mini|Peter Paetzold (1985)

Peter Paetzold (* 16. März 1935 in Plau, Mecklenburg; † 17. August 2023 in Aachen) war ein deutscher Chemiker und ab 1968 ordentlicher Professor für Anorganische Chemie der Technischen Hochschule Aachen.

Leben Paetzold studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im Jahre 1961 erfolgte hier auch seine Promotion zum Dr. rer. nat. in der Arbeitsgruppe von Egon Wiberg; in seiner Dissertation befasste er sich mit der thermischen Zersetzung von Boraziden.

Nach seiner Habilitation (1966) lehrte er für zwei weitere Jahre an der LMU München. Danach wechselte er 1968 auf als ordentlicher Professor für Anorganische Chemie und Elektrochemie auf einen Lehrstuhl (RW)TH Aachen.

In seiner Forschung befasste sich Paetzold hauptsächlich mit der Molekülchemie des Elements Bor, insbesondere mit Iminoboranen und Cluster­verbindungen. Seine Publikationsliste umfasst ca. 180 Arbeiten.

Paetzold wurde im Jahr 2000 emeritiert.

Nach verschiedenen Büchern und Schulbüchern zur Chemie veröffentlichte er im Herbst 2009 eine Neuauflage seines 1974 erschienenen Lehrwerks Einführung in die Allgemeine Chemie.Peter Paetzold.: Chemie – Eine Einführung. Walter de Gruyter, Berlin / New York 2009, ISBN 978-3-11-020268-7.

Paetzold starb am 17. August 2023 im Alter von 88 Jahren in Aachen.Traueranzeige Peter Paetzold mit Nachruf der RWTH Aachen auf aachen-gedenkt.de vom 2. September 2023

Auszeichnungen 1998: Alfred-Stock-Gedächtnispreis der Gesellschaft Deutscher Chemiker

Literatur Paetzold, Peter. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 926. Helmut Werner: Geschichte der anorganischen Chemie, Wiley-VCH 2017, S. 150–151, ISBN 978-3-527-33887-0

Weblinks Biografisches Liste der Veröffentlichungen

Einzelnachweise

Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (RWTH Aachen) Kategorie:Person (Plau am See) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1935 Kategorie:Gestorben 2023 Kategorie:Mann