zentriert|350px|Logo der Olympischen Sommerspiele 1972 in München Bei den Spielen der XX. Olympiade … zentriert|350px|Gedenktafel vor dem damaligen Quartier der israelischen Mannschaft im Münchner Olympiadorf, 2012 … verübt die palästinensische Terrororganisation Schwarzer September ein Attentat auf die israelische Mannschaft. zentriert|151px|Logo der Olympischen Winterspiele 1972 In Sapporo finden die XI. Olympischen Winterspiele statt. zentriert|189px|Karl Schranz Karl Schranz wird wegen eines angeblichen Verstoßes gegen den Amateurstatus von den Spielen ausgeschlossen, was in Österreich zu massiver Empörung und Boykottaufrufen führt. Unter anderem wird Trixi Schuba, die einzige österreichische Olympiasiegerin, als „Verräterin“ gebrandmarkt. Chronologie

Das Jahr 1972 ist ein Olympiajahr. Die Olympischen Winterspiele 1972 im japanischen Sapporo sind die ersten Winterspiele in einer Millionenstadt. Es ist auch das erste Mal, dass sie außerhalb Europas oder Nordamerikas stattfinden. Die Olympischen Sommerspiele 1972, für die in München eigens ein neues Olympiastadion errichtet wird, sind vom Münchner Olympia-Attentat überschattet, bei dem die palästinensische Terrororganisation Schwarzer September elf Mitglieder der israelischen Mannschaft ermordet.

Bei der Fußball-Europameisterschaft 1972, deren Finale in Belgien durchgeführt wird, gewinnt die deutsche Fußballnationalmannschaft ihren ersten EM-Titel. Torschützenkönig wird Gerd Müller, dem es als einzigem Spieler in der Endrunde gelingt, mehr als ein Tor zu schießen.

Ereignisse Olympische Spiele

3. bis 13. Februar: Olympische Winterspiele 1972 in Sapporo 3. Februar: In Sapporo, Japan, eröffnet Kaiser Hirohito die XI. Olympischen Winterspiele. 8. Februar: Der von den Olympischen Winterspielen ausgeschlossene Karl Schranz wird bei seiner Landung in Wien von einer jubelnden Menschenmenge empfangen.

26. Mai: Das Münchener Olympiastadion wird eröffnet.

mini|Bundespräsident Heinemann während der Trauerfeier im Münchener Olympiastadion 26. August bis 11. September Olympische Sommerspiele 1972 in München

Badminton

Boxen

15. Januar: Joe Frazier gewinnt seinen Boxkampf und damit den Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Terry Daniels im Rivergate Auditorium, New Orleans, durch technischen K.O.

Fußball

31. Mai: Ajax Amsterdam gewinnt durch zwei Tore von Johan Cruyff das Finale des Europapokals der Landesmeister 1971/72 im De-Kuip-Stadion von Rotterdam vor 61.354 Zuschauern. Mit dem Sieg über Inter Mailand, einem führenden Vertreter des Catenaccio, erreicht der Erfolgszug des als „Totaalvoetbal“ bekannten Fußball seinen Höhepunkt. 14. bis 18. Juni: Fußball-Europameisterschaft 1972 in Belgien 18. Juni: Beim Finale der Fußball-Europameisterschaft gewinnt die deutsche Fußballnationalmannschaft ihren ersten EM-Titel, indem sie die Sowjetunion mit 3:0 besiegt.

Leichtathletik

Mehrkampf 8. Mai: Mykola Awilow, Sowjetunion, erreicht im Zehnkampf der Herren 8454 Punkte. 8. September: Mykola Awilow, Sowjetunion, erreicht im Zehnkampf der Herren 8466 Punkte.

Gehen 7. Mai: Gennadi Agapow, Sowjetunion, geht über 20 km der Herren in 1:25:19 Stunden. 27. Mai: Bernd Kannenberg, Deutschland, geht im 50 km der Herren in 3:52:45 Stunden. 24. Juni: Margarita Simu, Schweden geht im 10-km-Gehen der Damen in 51:01 Minuten. 30. Juli: Paul Nihill, Großbritannien, geht im 20-km-Gehen der Herren in 1:24:50 Stunden.

Laufbewerbe Kurzstrecken 7. Mai: Renate Stecher, DDR, läuft die 200 Meter der Damen in 22,4 Sekunden. 12. Mai: Renate Stecher, DDR, läuft die 100 Meter der Damen 11,07 Sekunden, 15. Juni: Ellen Strophal, DDR, läuft die 100 Meter der Damen in 11,0 Sekunden.

Mittelstrecken 7. Mai: Ljudmila Bragina, Sowjetunion, läuft die 1500 Meter der Damen in 4:05,1 Minuten. 9. Mai: Ljudmila Bragina, Sowjetunion, läuft die 1500 Meter der Damen in 4:01,4 Minuten. 20. August: Gunhild Hoffmeister, DDR, läuft die 1000 Meter der Damen 2:35,9 Minuten.

