Horst Jakob Rosenkranz (* 16. April 1943 in Niederösterreich) ist ein rechtsextremer österreichischer Publizist und ehemaliger Politiker.zu Horst Rosenkranz siehe Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes - Rechtsextreme Funktionäre, Aktivisten und Ideologen (PDF; 1,6 MB) Er ist mit der ehemaligen FPÖ-Politikerin Barbara Rosenkranz verheiratet.

Politische Betätigung Rosenkranz ist ein ehemaliger Parteifunktionär, der gegen das Verbotsgesetz verstieß, da er der vom Verfassungsgerichtshof (VfGH) aufgelösten Nationaldemokratischen Partei (NDP) und der Partei Ein Herz für Inländer angehörte. Im Nationalratswahlkampf 1990 trat er als Spitzenkandidat der Liste „Nein zur Ausländerflut“ auf, die er mit Gerd Honsik gegründet hatte.Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes: Volksbewegung / auch: Volksbewegung gegen Überfremdung; Ausländer-Halt-Bewegung Die Liste wurde ebenfalls wegen NS-Wiederbetätigung von der zuständigen Kreiswahlbehörde in Wien nicht zur Nationalratswahl zugelassen. Die Nichtzulassung wurde später vom VfGH bestätigt.VfGH Erkenntnis vom 28. Februar 1991 VfSlg. 12646 Zu Beginn der 1990er Jahre übernahm Rosenkranz die Obmannschaft des als revisionistisch geltenden Vereins zur Förderung der ganzen Wahrheit. Zur selben Zeit war er Vorsitzender der Partei Kritische DemokratenDÖW: Kritische Demokraten/fakten und Unterstützer des überparteilichen Volksbegehrens Österreicher für Österreich. Zudem ist er Herausgeber der Zeitschrift Fakten, die vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) als rechtsextrem eingestuft wird.Chamber judgment in the case of Scharsach and News Verlagsgesellschaft mbH v. Austria, Pressemitteilung des EGMR, 13. November 2003 Er hielt auch wiederholt Vorträge für die als rechtsextrem eingestufte Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik (AFP). Rosenkranz, der sich selbst als „rechts denkenden Menschen“ beschreibt, hat sich mittlerweile weitgehend ins Privatleben zurückgezogen und zeigt sich nur selten bei offiziellen Veranstaltungen. Allerdings tritt er wiederholt bei Veranstaltungen der FPÖ als Redner auf.Peter Mayr: Ein Rechtsextremer spielt die „Mutterrolle“. In: Der Standard vom 4. März 2010

Familie Horst Jakob Rosenkranz ist Ehemann der ehemaligen niederösterreichischen Landesrätin und Kandidatin für die Bundespräsidentenwahl 2010 Barbara Rosenkranz (FPÖ), mit der er gemeinsam zehn Kinder hat (sechs Töchter und vier Söhne). In einem Interview im März 2010 verteidigte Barbara Rosenkranz ihren Ehemann damit, dass sie Wert darauf lege, dass ihr Ehemann ein unbescholtener Bürger sei und nicht „in einem falschen Licht“ dargestellt werden solle.ORF Videothek: Trotzdem gab sie im April 2010 im Vorfeld der Bundespräsidentenwahl an, dass sie die politischen Ansichten ihres Ehemannes „natürlich nicht“ teile und der Meinung wäre, man könne „eine Ehe führen, ohne dass man sich in allen Dingen einig ist“.https://newsv1.orf.at/100413-50094/

Einzelnachweise

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