Der Olof-Palme-Preis wird seit 1987 vom Olof-Palme-Gedächtnisfond für internationale Verständigung und gemeinsame Sicherheit in Stockholm vergeben, um das Andenken an den schwedischen Politiker Olof Palme zu ehren. Gestiftet wurde der Preis von der Familie Olof Palmes und dem Vorstand der Sozialdemokratischen Partei. Zweck des Fonds ist, durch Stipendien und Zuschüsse die Möglichkeiten junger Menschen zu internationalem Austausch und zu Studien von Frieden und Abrüstung zu fördern, die Arbeit gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit zu unterstützen sowie auf andere Weise für internationale Verständigung und gemeinsame Sicherheit zu wirken. Der Olof-Palme-Preis wird alljährlich durch den Vorstand des Gedächtnisfonds für eine „besonders hervorragende Leistung“ verliehen und ist mit 100.000 US-Dollar dotiert (Stand 2023).

Preisträger 1987: Cyril Ramaphosa 1988: Javier Pérez de Cuéllar 1989: Václav Havel 1990: Harlem Désir und SOS Racisme 1991: Amnesty International 1992: Arzu Abdullayeva und Anahit Bayandour 1993: Students for Sarajevo 1994: Wei Jingsheng 1995: Fatah Jugendorganisation, Labour Young Leadership und Schalom Achschaw 1996: Casa Alianza unter der Leitung von Bruce Harris 1997: Salima Ghezali 1998: Die unabhängigen Medien im ehemaligen Jugoslawien – vertreten durch Veran Matić, Senad Pecanin und Victor Ivancic 1999: Kurdo Baksi, Björn Fries und Föräldragruppen i Klippan 2000: Bryan Stevenson 2001: Fazle Hasan Abed 2002: Hanan Aschrawi 2003: Hans Blix 2004: Ljudmila Alexejewa, Sergei Kowaljow und Anna Politkowskaja 2005: Aung San Suu Kyi 2006: Kofi Annan und Mossaad Mohamed Ali 2007: Parvin Ardalan 2008: Denis Mukwege 2009: Carsten Jensen 2010: Eyad al-Sarraj 2011: Lydia Cacho, Roberto SavianoPalme-Preis an Autoren Saviano und Cacho. Salzburger Nachrichten am 23. Januar 2012. Abgerufen am 27. Januar 2013 2012: Radhia NasraouiRadhia Nassraoui reçoit le Prix Olof Palme pour les droits de l’Homme de 2012. Abgerufen am 27. Januar 2013 2013: Rosa Taikon, Silberschmiedin und Vorsprecherin der Rechte der Sinti und Roma in Schweden.http://sverigesradio.se/sida/artikel.aspx?programid=2108&artikel=5749557 2014: Xu Youyu, Philosophieprofessor für seinen Einsatz für Demokratie und Redefreiheit in China.http://sverigesradio.se/sida/artikel.aspx?programid=2108&artikel=6047268 2015: Gideon Levy, israelischer Journalist, und Mitri Raheb, lutherischer Pastor in Bethlehem 2016: Spyridon Galinos, Bürgermeister in Lesbos und Giusi Nicolini, Bürgermeisterin in Lampedusa und Linosa 2017: Hédi Fried und Emerich Roth, Holocaust-Überlebende 2018: Daniel Ellsberg, Whistleblower 2019: John le Carré, SchriftstellerJohn le Carré bekommt Olof-Palme-Preis. deutschlandfunkkultur.de, erschienen und abgerufen am 10. Januar 2020 2020: Black Lives Matter Global Network Foundation 2021: Keine Verleihung, wegen COVID-PandemieBernd Marzi, Absage des Olof-Palme-Friedenspreises 2021 auf spd-stormarn.de, 11. Januar 2021. 2022: Patricia Gualinga (ecuadorianische Indigenenaktivistin) 2023: Marta Tschumalo (ukrainische Frauenrechtsaktivistin), Eren Keskin (türkische Menschenrechtsaktivistin) und Narges Mohammadi (iranische Menschenrechtsaktivistin) 2024: Bellingcat (international tätiges Recherchenetzwerk) abgerufen am 23. Juli 2024 2025: Utøya 2026: Navanethem Pillay und John Dugard

Weblinks Olof Palme Gedächtnisfond für internationale Verständigung und gemeinsame Sicherheit

Einzelnachweise

Kategorie:Auszeichnung (Politik) Kategorie:Schwedische Auszeichnung Kategorie:Olof Palme Kategorie:Erstverleihung 1987