mini|hochkant|Jungfrau und Kind auch Muttergottes aus der Zisterzienser-Abtei Kaisheim heute im Bode-Museum Heinrich Hufnagel, auch Huofnagel, Huoffnagel, (* zwischen 1430 und 1440 wahrscheinlich in Augsburg; † um 1490) war ein in Augsburg tätiger deutscher Goldschmied.

Leben Hufnagel war der Sohn des gleichnamigen, ebenfalls als Goldschmied tätigen Heinrich Hufnagel d. Ä. († um 1465), der durch Heirat mit Ursula, der Witwe des Goldschmieds Ulrich Pappenheim, dessen Haus übernommen hatte. Ab Anfang der 1490er Jahre erscheint als Besitznachfolger dieses Hauses ein Heinrich Hufnagel III. Er wurde vermutlich von seinem Vater ausgebildet und trug ab etwa 1466 den Titel eines Goldschmiedemeisters. Von seinen Werken lässt sich nur noch die signierte und 1482 datierte, in Silber gegossene, getriebene, gravierte und teilvergoldete Statuette der Muttergottes aus der Zisterzienser-Abtei Kaisheim nachweisen, die sich heute in der Berliner Skulpturensammlung befindet. Diese wurde für den Abt Hans Fisches des Klosters Kaisheim angefertigt und gelangte aus dem Baseler Domschatz nach Berlin. Diese wiederholt eine in Wiener Privatbesitz (Stand: 2006) befindliche Statue der Muttergottes, die allgemein dem Michel Erhart zugewiesen wird.

Hufnagel hatte einen Bruder Jörgen (oder Jörig) Hufnagel und war mit einer Anna verheiratet.augsburger-baumeisterbuecher.de

Literatur

Ausstellungskatalog: Hans Holbein d. Ä. und die Kunst der Spätgotik. Augsburg, 1965.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Goldschmied (Augsburg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 15. Jahrhundert Kategorie:Mann