mini|hochkant=1.25|Startszene des Saisonfinales in Brasilien 2007 mini|hochkant=1.25|McLaren-Piloten und Titelrivalen: Fernando Alonso, Lewis Hamilton beim GP Kanada 2007 Die Formel-1-Weltmeisterschaft 2007 war die 58. Saison der Formel-1-Weltmeisterschaft. Sie wurde über 17 Rennen in der Zeit vom 18. März bis zum 21. Oktober ausgetragen. Kimi Räikkönen wurde zum einzigen Mal Weltmeister, die Konstrukteurswertung gewann Ferrari.
Änderungen 2007 Rennstrecken Neben mehreren Reglementänderungen fanden in der Saison 2007 nur 17 statt wie vorher 18 Grand-Prix-Rennen statt. Der Große Preis von Europa auf dem Nürburgring und der Große Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring wurden im jährlichen Wechsel ausgetragen. 2007 fand der Große Preis von Europa statt, 2008 der Große Preis von Deutschland. Der Große Preis von San Marino wurde aus dem Rennkalender gestrichen. Der Große Preis von Belgien fand hingegen nach einem Jahr Pause aufgrund von Bauarbeiten, die im Mai 2007 abgeschlossen wurden, wieder statt. Außerdem wurde der Große Preis von Japan von Suzuka an die Strecke von Fuji verlegt, welche modernisiert wurde.
Reglement Eine der größten Veränderungen am Reglementfia.com: , PDF-Datei (Stand: 5. März 2007) für die Saison 2007 war, dass die Freitagssessions von 60 Minuten auf 90 Minuten verlängert wurden. In den Sessions am Freitag durften allerdings nur zwei Fahrzeuge eingesetzt werden, die sich die Stammfahrer mit einem Freitagstestfahrer teilen mussten. Dafür durften hier auch zusätzliche Motoren eingesetzt werden, welche nicht unter die Zwei-Rennen-Regel fielen.
Die FIA bestimmte, dass die FIA-Elektronik nun bei jedem Rennen und bei jedem Test zu verwenden war. Darüber hinaus wurde festgelegt, dass bei einem vorzeitigen Motorwechsel der Fahrer zehn Startplätze und bei einem vorzeitigen Getriebewechsel fünf Startplätze nach hinten versetzt wurde. Zusätzlich durften die Formel-1-Teams an jedem Rennwochenende nur einmal die Getriebeübersetzung verändern.
Da von 2007 bis 2010 nichts an den Motoren verändert werden durfte, galt die Zwei-Rennen-Regel nur noch für Samstag und Sonntag eines Rennwochenendes. Am Freitag durfte ein beliebiger Motor eingesetzt werden. Somit sollte erreicht werden, dass an den Freitagen des jeweiligen Grand Prix mehr Betrieb auf der Rennstrecke war.
Im Falle einer Safety-Car-Phase durften die Rennfahrer so lange nicht an die Box kommen, bis alle Fahrer zum Safety-Car aufgeschlossen hatten. Allerdings konnten überrundete Fahrer vor dem Restart den Rest des Feldes und das Safety-Car überholen, sich zurückrunden und wieder an das Ende des Feldes aufschließen. Somit befanden sich beim Restart keine Nachzügler mehr zwischen direkten Gegnern.
Für den Reifenmonopolisten Bridgestone hieß es ab sofort, dass alle Formel-1-Teams mit dem gleichen Material fahren mussten. Pro Rennwochenende durfte Bridgestone nur zwei Reifentypen anbieten. Auf die Regenreifen bezogen, durfte jeder Fahrer nun bis zu 14 Sätze an Reifen verwenden, allerdings am Samstag und Sonntag nur noch 10.
Während eines Rennens musste sowohl ein Satz des weichen als auch einer des harten Reifens eingesetzt werden. Um dies für die Zuseher erkennbar zu machen, musste bei weichen Reifen eine der Rillen weiß markiert werden. Zu Saisonbeginn war der Reifen nur mit einem kaum erkennbaren Punkt gekennzeichnet.
