John Hubley (* 21. Mai 1914 in Marinette, Wisconsin; † 21. Februar 1977 in New Haven, Connecticut) war ein US-amerikanischer Zeichentrickfilmer, Regisseur und Zeichner.

Leben Für Walt Disney arbeitete er seit 1937 als Zeichner für Layouthintergründe bei dessen großen Spielfilmproduktionen Schneewittchen und die sieben Zwerge, Bambi und Fantasia. 1941 verließ er im Zuge eines Streiks der Zeichner das Studio als hauptberuflicher Mitarbeiter und arbeitete zunächst für Screen Gems, um dann mit anderen ehemaligen Kollegen – die von Disneys autokratischem Stil abgeschreckt waren – United Productions of America zu gründen.

1952 drängte man ihn in die Isolation und aus UPA heraus, als er sich während der McCarthy-Ära vor dem Komitee für unamerikanische Umtriebe weigerte, Urheber „unamerikanischer Umtriebe“ zu benennen. In der Folge arbeitete Hubley meist für die Werbung oder bei Kurzfilmen, da er auf der so genannten Schwarzen Liste zu finden war. Dort erschien sein Name nicht im Abspann, sodass beide Seiten keine Angst vor Repressionen haben mussten.

Mit seinem 1956 mit seiner Ehefrau Faith Hubley gegründeten eigenen Trickfilmstudio Storyboard Studios brachte er drei Jahre später den von den Kritikern aufgrund der differenzierten Darstellung der Figuren und der Farbgebung gelobten Film Moonbird heraus. Für diesen Film gewann er bei der Oscarverleihung 1960 in der Kategorie Cartoon die begehrte Auszeichnung und konnte damit gleichfalls die ebenfalls nominierte Disney-Produktion Noah’s Ark schlagen. Sieben Jahre später errang er erneut die Trophäe für seine Auftragsarbeit für den Bandleader und Komponisten Herb Alpert (A Herb Alpert & the Tijuana Brass Double Feature).

Hubley beherrschte nicht nur den klassischen Disney-Stil der frühen Jahrzehnte und seinen eigenen kultivierten Stil, sondern auch die absurde Komik wie in Mister Magoo.

Hubley war auch als eigentlicher Regisseur für Unten am Fluss engagiert worden. Als jedoch die Arbeiten nach einem Jahr stagnierten, feuerte ihn der Produzent Martin Rosen und übernahm selbst die Regie. Das einzige, was von Hubleys Arbeit übrig blieb, ist die Eröffnungssequenz des Films. Diese unterscheidet sich signifikant vom Rest des Films und offenbart Hubleys Stil.

Filmografie Screen Gems 1942: Wolf Chases Pigs 1942: Old Blackout Joe 1942: The Dumbconscious Mind 1942: King Midas, Junior 1943: The Vitamin G-Man 1943: Professor Small and Mister Tall 1943: He Can’t Make It Stick

UPA 1944: Flat Hatting 1948: Robin Hoodlum 1949: The Magic Fluke 1949: Ragtime Bear 1950: Spellbound Hound 1950: Punchy de Leon 1951: Fuddy Duddy Buddy 1952: Rooty Toot Toot 1952: Madeline

Storyboard Studios 1956: The Adventures of an * 1957: Harlem Wednesday 1958: Tender Game 1959: Moonbird 1959: The Tale of Old Whiff 1960: Children of the Sun 1961: Of Stars and Men 1962: The Hole 1963: The Hat 1966: A Herb Alpert & the Tijuana Brass Double Feature 1966: Urbanissimo 1967: Windy Day 1968: Of Men and Demons 1969: Zuckerkandl 1970: Eggs 1972: Dig 1973: Cockaboody 1974: Voyage to Next 1975: People, People, People 1976: Everybody Rides the Carousel 1976: Second Chance: Sea 1977: A Doonesbury Special

National Film Board of Canada 1966: The Cruise

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