miniatur|350px|Die päpstliche Palatingarde (Farbzeichnung 1890) Die Palatingarde () war nach der Schweizergarde, der Nobelgarde und der Päpstlichen Gendarmerie die jüngste der vier päpstlichen Garden. miniatur|hochkant|links|Wappen der päpstlichen Palatingarde

Das Korps wurde 1850 durch Pius IX. aus Milizverbänden des Kirchenstaates begründet und bestand auch nach dem im Sommer 1870 erfolgten Einmarsch italienischer Truppen unter König Viktor Emanuel II. in Rom weiter. Ihre übliche Bewaffnung bestand aus Gewehren und Pistolen. Im Gegensatz zur Nobelgarde und zur Päpstlichen Gendarmerie war sie nie beritten und bestand aus maximal 500 Bürgern zenit.org, 3. September 2007, abgerufen am 19. Februar 2010 der Stadt Rom. Sie war nach dem Palatin-Hügel in Rom benannt. Im Zweiten Weltkrieg schützte die während der deutschen Besatzung durch Hilfsgardisten verstärkte Palatingarde insbesondere die exterritorialen Besitzungen des Heiligen Stuhls.Ulrich Nersinger: Soldaten des Papstes: eine kleine Geschichte der Päpstlichen Garden (Nobelgarde, Schweizergarde, Palatingarde und Gendarmerie), Mayer, Klosterneuburg-Wien 1996, ISBN 3-901025-59-6.Ulrich Nersinger: Eine Armee von Schutzengeln. In: VATICAN magazin 4/2007, S. 11–13 (online; PDF; 1,6 MB). 1970 wurde die Palatingarde – gemeinsam mit der Nobelgarde – durch Papst Paul VI. aufgelöst.

Literatur Antonio Martini: La Guardia Palatina d’Onore di Sua Santità. 1850–1970. Fedeltà, Onore, Servizio. Libreria Editrice Vaticana, Rom 2015, ISBN 978-88-209-9573-7. Ulrich Nersinger: Nobelgarde und Palatingarde. Adel und Bürgertum im Dienst des Papstes. fe-medienverlag, Kisslegg 2026, ISBN 978-3-86357-486-4.

Einzelnachweise

Kategorie:Garde (Vatikanstadt) Kategorie:Gegründet 1850 Kategorie:Aufgelöst 1970