Marina Ried, verheiratete Ried-Langhoff, geborene Rschewskaja (* 9. Juli 1921Nach einigen Quellen 1923 oder 1924. in Moskau, Russische SFSR; † 26. März 1989 in Jesteburg, Niedersachsen), war eine deutsch-russische Schauspielerin. Sie wirkte auf der Bühne, im Film, im Fernsehen und im Rundfunk.
Leben Marina Ried, Tochter von Boris Rschewsky und der Schauspielerin Ada von Knipper (1895–1985), geborener Rschewskaja, sowie Großnichte des Schriftstellers und Dramatikers Anton Tschechow und der Schauspielerin Olga Tschechowa, geborener Knipper, kam im Kindesalter nach Deutschland. Nach der Oberrealschule erhielt sie in Berlin bei Lucie Höflich eine Schauspiel- und bei Victor Gsovsky eine Ballettausbildung, ferner Gesangsunterricht.
Hauptsächlich spielte sie auf Berliner Komödien-, Operetten- und Kabarettbühnen wie Scala, Plaza, Komödie am Kurfürstendamm und Kabarett der Komiker. Vor der Kamera stand sie erstmals 1939. Sie stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Ried, Marina. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten: Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Arndt, Kiel 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 401.
Nach Kriegsende war Ried eine vielbeschäftigte Nebendarstellerin beim deutschen Film, später auch beim Fernsehen. Sie gab Gastspiele beim Theater, war Hörspiel- und Synchronsprecherin. Noch in den 1980er Jahren stand sie am Altonaer Theater auf der Bühne, bevor sie ihre Karriere aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste.
mini|hochkant|Grabstätte auf dem Friedhof Jesteburg Marina Ried war griechisch-orthodox, von 1943 bis zur Scheidung im Jahr 1953 mit dem Schauspieler Rudolf Platte verheiratet und ab 1964 bis zu ihrem Tode mit dem Fernsehregisseur Udo Langhoff (1912–1994). Sie lebte und starb in Jesteburg.
Marina Ried-Langhoff erlag einem langen Krebsleiden. Ihre Grabstätte befindet sich auf dem Gemeindefriedhof „Am Allerbeek“ in Jesteburg.
Filmografie
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 6: N – R. Mary Nolan – Meg Ryan. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 529 f. Helga und Karlheinz Wendtland: Geliebter Kintopp. Sämtliche deutsche Spielfilme von 1929 – 1945. Künstlerbiographien L–Z. Verlag Medium Film, Berlin 1995, ISBN 3-926945-14-1, S. 105 f. Ried, Marina. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1005.
Weblinks
Einzelnachweise
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