Louis Gruenberg (* 3. August 1884 in Brest-Litowsk, damals Russland; † 9. Juni 1964 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Pianist und Komponist.
Leben und Werk Gruenberg, 1884 in Brest-Litowsk geboren, lebte seit dem zweiten Lebensjahr in den Vereinigten Staaten. Hier begann er auch seine musikalische Laufbahn und studierte Klavier bei Adele Margulies in New York. Er ging dann jedoch nach Europa und vertiefte hier seine Ausbildung: Neben dem Kompositionsstudium in Berlin und Wien wurde er Schüler Ferruccio Busonis und begann 1912 eine erfolgreiche Pianistenkarriere. Mit anderen Schülern Busonis besuchte er auch Heinrich Vogeler in Worpswede, der 1913 und 1920 Porträts des Pianisten fertigstellte. Im Jahre 1919 kehrte Gruenberg in die USA zurück und verlegte den Schwerpunkt seines Wirkens auf die Komposition. Daneben war er in verschiedenen Komponistenvereinigungen aktiv.
Gruenberg war ein ausgesprochen produktiver und vielseitiger Komponist. Er schuf zwölf Opern, Ballettmusik, vier Sinfonien, zwei Klavierkonzerte, ein Violin- und ein Cellokonzert, weitere Orchesterwerke, Kammermusik für unterschiedliche Besetzungen, Lieder und Klaviermusik. Er war in seinen Werken nicht auf einen bestimmten Stil festgelegt und versuchte in vielen Kompositionen, Elemente des Jazz in die zeitgenössische klassische Musik einzubauen, dank seines Einfallsreichtums und seiner handwerklichen kompositorischen Geschicklichkeit hatte er mit dieser Stil-Verbindung einigen Erfolg. Seine Filmmusik brachte ihm drei Oscar-Nominierungen ein.
Für den Regisseur Robert Rossen schrieb er 1949 den Soundtrack zum Film Der Mann, der herrschen wollte (All the King's Men) mit Broderick Crawford in der Hauptrolle, der für seine Darstellung einen Oscar gewann.
1947 wurde er in die American Academy of Arts and Letters gewählt.
Preisverleihungen 1940: Oscar-Nominierung für Louis Gruenberg in der Kategorie „Best Score“ bei der Verleihung 1941 für The Fight for LifeOscar-Nominierung für Louis Gruenberg in der Kategorie „Best Score“ bei der Verleihung 1941 für The Fight for Life 1941: Oscar-Nominierung für Louis Gruenberg in der Kategorie „Best Score“ bei der Verleihung 1942 für So Ends Our NightOscar-Nominierung für Louis Gruenberg in der Kategorie „Best Score“ bei der Verleihung 1942 für So Ends Our Night 1943: Oscar-Nominierung für Louis Gruenberg in der Kategorie „Best Score“ bei der Verleihung 1944 für Commandos Strike at DawnOscar-Nominierung für Louis Gruenberg in der Kategorie „Best Score“ bei der Verleihung 1944 für Commandos Strike at Dawn
Filmografie (Auswahl) 1940: The Fight for Life 1941: So Ends Our Night 1942: Commandos Strike at Dawn 1944: An American Romance 1945: Counter-Attack 1947: The Gangster 1948: Triumphbogen (Arch of Triumph) 1948: Smart Woman 1949: Der Mann, der herrschen wollte (All the King's Men) 1950: Quicksand
Konzertwerke Oper 1913: The Bride of the Gods, Libretto von Busoni, übersetzt von C. H. Meltzer 1923: The Dumb Wife, Libretto nach The Man Who Married a Dumb Wife von Anatole France nach Rabelais 1931: Jack and the Beanstalk, Libretto von John Erskine 1931: Emperor Jones, Libretto nach einem Stück von Eugene O’Neill 1936: Queen Helen 1937: Green Mansions (Radio opera), Libretto nach einem Roman von William Henry Hudson 1938: Helena's Husband, Libretto von P. Moeller 1945: Volpone, Libretto nach Motiven von Ben Jonson 1954: One Night of Cleopatra, Libretto nach Motiven von T. Gautier 1955: The Delicate King, Libretto nach Motiven von Alexandre Dumas 1955: Antony and Cleopatra, Libretto nach Motiven von Shakespeare
Orchester 1919: The Hill of Dreams 1925: The Daniel Jazz 1944: Concerto for Violin and Orchestra, Op. 47
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Komponist (Vereinigte Staaten) Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert) Kategorie:Klassischer Pianist Kategorie:Filmkomponist Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Letters Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1884 Kategorie:Gestorben 1964 Kategorie:Mann