Langstrecken 3. März: Lasse Virén, Finnland, läuft die 10.000 Meter der Herren in 27:38,4 Minuten. 11. Mai: Paola Pigni, Italien, läuft die 3000 Meter der Damen 9:09,2 Minuten. 12. August: Ljudmila Bragina, Sowjetunion, läuft die 3000 Meter der Damen 8:53,0 Minuten. 3. September: Lasse Virén, Finnland, läuft die 10.000 Meter der Herren in 27:38,4 Minuten. 14. September: Lasse Virén, Finnland, läuft die 5000 Meter der Herren in 13:16,4 Minuten. 20. Oktober: Emiel Puttemans, Belgien, läuft die 5000 Meter der Herren in 13:13,0 Minuten.

Hürden- und Hindernislauf 28. Januar: Pamela Ryan, Australien, läuft die 100 Meter Hürden in 12,5 Sekunden. 12. Mai: John Akii-Bua, Uganda, läuft die 400 Meter Hürden der Herren in 47,82 Sekunden. 15. Juni: Annelie Ehrhardt, DDR, läuft die 100 Meter Hürden der Damen in 12,5 Sekunden. 2. September: John Akii-Bua, Uganda, läuft die 400 Meter Hürden der Herren in 47,82 Sekunden. 14. September: Anders Gärderud, Schweden, läuft die 3000 Meter Hindernis der Herren in 8:20,8 Minuten.

Sprungbewerbe 24. März: Jordanka Blagoewa, Bulgarien, erreicht im Hochsprung der Damen 1,94 Meter. 12. Juni: Kjell Isaksson, Schweden, springt im Stabhochsprung der Herren 5,55 Meter. 23. Juni: Der Schwede Kjell Isaksson und der US-Amerikaner Bob Seagren erreichen am selben Tag im Stabhochsprung der Herren 5,59 Meter. 2. Juli: Bob Seagren, USA, springt im Stabhochsprung der Herren 5,63 Meter. 17. Oktober: Wiktor Sanejew, Sowjetunion, springt im Dreisprung der Herren 17,44 Meter.

Wurfbewerbe 24. Februar: Faina Melnik, Sowjetunion, erreicht im Diskuswurf der Damen 65,48 Meter. 4. April: Faina Melnik, Sowjetunion, erreicht im Diskuswurf der Damen 66,76 Meter. 11. Juni: Ewa Gryziecka, Polen, erreicht im Speerwurf der Damen 62,70 Meter. 11. Juni: Ruth Fuchs, DDR, erreicht im Speerwurf der Damen 65,06 Meter. 6. Juli: Jānis Lūsis, Sowjetunion, wirft im Speerwurf der Herren 93,8 Meter. 5. August: Ricky Bruch, Schweden, erreicht im Diskuswurf der Herren 68,4 Meter. 7. September: Nadeschda Tschischowa, Sowjetunion, stößt im Kugelstoßen der Damen 21,03 Meter. 23. September: Argentina Menis, Rumänien, wirft im Diskuswurf der Damen 67,32 Meter.

Motorsport Automobilsport 23. Januar bis 8. Oktober: Automobil-Weltmeisterschaft 1972 18. März bis 4. November: USAC-Championship-Car-Saison 1972 11. bis 12. Juni: 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1972 15. bis 24. September: Tour de France für Automobile 1972

Motorradsport Motorrad-Weltmeisterschaft 1972

Radsport 27. Februar: Cyclocross-Weltmeisterschaften in Prag 21. Mai bis 11. Juni: Giro d’Italia 1972 1. bis 23. Juli: Tour de France 1972

Segelflug 25. April: Hans-Werner Grosse stellt mit seinem Flug über 1461 km von Lübeck nach Biarritz mit einer Schleicher ASW 12 einen Streckensegelflug-Weltrekord auf, der über 30 Jahre Bestand hat.

Tischtennis Tischtennis-Europameisterschaft 1972 15. bis 22. April in Rotterdam (Niederlande) Länderspiele Deutschlands (Freundschaftsspiele) 8. Januar: Lübeck: D. – China 3:4 (Herren) 8. Januar: Lübeck: D. – China 5:4 (Damen) 25. August: Krumpendorf: D. – Österreich 5:3 (Herren) 29. November: Osnabrück: D. – Süd-Korea 4:5 (Herren) 29. November: Osnabrück: D. – Süd-Korea 2:5 (Damen) Europaliga 23. Februar: Remscheid: D. – CSSR 2:4 (Damen + Herren) 29. Februar: Neuwied: D. – UdSSR 2:5 (Damen + Herren) 10. März: Croix: D. – Frankreich 5:2 (Damen + Herren) 27. Oktober: Bad Kreuznach: D. – Schweden 4:3 (Damen + Herren) 22. November: Leeds: D. – England 5:2 (Damen + Herren) 14. Dezember: Rastatt: D. – Frankreich 4:3 (Damen + Herren)

