Österreichische Baudenkmäler (kurz Bautenserie) ist eine österreichische Dauermarkenserie, die von 1957 bis 1970 erschien. Sie umfasst 34 Briefmarken. Jede Marke zeigt ein österreichisches Bauwerk.

Die Entwürfe der Marken stammen von den Künstlern Adalbert Pilch, Hans Strohofer und Otto Zeiller; die Stiche der Werte 1 Schilling (Basilika von Mariazell) und 10 Schilling von Georg Wimmer und der Stich der 20-Schilling-Marke von Rudolf Toth.„Bautenserie“, Bauwerke und Baudenkmäler, abgerufen am 8. Dezember 2016.

Zum Drucken der Serie wurden die Druckverfahren Stichtiefdruck, Buchdruck, Offsetdruck (Österreichische Staatsdruckerei) und Rastertiefdruck (Harrison & Sons Ltd. London) angewendet.

Bildformat Die Briefmarken wurden in vier verschiedenen Bildformaten hergestellt; die Angaben betreffen Breite mal Höhe: Werte von 20 Groschen bis 8 Schilling: 20,5 × 24,5 mm Der Wert von 10 Schilling: 21,5 × 27,5 mm Der Wert von 20 Schilling: 28 × 37 mm Kleinere Marken aus Postwertzeichengebern: 17,5 × 20,5 mm

Zähnung Für die Zähnung der Marken wurde Kammzähnung verwendet. Es kommen drei verschiedene Zähnungsmaße vor: K 14, K 14:13,75 und K 14:15.

Besonderheiten Die Briefmarke zu 1 Schilling (Basilika von Mariazell) wurde in vier verschiedenen Druckverfahren hergestellt: Ab 19. Januar 1957: Offsetdruck (so wie die anderen Werte) Ab 22. Juni 1957: Stichtiefdruck Ab 25. Oktober 1957: Buchdruck Kleinere Marke zur Ausgabe durch Postwertzeichengeber (Münzautomaten, von der Rolle oder als kartonierte Heftchen mit einer Mischung der Werte 0,50, 1,- und 1,50 S) ab 1. Februar 1960: Rastertiefdruck

Besonders beliebt ist diese Serie bei Spezialsammlern, welche die vielen Variationen (Druckunterschiede, Plattenfehler, Farbdifferenzen etc.) unterscheiden.

Die Markenmotive zeigen Gebäude von hohem architektonischen Wert aus unterschiedlichen Epochen. Das jüngste Gebäude ist dabei der Tower des Flughafen Wien-Schwechat (Objekt 240), das bei Erscheinen der Briefmarke gerade sechs Jahre alt war. Dies ist zugleich das einzige der abgebildeten Gebäude, das mittlerweile nicht mehr existiert, da es 2005 abgerissen wurde.

Marktwert Da diese Serie bis zur Währungsumstellung auf Euro im Jahre 2002 frankaturgültig und in Gebrauch war, ist das Marktangebot hoch.

In postfrischem Zustand sind die Werte von 2 Schilling (Gnadenkirche von Christkindl), 10 Schilling (Burg Heidenreichstein) und 20 Schilling (Stift Melk) am gefragtesten. In gestempeltem Zustand sind bei Onlineauktionen beispielsweise für einen Euro etwa 1000 Marken erhältlich, was einem Preis von 0,1 Eurocent je Marke entspricht.

Die komplette Serie mit 34 Werten ist sauber gestempelt um 5 Euro zu haben, postfrisch um 2 Euro (Stand: 2006). Einzelne schön gestempelte Briefmarken (mit Rundstempel und gut lesbarer Datums- und Ortsangabe) werden wesentlich höher gehandelt. Spezialsammler, welche die vielen Variationen (Druckunterschiede, Plattenfehler, Farbdifferenzen etc.) unterscheiden, sind bereit, hierfür höhere Summen zu zahlen.

Die hier angegebenen Preise sind Erfahrungswerte und nicht mit den Katalogpreisen zu vergleichen, die meistens viel höher werten. Katalogpreise eignen sich jedoch, um Briefmarken untereinander vergleichen zu können.

Auflagezahlen Die Auflagezahlen der Briefmarken sind nicht bekannt; die häufigsten Stücke sind die Werte von 50 Groschen, 1 Schilling (Basilika von Mariazell), 1,50 Schilling und 2 Schilling (Lindwurmbrunnen in Klagenfurt), da diese Wertstufen über lange Zeit häufig verwendete Portostufen abdeckten.

Man darf annehmen, dass einige dieser Werte eine Auflagenzahl von mehreren hundert Millionen Stück haben. Die seltensten Werte dieser Serie sind 3,40 Schilling, 6,40 Schilling und 20 Schilling.

Liste der Ausgaben Werte in Schilling Motiv Farbe Ausgabedatum Michel-Nummer 0,20 Bauernhof in Mörbisch grauviolett 1102 0,30 Wiener Rathaus schwarzoliv 1111 0,40 Schloss Porcia in Spittal / Drau rot 1112 0,50 Karl-Marx-Hof in Wien-Heiligenstadt grauschwarz 1044 0,60 Ledererturm in Wels dunkelkarminbraun 1113 0,70 Residenzbrunnen in Salzburg schwarzblau 1114 0,80 Bauernhof im Pinzgau olivbraun 1115 1,00 Basilika von Mariazell (StTdr.) violettbraun 1035 1,00 Basilika von Mariazell (Bdr.) violettbraun 1037 1,00 Basilika von Mariazell (Odr.) dunkelsiena 1045 1,00 Kreuzgang in Millstatt dunkelsiena 1324 1,20 Kornmesserhaus in Bruck an der Mur lila 1116 1,30 Schattenburg in Feldkirch dunkelgelbgrün 1232 1,40 Landhaus Klagenfurt grünblau 1046 1,50 Rabenhof in Wien-Erdberg lilarot 1047 1,80 Münzturm in Hall in Tirol violettblau 1048 2,00 Gnadenkirche Christkindl grautürkis 1049 2,00 Lindwurmbrunnen in Klagenfurt violettultramarin 1256 2,20 Beethovenhaus in Wien-Heiligenstadt smaragdgrün 1117 2,50 Donaubrücke in Linz blauviolett 1118 3,00 Schweizertor in der Wiener Hofburg lebhaftviolettultramarin 1119 3,40 Steiner Tor in Krems oliv 1050 3,50 Schloss Esterházy in Eisenstadt dunkellilarosa 1120 4,00 Wienertor in Hainburg violett 1051 4,50 Flughafen Wien-Schwechat schwarzblaugrün 1052 5,50 Churer Tor in Feldkirch dunkelolivgrau 1053 6,00 Grazer Landhaus blauviolett 1054 6,40 Goldenes Dachl in Innsbruck kobalt 1055 8,00 Rathaus in Steyr dunkelkarminbraun 1194 10,00 Burg Heidenreichstein dunkelblaugrün 1038 20,00 Stift Melk lilarosa 1128 0,50 Karl-Marx-Hof in Wien-Heiligenstadt (Kleinformat) grauschwarz 1153 1,00 Basilika von Mariazell (Kleinformat) dunkelbraun 1073 1,50 Rabenhof in Wien-Erdberg (Kleinformat) karmin 1178

Quellen und Literatur Michel-Katalog

Weblinks Österreichische Baudenkmäler. Philatelieshop der österreichischen Post.

Einzelnachweise

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