Fahrer Fernando Alonso wechselte nach fünf Jahren bei Renault zu McLaren-Mercedes. Lewis Hamilton wurde zweiter Stammfahrer im Team von Ron Dennis. Juan Pablo Montoya, der bis zum Großen Preis der USA 2006 für McLaren-Mercedes fuhr, wechselte in den NASCAR Nextel Cup, womit er seine Formel-1-Karriere beendete. Kimi Räikkönen ersetzte bei Ferrari den zurückgetretenen Michael Schumacher. Alonsos Startplatz bei Renault übernahm Heikki Kovalainen.
Bei Williams wurde der zu Red Bull Racing gewechselte Mark Webber durch den bisherigen Test- und Ersatzfahrer Alexander Wurz als Stammfahrer ersetzt. Webber startete bei Red Bull an Stelle von Christian Klien. BMW Sauber ersetzte den Mitte 2006 entlassenen Jacques Villeneuve durch Robert Kubica. Außerdem startete Anthony Davidson bei Super Aguri anstelle von Sakon Yamamoto und Adrian Sutil wurde bei Spyker statt Tiago Monteiro verpflichtet.
Teams und Fahrer Bild Team Chassis Motor Reifen Nr. Stammfahrer Rennen Test-/Ersatzfahrer 130px|zentriert|McLaren MP4-22 McLaren MP4-22 Mercedes-Benz 2.4 V8 1 1–17 2 1–17 130px|zentriert|Renault R27 Renault R27 Renault 2.4 V8 3 1–17 4 1–17 130px|zentriert|Ferrari F2007 Ferrari F2007 Ferrari 2.4 V8 5 1–17 6 1–17 130px|zentriert|Honda RA107 Honda RA107 Honda 2.4 V8 7 1–17 “Honda signs Conway” (grandprix.com am 8. März 2007) 8 1–17 130px|zentriert|BMW-Sauber F1.07 BMW Sauber F1.07 BMW 2.4 V8 9 1–17 10 1–6, 8–17 7 130px|zentriert|Toyota TF107 Toyota TF107 Toyota 2.4 V8 11 1–17 12 1–17 130px|zentriert|Red Bull RB3 Red Bull RB3 Renault 2.4 V8 14 1–17 15 1–17 130px|zentriert|Williams FW29 Williams FW29 Toyota 2.4 V8 16 1–17 17 1–16 17 130px|zentriert|Toro Rosso STR2 Toro Rosso STR2 Ferrari 2.4 V8 18 1–17 19 1–10 11–17 130px|zentriert|Spyker F8-VII Spyker F8-VII Ferrari 2.4 V8 20 1–17 21 1–9 10 11–17 130px|zentriert|Super Aguri SA07 Super Aguri SA07 Honda 2.4 V8 22 1–17 23 1–17
Rennkalender Nr. Datum Grand Prix(Strecke) Distanz(km) Sieger Zweiter Dritter Pole-Position SchnellsteRennrunde GesamtführenderFahrer GesamtführenderKonstrukteur 1 18. März (Melbourne) 307,574 (Ferrari) (Mclaren-Mercedes) (Mclaren-Mercedes) (Ferrari) (Ferrari) (Ferrari) 2 8. April (Sepang) 310,408 (Mclaren-Mercedes) (Mclaren-Mercedes) (Ferrari) (Ferrari) (Mclaren-Mercedes) (Mclaren-Mercedes) 3 15. April (as-Sachir) 308,238 (Ferrari) (Mclaren-Mercedes) (Ferrari) (Ferrari) (Ferrari) 4 13. Mai (Montmeló) 307,104 (Ferrari) (Mclaren-Mercedes) (Mclaren-Mercedes) (Ferrari) (Ferrari) (Mclaren-Mercedes) 5 27. Mai (Monte Carlo) 260,520 (Mclaren-Mercedes) (Mclaren-Mercedes) (Ferrari) (Mclaren-Mercedes) (Mclaren-Mercedes) (Mclaren-Mercedes) 