Geboren Januar 1. Januar: Youssef Khanfar Al-Shakali, omanischer Radrennfahrer 1. Januar: Giovanni Pretorius, südafrikanischer Boxer († 2021) 1. Januar: Lilian Thuram, französischer Fußballspieler 1. Januar: Wardan Woskanjan, armenischer Judoka

mini|125px|Luís Pérez Companc 2. Januar: Luís Pérez Companc, argentinischer Automobilrennfahrer und Unternehmer 3. Januar: Christina Georgiewa, bulgarische Leichtathletin 5. Januar: Ramzy al-Duhami, saudi-arabischer Springreiter 5. Januar: Ulrik Kirkely, dänischer Handballspieler und -trainer 5. Januar: Dmitrij Torgowanow, russischer Handballspieler 5. Januar: Vincent Vosse, belgischer Automobilrennfahrer 7. Januar: Paweł Jaroszek, polnischer Eisschnellläufer 7. Januar: Shane Kelly, australischer Bahnradsportler 7. Januar: Jörg Lucke, deutscher Ruderer mini|125px|Swetlana Schurowa 7. Januar: Swetlana Schurowa, russische Eisschnellläuferin 8. Januar: Giuseppe Favalli, italienischer Fußballspieler 11. Januar: Thomas Hoersen, deutscher Fußballspieler 11. Januar: Mike Sheron, englischer Fußballspieler 11. Januar: Marcelo Torrico, bolivianischer Fußballspieler 11. Januar: Yang Wenyi, chinesische Schwimmerin 12. Januar: Gabriel Aynat, spanischer Radrennfahrer 13. Januar: Stefan Beinlich, deutscher Fußballspieler 13. Januar: Wital Schtscherba, weißrussischer Kunstturner 13. Januar: Song Yong-hun, nordkoreanischer Eisschnellläufer 13. Januar: Alexei Wassiljew, russischer Automobilrennfahrer 15. Januar: Shelia Burrell, US-amerikanische Leichtathletin 15. Januar: Mark Carroll, irischer Leichtathlet 16. Januar: Salah Hissou, marokkanischer Langstreckenläufer 18. Januar: Kjersti Plätzer, norwegische Leichtathletin 19. Januar: Elena Kaliská, slowakische Kanutin 19. Januar: Arjan Schreuder, niederländischer Eisschnellläufer 19. Januar: Petko Stefanow, bulgarischer Leichtathlet 21. Januar: Heryanto Arbi, indonesischer Badmintonspieler 21. Januar: Magali Faure, französische Bahnradsportlerin 21. Januar: Sead Kapetanović, bosnisch-herzegowinischer Fußballspieler 21. Januar: Sabina Valbusa, italienische Skilangläuferin 21. Januar: Javier Yubero, spanischer Fußballspieler († 2005) 25. Januar: Matthew Alosa, US-amerikanisch-italienischer Basketballspieler 25. Januar: Pauli Jaks, Schweizer Eishockeyspieler 25. Januar: Brian Lima, samoanischer Rugbyspieler 25. Januar: Silke Rottenberg, deutsche Fußballspielerin 25. Januar: Mamadou Thiam, französischer Boxer 26. Januar: Jewhen Buslowytsch, ukrainischer Ringer († 2007) 27. Januar: Nathan Blake, walisischer Fußballspieler 27. Januar: Mirjam Ott, Schweizer Curlerin 27. Januar: Tobias Steinhauser, deutscher Radrennfahrer 28. Januar: Gøril Kringen, norwegische Fußballspielerin 29. Januar: Olga Anissimowa, russische Biathletin 29. Januar: Thomas Wapp, Schweizer Badmintonspieler 30. Januar: Ihar Iwaschinzou, belarussischer Segler 30. Januar: Chris Simon, kanadischer Eishockeyspieler († 2024) 31. Januar: Manfred Kainz, österreichischer Motorradrennfahrer und -teambesitzer 31. Januar: Niels van der Steen, niederländischer Radrennfahrer

Februar 1. Februar: Wjatschaslau Chamulkin, belarussischer Wasserspringer 1. Februar: Sjarhej Laurenau, belarussischer Boxer 1. Februar: Makio Madarame, japanischer Radrennfahrer 1. Februar: Johan Walem, belgischer Fußballspieler

mini|125px|Christian Ziege 1. Februar: Christian Ziege, deutscher Fußballspieler 1. Februar: Aaron Ziercke, deutscher Handballspieler und Handballtrainer 3. Februar: Georg Koch, deutscher Fußballspieler († 2026) 6. Februar: Greger Artursson, schwedischer Eishockeyspieler 7. Februar: Chris Lieto, US-amerikanischer Triathlet 7. Februar: Dagmar Pohlmann, deutsche Fußballspielerin 8. Februar: Piotr Gładki, polnischer Marathonläufer († 2005) 8. Februar: Paul Wight, US-amerikanischer Wrestler 9. Februar: Darren Ferguson, schottischer Fußballspieler und -trainer 11. Februar: Ralf Ewen, deutscher Fußballspieler und -trainer 11. Februar: Bruce Gardiner, kanadischer Eishockeyspieler 11. Februar: Kelly Slater, US-amerikanischer Surfer 11. Februar: Geert Van der Stricht, belgischer Schachspieler 12. Februar: Thomas Koch, deutscher Schachspieler 12. Februar: Owen Nolan, kanadischer Eishockeyspieler

mini|125px|Virgilijus Alekna 13. Februar: Virgilijus Alekna, litauischer Diskuswerfer