schramm-Schule Itzgrund im Ortsteil Bodelstadt ist eine Grundschule.

Söhne und Töchter des Ortes Hans Bohla (1891–1928), Politiker (Reichstagsabgeordneter) und Journalist, geboren im Ortsteil Herreth Fritz Dressel (1896–1933), Politiker (KPD), NS-Opfer Torsten Oehrl (* 1986), Fußballspieler

Sonstiges In Itzgrund wird der mainfränkische Dialekt Itzgründisch gesprochen. Die Dialektbezeichnung steht allerdings für ein viel größeres Sprachgebiet und ist wesentlich älter als die Gemeinde Itzgrund.

Literatur

Weblinks

Gemeinde Itzgrund (PDF, 1,66 MB)

Einzelnachweise

Kategorie:Gemeindegründung 1978