Der Roßkopf ist ein hoher Berg im Mittleren Schwarzwald. Er liegt am Rand des Gebiets der Stadt Freiburg im Breisgau, zwischen dem Glottertal und dem Dreisamtal. Auf dem Roßkopf treffen die Grenzen der Gemarkungen Gundelfingen, Freiburg und der früher eigenständigen Gemeinde Ebnet (heute Freiburg-Ebnet) zusammen. Zahlreiche Grenzsteine im Wald deuten noch heute den Verlauf der Gemeindegrenzen an.
Geografie Der Roßkopf ist ein Gipfel des Bergkamms, der sich vom Freiburger Schlossberg bis nach St. Peter erstreckt. Weitere Gipfel auf diesem Grat sind der Hornbühl (), der Flaunser () und das Langeck (). Der Roßkopfgipfel liegt 4 km ostnordöstlich vom Freiburger Münster entfernt.
Am Roßkopf entspringen verschiedene Bäche, im Wesentlichen (im Uhrzeigersinn von Norden beginnend)Karte des Roßkopfs mit Gewässernetz auf: der Michelbach; der Schönedobel, dem Oberlauf des Welchentalbachs; der St. Ottilientobel; der Glasbach und der Altbach (auch Reutebach genannt), dem Oberlauf des Zähringer Dorfbachs, mit seinem Nebenlauf Wildengrundbach.
Freizeitnutzung Rad- und Wanderwege Der Kandelhöhenweg verläuft mit dem Abschnitt von St. Peter nach Freiburg (oder umgekehrt) über den BergDer Kandelhöhenweg auf der Website der Schwarzwald Tourismus GmbH, abgerufen am 13. Oktober 2024.. Der Roßkopf ist ein beliebtes Ziel von Mountainbikern sowie Wanderern und Läufern. Er ist von Freiburg sowie vom Wildtal und vom Dreisamtal aus schnell zu erreichen. Nur ein Teil der Wanderwege ist für Radfahrer freigegeben. Rund um den Gipfel erstreckt sich ein Landschaftsschutzgebiet, lediglich das Welchental zählt nicht dazuKarte des Roßkopfs mit Landschaftsschutzgebiet auf: . Unterhalb des Roßkopfturmes befindet sich der Einstieg für einen knapp 3,5 Kilometer langen Downhill-Trail, der am Roßkopf startet und bis zur Jugendherberge Freiburg führt. fudder.de
mini|Ausblick auf Teile Freiburgs vom Aussichtsturm (2022)
Aussichtsturm Auf seiner Kuppe befindet sich, neben einer kleinen Schutzhütte, der Friedrichsturm, ein knapp 35 Meter hoher Aussichtsturm in Stahlgerüstbauweise, der im Jahre 1889 errichtet wurde und einen Panoramablick auf Freiburg, den Kaiserstuhl und die angrenzenden Berge bietet.
Sehenswürdigkeiten in der Umgebung Am Südhang des Roßkopfes befinden sich im Wald von Ebnet die Wendelinskapelle und in einer Entfernung von ungefähr 750 m zu Fuß die Wallfahrtskirche St. Ottilien im oberen Musbachtal im Freiburger Stadtteil Waldsee.
Der südwestliche Ausläufer des Roßkopfes ist der Freiburger Schlossberg mit den Aussichtshöhen Schlossbergturm und Ludwigshöhe.Alemannische Seiten: Ludwigshöhe Freiburg Nördlich davon sind am Westhang oberhalb des Stadtteils Herdern auf der sogenannten „Skulpturenwiese“Badische Zeitung vom 12. Oktober 2011: "Ikarus" dreht sich glatt im Wind. Die Skulpturen von Roland Phleps auf den Waltersbergwiesen wurden restauriert und erstrahlen nun in ganz neuem Glanz Skulpturen von Roland PhlepsStiftung für konkrete Kunst Roland Phleps: Skulpturenwiese am Waltersberg, Freiburg zu sehen. Unweit davon stand das ehemalige „Jägerhäusle“,Das Jägerhäusle auf einer Postkarte von 1914 anfänglich ein Forsthaus und später ein bekanntes Wirtshaus.
Rund 500 Meter nordöstlich des Roßkopfgipfels liegt der Martinsfelsen auf , der einen Blick auf den nördlichen Breisgau bietet.Alemannische Seiten: Martinsfelsen
Wirtschaftliche Nutzung Windkraft Im Jahr 2003 wurden von der Regiowind GmbH vier Windkraftanlagen mit jeweils 1,8 Megawatt Leistung auf dem Roßkopf installiert und neue Zufahrtswege geschaffen. Die Windkraftanlagen vom Typ Enercon E66/18.70, die im November 2003 in Betrieb genommen wurden, haben eine Nabenhöhe von 98 Metern und einen Rotordurchmesser von 70 Metern, somit eine Gesamthöhe von 133 Metern. Gemeinsam mit zwei weiteren Windkraftanlagen an der Holzschlägermatte haben die Windräder im Jahr 2010 über 12 Millionen Kilowattstunden Energie produziert, was einem Bedarf von 5400 Haushalten entspricht.Regiowind Freiburg t3.regiowind.de.
Im Zuge eines Repowerings wurden die vier im Jahr 2003 errichteten Altanlagen durch zwei deutlich größere und leistungsstärkere Windkraftanlagen vom Typ Enercon E-138 ersetzt. Das Projekt wurde zweigeteilt umgesetzt: Im März 2025 wurden die ersten beiden Altanlagen gesprengt, um Platz für den Neubau zu schaffen. Die verbleibenden zwei alten Anlagen blieben noch bis August 2025 in Betrieb. Die beiden neuen, rund 229 Meter hohen Windkraftanlagen gingen Mitte Februar 2026 ans Netz und wurden am 6. Mai 2026 offiziell eingeweiht. Sie erzeugen jährlich rund 18 bis 20 Millionen Kilowattstunden Strom, was mehr als das Doppelte der ursprünglichen Vierer-Anlage ausmacht. Die zwei verbliebenen alten Betontürme wurden am 13. Mai 2026 erfolgreich gesprengt. Anfang 2026 genehmigte die Stadt Freiburg zudem den Bau von drei weiteren Windkraftanlagen südlich des bestehenden Standorts.
Roßkopftunnel Bis Mitte bzw. Ende der 1970er-Jahre gab es Planungen, für die Bundesautobahn 86 einen Tunnel durch den Roßkopf von Gundelfingen nach Kirchzarten zu bauen. Diese Pläne wurden jedoch aus Kostengründen aufgegeben und durch ein Konzept für den Neubau der B31 Ost inklusive Freiburger Stadttunnel ersetzt.4. Sitzung des Gemeinderates (öffentlich/nichtöffentlich), Beschluss vom 25. März 2003
Weblinks
Karte vom Roßkopf und Umgebung auf: Karte vom Roßkopf und Umgebung auf:
Einzelnachweise
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