6 10. Juni (Montréal) 305,270 (Mclaren-Mercedes) (BMW Sauber) (Williams-Toyota) (Mclaren-Mercedes) (Mclaren-Mercedes) (Mclaren-Mercedes) 7 17. Juni (Indianapolis) 306,016 (Mclaren-Mercedes) (Mclaren-Mercedes) (Ferrari) (Mclaren-Mercedes) (Ferrari) 8 1. Juli (Magny-Cours) 308,586 (Ferrari) (Ferrari) (Mclaren-Mercedes) (Ferrari) (Ferrari) 9 8. Juli (Silverstone) 308,355 (Ferrari) (Mclaren-Mercedes) (Mclaren-Mercedes) (Mclaren-Mercedes) (Ferrari) 10 22. Juli (Nürburg) 308,863 (Mclaren-Mercedes) (Ferrari) (Red Bull-Renault) (Ferrari) (Ferrari) 11 5. August (Mogyoród) 306,663 (Mclaren-Mercedes) (Ferrari) (BMW Sauber) (Mclaren-Mercedes) (Ferrari) 12 26. August (Istanbul) 309,396 (Ferrari) (Ferrari) (Mclaren-Mercedes) (Ferrari) (Ferrari) 13 9. September (Monza) 306,720 (Mclaren-Mercedes) (Mclaren-Mercedes) (Ferrari) (Mclaren-Mercedes) (Mclaren-Mercedes) 14 16. September (Spa-Francorchamps) 308,176 (Ferrari) (Ferrari) (Mclaren-Mercedes) (Ferrari) (Ferrari) 15 30. September (Fuji) 305,721 (Mclaren-Mercedes) (Renault) (Ferrari) (Mclaren-Mercedes) (Mclaren-Mercedes) 16 7. Oktober (Shanghai) 305,066 (Ferrari) (Mclaren-Mercedes) (Ferrari) (Mclaren-Mercedes) (Ferrari) 17 21. Oktober (Interlagos) 305,909 (Ferrari) (Ferrari) (Mclaren-Mercedes) (Ferrari) (Ferrari) (Ferrari)
Rennberichte Großer Preis von Australien
Platz Fahrer Team Zeit 1 1:25:28,770 2 + 7,242 3 + 15,595PP1:26,072SR1:25,235
Der Große Preis von Australien in Melbourne fand am 18. März 2007 statt und ging über eine Distanz von 58 Runden à 5,303 km, also insgesamt 307,574 km.
Kimi Räikkönen sicherte sich bei seinem ersten Grand Prix im Ferrari mit einer Zeit von 1:26,072 Minuten die Pole-Position vor Fernando Alonso im McLaren-Mercedes und Nick Heidfeld im BMW-Sauber.
Räikkönen errang einen sicheren Sieg im ersten Saisonrennen, außerdem fuhr er in 1:25,235 Minuten die schnellste Rennrunde. Zweiter wurde der amtierende Weltmeister Fernando Alonso vor dem Debütanten Lewis Hamilton. Damit standen ein Ferrari- und zwei McLaren-Piloten auf dem Podium.
Nick Heidfeld war mit dem wenigsten Sprit ins Rennen gestartet und musste daher als Erster einen Boxenstopp einlegen. Mit dem vierten Platz erreichte er das beste Ergebnis eines deutschsprachigen Fahrers bei diesem Rennen. Nico Rosberg und Ralf Schumacher fuhren mit Platz 7 und 8 ebenfalls WM-Punkte ein. Der Österreicher Alexander Wurz fiel in der 48. Runde nach einem Unfall mit David Coulthard aus. Der deutsche Debütant Adrian Sutil kam als 17. ins Ziel. Mit Robert Kubica, Scott Speed und Christijan Albers erreichten insgesamt lediglich fünf Rennfahrer nicht das Ziel.
