mini|Im Ort Löhma ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Seenplatte im thüringischen Saale-Orla-Kreis.
Geografie Nördlich Oettersdorf an einer Nahverkehrsstraße nach Göschitz und Kirschkau liegt der Ort auf einer plateauartigen Fläche des Thüringer Schiefergebirges. Richtung Osten wird dieses Gebiet von einem bewaldeten Höhenzug flankiert.
Nachbargemeinden Nachbargemeinden sind Oettersdorf, Pörmitz, Dittersdorf, Göschitz und Kirschkau.
Geologie Die Böden des Südostthüringer Schiefergebirges haben einen hohen Feinerdeanteil und einen hohen Humusgehalt und sind daher unter den Klimabedingungen des Schleizer Umlands fruchtbar.Manfred Graf: Organisation der kooperativen Pflanzenproduktion bei hohem Grünlandanteil im Südostthüringer Schiefergebirge. Dargestellt an der KOG „Lobenstein“. 1970, (Jena, Universität, Dissertation, 1970; maschinschriftlich). Die eingefasste Güldequelle liefert pro Tag 600.000 Liter bei etwa 11 Grad Celsius gleichmäßig temperiertes Wasser.
Geschichte Löhma wurde unter dem Namen Lomen im Jahr 1355 erstmals urkundlich erwähnt. Der Deutsche Orden gründete bald nach 1240 die erste Kapelle am Ort. Anstelle des mittelalterlichen Vorgängerbaus aus dem 14. Jahrhundert wurde 1710 eine Saalkirche gebaut.
Auf dem Gelände des späteren Rittergutes lag früher eine Burg. Im ehemaligen Wassergraben des jetzigen Dorfteiches sollen sich noch Mauerreste befinden.Michael Köhler: Thürinder Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag Köhler, Jena 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 57.
600 Meter unterhalb der Güldequelle befindet sich das Grundstück der ehemaligen Rostmühle. 1616 wurde sie mit der benachbarten Löhmaer Railamühle erstmals bei einer Erfassung der wehrfähigen Männer vom Amt Schleiz genannt. Jede Mühle war zur weiteren Ernährung der Besitzer mit einem landwirtschaftlichen Gut ausgestattet. Nach Ende des Mahlbetriebes in der Rostmühle, schloss sich der Besitzer der LPG Oettersdorf an. 1992 kaufte ein Bürger aus Schleiz das Anwesen zur privaten Nutzung. Zu Zeiten der DDR war die Railamühle ein Kinderferienlager vom Backwarenkombinat aus Berlin. Schon 1953, beim Verkauf des Anwesens, wurde die Mühle als stillgelegt ausgewiesen, dann klangen Kinderstimmen durch das Tal. Ein geplanter Urlaubs- und Hotelbetrieb wurde nicht realisiert. Nach längerem Leerstand wechselte 2000 der Besitzer.Günter Steiniger: Mühlen an der Auma, der Triebes, der Leuba und im Güldetal. Mit den Mühlen am Kesselbach, Finkenbach, Pöllnitzbach, Struthbach, Floßbach sowie dem . Rockstuhl, Bad Langensalza 2011, ISBN 978-3-86777-296-9, S. 202–205.
Löhma war und ist ein landwirtschaftlich geprägter Ort.
Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember): 1994: 325 1995: 326 1996: 320 1997: 314 1998: 312 1999: 307 2000: 303 2001: 306 2002: 314 2003: 313 2004: 317 2005: 316 2006: 298 2007: 293 2008: 294 2009: 288 2010: 296 2011: 297 2012: 297 2013: 300 2014: 289 2015: 286 2016: 279 2017: 270 2018: 262 2019: 265 2020: 271 2021: 279 2022: 272 2023: 269 2024: 264 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Persönlichkeiten Christoph Ernst von Beulwitz (1695–1757), Schwarzburg-Rudolstädter Geheimrat und Kanzler in dänischen Diensten, wurde in Löhma geboren Heinrich Gottlieb Weiß (1814–1867), deutscher Gutsbesitzert und Politiker, Bürgermeister von Löhma Klaus Renft (1942–2006), Musiker (Klaus Renft Combo), lebte bis zu seinem Tod in Löhma
Einzelnachweise
Weblinks
Gemeinde Löhma bei der Verwaltungsgemeinschaft Seenplatte
Kategorie:Ort im Saale-Orla-Kreis Kategorie:Ersterwähnung 1355