Fislis ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass) Sie gehört zum Arrondissement Altkirch, zum Kanton Altkirch und ist Mitglied des Gemeindeverbandes Sundgau.

Geografie Die Gemeinde Fislis liegt an der oberen Ill auf etwa 385 Metern Meereshöhe, 20 Kilometer südöstlich von Altkirch und 20 Kilometer südwestlich von Basel.

Nachbargemeinden von Fislis sind Muespach im Norden, Muespach-le-Haut im Nordosten, Linsdorf im Osten, Oltingue im Süden, Bouxwiller im Westen sowie Werentzhouse im Nordwesten.

Geologie Fislis liegt am Südrand des lössbedeckten Sundgauer Tertiärhügellandes. Im Süden erstreckt sich die Gemarkung auf die aus Oberjura-(Malm-)kalken bestehende Jurakette zwischen Pfirt und Oltingen. Der Flurname Kalkofen erinnert an die einst hier betriebene Kalkbrennerei.

Geschichte 1243 als Visilis erwähnt, im 16. Jahrhundert als Fislitz, auch als Fislach. Bis 1324 gehörte der Ort zur Grafschaft Pfirt, kam dann nach dem Aussterben der Pfirter im Mannesstamm an Habsburg und 1648 im Westfälischen Frieden an die französische Krone. Bis 1803 war die Kirche Filial von St.-Blaise.

Nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges 1918 gehörte Fislis als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich (Kreis Altkirch, Bezirk Oberelsaß). Im Ersten Weltkrieg befand sich Fislis nicht in unmittelbarer Frontnähe und blieb bis Kriegsende in deutscher Hand. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Einwohner 1939 in den Südwesten Frankreichs, in das Département Landes evakuiert. Nach dem Waffenstillstand im Juni 1940 war eine Rückkehr in das von den Deutschen besetzte Elsass möglich. Die Befreiung von der Naziherrschaft erfolgte am 20. November 1944 durch Truppen der französischen 1. Armee unter General de Lattre de Tassigny.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2018 Einwohner 327 337 322 365 376 380 386 409 405

Sehenswürdigkeiten Kirche Sankt Leodegar (St. Léger): Die jetzige Kirche wurde 1764 geweiht und erhielt 1884 einen reich gegliederten Turm in historisieren den Formen. Barocke Innenausstattung (Rokoko-Altäre). Taufstein aus dem 16. Jahrhundert. Rinkenbach-Orgel von 1853. Mairie-(École) ein Walmdachbau mit gequaderten Ecklisenen von 1846 in den schlichten Formen der Louis-Philippe-Zeit. Die risalitartig hervorgehobene Fassadenmitte betont durch einen Dreiecksgiebel und Rustizierung der Doppelportalzone. Alte Mühle (Fanninger-Mühle), großes Steinhaus. Im Kern 16. Jahrhundert (Datum am Mahlwerk 1573), in der Barockzeit verändert (1748). Einige Fachwerkhäuser, darunter das Haus Rue Principale Nr. 10 in der altertümlicheren Ständerbauweise. Sehr altertümlich die Häuser Rue Principale Nr. 35 und 37 mit weitabständigem Fachwerk, hauswandhohen Ständern und Streben. Diese Häuser stammen aus der Wiederaufbauzeit nach dem Dreißigjährigen Krieg oder sind eventuell schon vor dem Krieg entstanden,. mini|links|hochkant|Kirche St-Leodegar

Literatur Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 404–406.

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Einzelnachweise

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