Großer Preis von Malaysia
Platz Fahrer Team Zeit 1 1:32:14,930 2 + 17,557 3 + 18,339PP1:35,043SR1:36,701
Der Große Preis von Malaysia auf dem Sepang International Circuit in Sepang nahe Kuala Lumpur fand am 8. April 2007 statt und ging über eine Distanz von 56 Runden à 5,543 km, also insgesamt 310,408 km.
Felipe Massa erreichte im Qualifying in einer Zeit von 1:35,043 Minuten die Pole-Position im Ferrari vor McLaren-Mercedes-Pilot Fernando Alonso und Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen.
Fernando Alonso und Lewis Hamilton konnten sich nach dem Start vor den Ferraris platzieren. Alonso behauptete seine Führung souverän und Hamilton konnte sich gegen den hinter ihm fahrenden Kimi Räikkönen durchsetzen, womit McLaren-Mercedes ein Doppelsieg gelang. Felipe Massa fiel nach einem missglückten Überholmanöver gegen Lewis Hamilton auf Platz 5 zurück.
Nico Rosberg schied gegen Ende des Rennens aufgrund eines Hydraulikschadens, auf Platz 6 liegend, aus. Bereits kurz nach dem Start schied Adrian Sutil bei einem Unfall aus. Nick Heidfeld war, wie schon beim GP von Australien, bester deutscher Fahrer auf dem vierten Rang.
Die schnellste Rennrunde fuhr Lewis Hamilton in 1:36,701 Minuten.
Großer Preis von Bahrain
Platz Fahrer Team Zeit 1 1:33:27,515 2 + 2,360 3 + 10,839PP1:32,652SR1:34,067
Der Große Preis von Bahrain auf dem Bahrain International Circuit fand am 15. April 2007 statt und ging über eine Distanz von 57 Runden à 5,412 km, also insgesamt 308,238 km.
Felipe Massa holte sich im Qualifying mit einer Zeit von 1:32,652 Minuten die Pole-Position vor Lewis Hamilton und Kimi Räikkönen. In der gleichen Reihenfolge standen die Fahrer auch nach Ende des Rennens auf dem Podium. Massa fuhr in 1:34,067 Minuten die schnellste Rennrunde.
Nick Heidfeld wurde zum dritten Mal hintereinander Vierter und war damit der beste Nicht-Ferrari- bzw. -McLaren-Fahrer in der Gesamtwertung. Nico Rosberg wurde Zehnter, Alexander Wurz Elfter, Ralf Schumacher Zwölfter und Adrian Sutil belegte den fünfzehnten Platz.
Das Rennen verlief ohne Höhepunkte. Das einzige nennenswerte Überholmanöver gelang Nick Heidfeld gegen Fernando Alonso.
Nach dem dritten Saison-Rennen war der Kampf um den Weltmeistertitel sehr ausgeglichen. Mit Alonso, Räikkönen und Hamilton führten drei Fahrer punktgleich mit 22 Punkten die Fahrerwertung an. Der Brite Lewis Hamilton war mit seinem zweiten Platz der erste Formel-1-Debütant in der 57-jährigen Formel-1-Geschichte, der seine ersten drei Rennen alle auf dem Podium beendete.
Großer Preis von Spanien
Platz Fahrer Team Zeit 1 1:31:36,230 2 + 6,790 3 + 17,456PP1:21,421SR1:22,680
Der Große Preis von Spanien auf dem Circuit de Catalunya fand am 13. Mai 2007 statt und ging über eine Distanz von 65 Runden à 4,655 km, also insgesamt 302,575 km.
Felipe Massa gelang zum zweiten Mal hintereinander in der laufenden Saison ein Hattrick. Er startete von der Pole-Position, die er im Qualifying in 1:21,421 Minuten vor Fernando Alonso und Kimi Räikkönen erreichte, er gewann das Rennen vor Hamilton und Alonso und fuhr mit 1:22,680 Minuten die schnellste Rennrunde.