mini|Inesse Galante, 2011 Inessa Galante, auch Inese Galante – Seite des Lettischen Kulturministerium, lettisch, gesichtet 29. März 2011 (* 12. März 1954 in Riga, Lettische SSR) ist eine lettische Opernsängerin (Sopran).

Leben Inessa Galante kam bereits als Kind mit dem Singen in Berührung: Ihre Mutter sang Koloratur, ihr Vater sang als Bass. Trotz des musikalischen Elternhauses begann sie nach dem Schulabschluss ein Studium der Pharmazie. In diesem Beruf arbeitete sie auch kurze Zeit.Art. Inez Galant. In: Grigorijs Smirins: Outstanding Jewish personalities in Latvia. Nacionālais Apgāds, Riga 2003, S. 106. Doch 1977 nahm sie ihr Gesangsstudium am Konservatorium von Riga auf. Ihre Ausbildung übernahmen Rachel Shulova und Professor Ludmilla Braun. Bereits im dritten Studienjahr debütierte sie 1980 am Opernhaus in Riga in der Titelrolle von La traviata. 1982 erhielt sie ein festes Engagement an der Lettischen Nationaloper Riga, wo sie bis 1991 tätig war. Sie war dort u. a. zu hören in Rigoletto (Gilda), L’elisir d’amore (Adina), Il barbiere di Siviglia (Rosina), Gounods Faust (Marguerite), Lucia di Lammermoor (Lucia), La Rondine (Magda) sowie in den Rollen der Olympia in Hoffmanns Erzählungen, der Titelrolle in Snegurotschka von Rimski-Korsakow und als Micaela in Carmen.

Obwohl international sehr gefragt, verließ sie ihre Heimat nur für Gastauftritte oder Tourneen. Yehudi Menuhin und Zubin Mehta drängten Galante schon früh, ihre Karriere im Westen fortzusetzen, doch erst nach Gastauftritten an der Oper von Leningrad (Traviata, Lucia di Lammermoor und Marguerite) entschloss sie sich, 1991 an das Nationaltheater Mannheim zu wechseln. Dort war sie in den Rollen der Pamina (Die Zauberflöte), als Lauretta (Gianni Schicchi von Puccini), Nedda (Pagliacci), Freia (Das Rheingold), Mimi (La Bohème), Zémire (Zémire et Azor von Grétry), Euridice (Orfeo ed Euridice von Gluck), Margherita (Mefistofele von Boito) und als Najade (Ariadne auf Naxos) zu sehen und hören.

Parallel dazu absolvierte sie Gastauftritte an den Opernhäusern von Frankfurt a. M., Köln sowie Wiesbaden. 1996 gastierte sie am Théâtre du Châtelet in Paris, beim Festival von Montpellier und an der Deutschen Oper am Rhein.

Hinzu kamen schon in ihrer frühen Karriere Konzerte unter anderem in Moskau, Leningrad und den baltischen Staaten sowie drei Tourneen in den USA und Kanada. (Toronto) auf. Bei einem Konzert in Rotterdam trat sie mit José Carreras auf und nach Einladung durch die britische königliche Familie im Kensington-Palast.

Ihren Durchbruch mit Musikaufnahmen hatte Inessa Galante 1995, als ihr Album Debut in den Niederlanden die Klassik-Charts wochenlang anführte und im Jahr 2000 mit Platin geehrt wurde. Das beliebteste und am häufigsten gespielte Stück dieser CD war das fälschlich Giulio Caccini zugeschriebene Ave Maria, wodurch dieser fast vergessene italienische Komponist weltweit eine Renaissance erlebte.

Seit 1999 steht Inessa Galante an keinem Opernhaus mehr unter Vertrag. Ihre Auftritte in den letzten Jahren fanden vor allem in ihrer derzeitigen Wahlheimat Deutschland, in Großbritannien und im Baltikum statt, insbesondere in ihrem Heimatland Lettland.

Diskografie Songs of Amber – Songs of Women’s Folk Chorus Dzintars (Solo: Inessa Galante) – 1990 Inese Galante. Soprano – Latvian National Symphony Orchestra, Leitung: Aleksandrs Vilumanis, 1995 (Herausgegeben als Debut bei Campion) Heroines – Gounod, Cilea, Puccini – Campion Records 1995 Velreiz („again, encore“) – Arien von Albinoni – 1996 Maks Goldins: Eighteen Jewish Folk Songs und Rachmaninov: Romantic Songs – Campion 1996 Encore – Johann Strauss, Weber (Kompilation) 1997Gramophone „arrangements by the Latvian collector Maks Goldins of Jewish folk-songs from various parts of Eastern Europe.“ Musica Sacra – Aus der Kathedrale Riga. Paula Licite, Ave Maria etc. Leitung: Juris Klavins (Kompilation von Live-Aufnahmen 1989–1996) – Campion 1997 The Tchaikovsky Experience – Sergei Leiferkus, Marina Shaguch, Alexander Fedin. Covent Garden Orchestra, Neeme Järvi, BMG 1997 Latvian Sacral Music – Inessa Galante, Dita Kalniņa (Sopran), Ingus Pētersons (Tenor), Aivars Kalējs (Orgel), Dita Krenberga (Flöte), Leitung: Kaspars Putniņš – 1997 La Traviata – Verdi (Live-Aufnahmen, Latvian National Opera, 1989) – 1998 Arietta – Barock-Arien. London Musici, M. Stephenson („Best recording of the year 2000“ laut BBC, FM classics) – 1999 Russian Recital – aus der Wigmore Hall. Roger Vignoles (Klavier). BBC, Live-Aufnahme, 1999 – 2000 ABC – Albinoni: Adagio c-Moll (Leitung: Alexander Vilumanis), J. S. Bach: Soprano arias, Caccini: Amarilli mia bella (Leitung: Mark Stephenson) – 2001 The Galante Choice – 2001 Galante forever … – 2001 Mass in C major, Exultate, jubilate, Ergo interest – Mozart. Czechoslovakian Chamber Philharmonic. Conducted by D. Bostock – 2001 Verdi Galante. Arias from Verdi’s late works – Latvian National Symphony Orchestra. Leitung: Terje Mikkelsen. Campion – 2003 Confesso – Inessa Galante & Henk van Twillert (Baritonsaxophon) – 2006 Requiem – Mozart. Leitung: Andres Mustonen – 2007 Stabat Mater – Pergolesi, Stradella: Pieta Signore, Vivaldi: Stabat mater. Inessa Galante, Sergejs Jēgers (Alt), Kammer-Ensemble, Leitung: Andris Veismanis – 2008 Ave Maria in der Kathedrale Riga – 2008 Galante Soul of Riga (Doppel-CD) – 2011

Auszeichnungen für Musikverkäufe Platin-Schallplatte

2000: für das Album Debut

Literatur Art. Inez Galant. In: Grigorijs Smirins: Outstanding Jewish personalities in Latvia. Nacionālais Apgāds, Riga 2003, ISBN 9984-26-114-X, S. 106.

Weblinks Website von Inessa Galante

Einzelnachweise

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