mini|Schloss Gottesaue
Die Hochschule für Musik Karlsruhe (englisch University of Music Karlsruhe) ist eine vom Land Baden-Württemberg getragene Hochschul-Einrichtung für die künstlerische und wissenschaftliche Berufsausbildung von Musikern, Komponisten, Musikwissenschaftlern, Musikjournalisten und für Musik/Computer Technologie.
Geschichte Die Hochschule für Musik reicht in ihren ersten Anfängen auf das Jahr 1812 zurück. Damals entstand zunächst in einer privaten Initiative, die von der Stadt Karlsruhe unterstützt wurde, ein „Musikalisches Bildungsinstitut für Bläser“ und zwei Jahre später eine „Singanstalt“. Diese wurden 1837 zu einer „Musikausbildungsstätte“ erweitert, in der mit staatlicher und städtischer Förderung nach festen Lehrplänen unterrichtet wurde. 1910 vereinigte sie sich mit dem „Großherzoglichen Konservatorium“, das im Jahr 1883 von Heinrich Ordenstein gegründet worden war.Joachim Draheim: Lehranstalten. in: Karlsruher Musikgeschichte. Info Verlag, Karlsruhe 2004, ISBN 3-88190-357-7, S. 45. Das so entstandene Institut wurde 1929 zur „Badischen Hochschule für Musik“ ernannt. 1971 wurde die Hochschule vom Land Baden-Württemberg übernommen und in die „Staatliche Hochschule für Musik Karlsruhe“ überführt. Diese hat ihren Hauptsitz seit 1989 in Schloss Gottesaue in der Karlsruher Oststadt.Schloss Gottesaue auf karlsruhe-tourismus.de, abgerufen am 21. Februar 2014. Die Hochschule für Musik Karlsruhe wird von rund 563 Studenten besucht (Sommersemester 2023) und einem Lehrkörper aus 55 hauptamtlichen Professoren oder Lehrkräften sowie rund 296 Mitarbeitern betreut (Stand 2022).
Ausbildungsfächer Künstlerisches Lehramt an Gymnasien (Schulmusik) Diplom Komposition Bachelor Arte/Magister Arte für Instrumentalmusik, Gesang, Dirigieren, Oper M.A. Klavierkammermusik, Liedgestaltung, Korrepetition Historische Tasteninstrumente B.A./M.A. Musikjournalismus für Rundfunk und Multimedia B.A. KulturMediaTechnologie (in Kooperation mit der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft) B.A./M.A. Musikwissenschaft/Musikinformatik Solistenexamen Ergänzungsstudium
Besonderheiten Mit dem ComputerStudio verfügt die Hochschule über einen umfassend ausgestatteten Studiokomplex für Computermusik. Er besteht aus mehreren Projektstudios, Audio/Video- und VR-Labs, Seminar- und Aufführungsräumen.Ausbildungsziel kompositorische Freiheit in: Neue Musikzeitung. 4/99 – 48. Jahrgang. Bosse Verlag, Regensburg/München 1999, . Die Studiengänge B.A.-/M.A. „Musikjournalismus für Rundfunk und Multimedia“ und B.A-KulturMediaTechologie betreiben ein eigenes Radioprogramm. Das Programm des Instituts LernRadio, Der junge KulturkanalWebseite auf jungerkulturkanal.de, sendet 45 h pro Woche aus dem hochschuleigenen Sendestudio und verbreitet wöchentlich im Rhein-Neckar Fernsehen sowie auf Baden TV und über Internet das Web-TV-Studentenmagazin ExtraHertz. auf extrahertz.de auf baden-tv.com vom 7. Februar 2014
Im Frühjahr 2013 wurde dort mit dem Multimediakomplex mit Institutsflügel, Konzertsaal und neuem Sendestudio des Lernradios der Campus One Karlsruhe bezogen.
Mit der Hochschule verbundene Personen
Dozenten, Professoren (Auswahl) Bekannte Absolventen (Auswahl) Albrecht Breuninger, Violine Boris Björn Bagger (1955–2024), Gitarre Matthias Böhringer, Eduard Brunner (1939–2017), Klarinette Reinhold Friedrich (* 1958), Trompete Markus Hechtle (* 1967), Komposition Hartmut Höll (* 1952), Liedgestaltung Ulf Hoelscher (* 1942), Violine Márton Illés (* 1975), Musiktheorie Jörg-Wolfgang Jahn (* 1936), Violine und Kammermusik Joachim Krebs (1952–2013), Klavier Johannes Lüthy, Viola Wolfgang Meyer (1954–2019), Klarinette Stephan Mösch (* 1964), Ästhetik, Geschichte und Künstlerische Praxis des Musiktheaters Hanno Müller-Brachmann (* 1970), Gesang, Isao Nakamura, Schlagzeuger Martin Ostertag (* 1943), Violoncello Peter Overbeck (* 1963), Trimediale Produktion Kalle Randalu (* 1956), Klavier Wolfgang Rihm (1952–2024), Komposition Susanne Regel (* 1974), Historische Oboeninstrumente Sabine Schäfer (* 1957), Improvisation Marga Schiml (* 1945), Gesang Siegfried Schmalzriedt (1941–2008), Musikwissenschaft Bruno Schneider (* 1957), Horn Thomas Seedorf (* 1960), Musikwissenschaft Mitsuko Shirai (* 1947), Gesang Fany Solter (* 1944), Klavier, Klavierkammermusik Sontraud Speidel (* 1944), Klavier Edward Tarr (1936–2020), Trompete Saule Tatubaeva, Klavier/Klavierkammermusik Michael Uhde, Klavier, Kammermusik Andreas Weiss (* 1952), Dirigieren Lucretia West, Gesang Carsten Wiebusch (* 1969), Orgel Matthias Wiegandt (* 1965), Musikwissenschaft Will Sanders (* 1965), Horn Frieda Hodapp (1880–1949), Pianistin Tony Marshall (1938–2022), Sänger Wolfgang Rihm (1952–2024), Komponist Hakim Ludin (* 1955), Percussionist Michael Benedict Bender (* 1958), Kirchenmusikdirektor Lothar Arnold (* 1959), Musiker und Schachspieler Moon-suk Kang (* 1965), Sängerin Cristina Bravo (* 1968), Sängerin Andrea Lorenzo Scartazzini (* 1971), Komponist Tarja Turunen (* 1977), Sängerin Maria Azova (* 1983), Violine Ji-Hae Park (* 1985), Violine Maria-Elisabeth Lott (* 1987), Violine Fauré Quartett (seit 1995), Klavierquartett Matthias Manasi (* 1969), Pianist, Dirigent Sergei Chatschatrjan (* 1985), Violine
Literatur Joachim Draheim: Karlsruher Musikgeschichte. (= Hoepfner-Bibliothek im Info Verlag.) Info Verlag, Karlsruhe 2004, ISBN 3-88190-357-7.
Weblinks
Homepage
Website des Instituts für Musikjournalismus (früher LernRadio) auf lernradio.de Der junge Kulturkanal-Webseite auf jungerkulturkanal.de (Institut LernRadio)
Quellen
Kategorie:Hochschule in Karlsruhe Kategorie:Musik (Karlsruhe) Karlsruhe, Hochschule fur Musik Kategorie:Oststadt (Karlsruhe) Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 1971