Schöndorf ist eine Gemeinde im thüringischen Saale-Orla-Kreis. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Ranis-Ziegenrück.
Geographie Schöndorf liegt östlich der Stadt Ziegenrück und westlich der Stadt Schleiz im Schleizer Oberland im Südostthüringer Schiefergebirge. Eine Ortsverbindungsstraße hat Anschluss an die Landesstraße 2350.
Geschichte
Geschichte des Ortes Schöndorf Der Ort gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Ziegenrück und kam nach dessen auf dem Wiener Kongress beschlossenen Abtretung mit dem Großteil des Neustädter Kreises zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach.
Geschichte der politischen Gemeinde Schöndorf Am 1. Juli 1979 wurden die drei Orte Schöndorf (1378)Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 255., Tausa (1378) und Külmla (1378) zur politischen Gemeinde Schöndorf zusammengelegt. In Klammern ist die urkundliche Ersterwähnung.Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 255, 281, 155.
Im Jahr 2004 bekam die Gemeinde ihr heutiges Wappen.Sven Samesch, Ersteller des Wappens
Seit dem 9. März 1995 gehört die Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Ranis-Ziegenrück an, die für die Gemeinde die Verwaltungsaufgaben übernommen hat.
Kirche alternativtext=Ansicht von Schöndorf|mini|309x309px|Blick auf Schöndorf vom gegenüberliegenden Tafelberg aus. alternativtext=Ansicht des Wappens der Gemeinde Schöndorf|mini|308x308px|Das Wappen der Gemeinde Schöndorf St. Johannes (Schöndorf (bei Schleiz))
Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember): 1994: 341 1995: 341 1996: 327 1997: 333 1998: 347 1999: 344 2000: 337 2001: 327 2002: 322 2003: 312 2004: 308 2005: 299 2006: 301 2007: 298 2008: 295 2009: 292 2010: 290 2011: 293 2012: 298 2013: 290 2014: 279 2015: 275 2016: 276 2017: 274 2018: 276 2019: 270 2020: 267 2021: 256 2022: 260 2023: 263 2024: 263 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Denkmale
Auf dem Friedhof von Schöndorf erinnert das Grabdenkmal eines umgekommenen Zwangsarbeiters aus Polen daran, dass hier und in Külmla während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeiter eingesetzt waren: bei Bauern und auf dem Hof des Gutsbesitzers Golle in Külmla, wo auch Kinder zu Zwangsarbeit verpflichtet wurden.Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Band 8: Thüringen. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 229.
An der Kirche ist eine Tafel angebracht, die an alle Gefallenen der drei Dörfer Schöndorf, Tausa und Külmla während des Zweiten Weltkrieges erinnert, sie sind dort alle aufgelistet.Dorf- und Heimatverein Gemeinde Schöndorf e. V. - Pflegt die Denkmäler der Gemeinde
Am Südeingang des Friedhofes befindet sich das Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Es trägt die Inschrift „unsere Helden“ und darunter sind alle Gefallenen des Dorfes Schöndorf mit Todesdatum aufgeführt.
Wappen Nach der Zusammenlegung der Orte Külmla, Schöndorf und Tausa zur Gemeinde Schöndorf benutzte diese ein rundes Siegel mit einem Lindenbaum in der Mitte und Getreideähren jeweils rechts und links.Giedela Schneider, ehem. Bürgermeisterin der Gemeinde Schöndorf
Im Jahr 2003 beschloss die Gemeinde ein neues Wappen für die Gemeinde zu entwerfen und rief einen Wettbewerb zur Einreichung von Vorschlägen aus. Der Entwurf von Sven Samesch wurde ausgewählt. Das Wappen wurde am 13. Juni 2003 während der 625-Jahr-Feier der Öffentlichkeit vorgestellt und noch im selben Jahr offiziell eingeführt.Hans-Jürgen Wiedner, Bürgermeister der Gemeinde Schöndorf
Das Wappen fügt Elemente des alten Wappens zu einem neuen zusammen. Die silberne Tinktur mit dem roten Pfahl ist aus dem Tausaer Wappen entnommen, es steht für die drei Güter die Tausa einst besessen hat. Die Justitia auf der rechten Seite ist dem Külmlaer Wappen entnommen, sie steht für die Gerichtsbarkeit, welche die Gutsbesitzer von Külmla, die Herren von Obernitz, innehatten. Der Laubbaum ist dem Schöndorfer Wappen entnommen worden. Es ist ein Lindenbaum und steht für das dörfliche Leben, genauso wie die grüne Farbe des Baumes.
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Ort im Saale-Orla-Kreis Kategorie:Ersterwähnung 1378