Blow Out – Der Tod löscht alle Spuren ist ein US-amerikanischer Thriller aus dem Jahre 1981, Regie führte Brian De Palma.

Handlung Jack Terry lebt in Philadelphia und arbeitet als Tontechniker für billige Horrorfilme. Für einen Film, an dem er gerade arbeitet, fehlt ihm neben einigen Wind- und Naturgeräuschen noch ein passender Schrei.

Als er eines Nachts im Park mit einem hochsensiblen Spezialmikrofon Geräusche aufnimmt, wird er Zeuge eines Unfalls. Nach einem Schuss kommt ein Auto von der Fahrbahn ab und stürzt in den Fluss. Jack eilt zur Hilfe, und es gelingt ihm, die Beifahrerin Sally zu befreien, wobei er den Fahrer jedoch nicht mehr retten kann.

Kurz darauf im Krankenhaus erfährt er, dass es sich bei dem verstorbenen Fahrer um den Gouverneur und Präsidentschaftskandidaten McRyan handelte, welcher zuvor hohe Umfragewerte einfuhr und gute Chancen auf den Sieg bei den kommenden Wahlen hatte.

Bereits im Krankenhaus übt McRyans Wahlkampfteam massiven Druck auf Sally und Jack aus. Er soll seine Aussage zurückziehen, der zufolge er kurz vor dem Unfall einen Schuss hörte und diesen sogar aufzeichnete. Um den Ruf der Familie zu schützen, soll auch Sallys Anwesenheit im Fahrzeug des Präsidentschaftskandidaten nicht an die Öffentlichkeit gelangen.

Jack willigt zunächst in die Forderungen der Beamten ein. Nachdem er sich seine Tonbandaufnahme des Unfalls anhört, wird ihm jedoch klar, dass es sich nicht um einen Unfall handelt kann, da auf dem Tonband ganz klar ein Schuss zu hören ist, welcher den Reifen platzen ließ. Deshalb forscht er auf eigene Faust weiter.

Als die Presse eine Fotoserie des lokalen Fotografen Manny Karp vom Unfall kauft und diese in den Zeitungen abdruckt, erstellt Jack aus den Einzelbildern einen Film und unterlegt diesen mit seinen Tonbandaufzeichnungen. Auf diese Weise kann er den Standort des Schützen aufgrund des Mündungsfeuers, das auf einem der Fotos zu sehen ist, ausfindig machen. Die Polizei glaubt ihm nicht und hält das Mündungsfeuer für eine Störung auf dem Foto. Kurze Zeit später meldet sie sich dennoch bei Jack und fordert die Herausgabe des Films. Als er von der Polizei untersucht wird, ist die Aufnahme auf dem Band jedoch gelöscht, ebenso wie sämtliche Bänder in Jacks Tonstudio. Zudem wurde der zerschossene Reifen an McRyans Auto zuvor gewechselt.

Kurz darauf erhält Jack Besuch vom stadtbekannten Fernsehreporter Donahue, der von Jacks Verdacht erfuhr und ihm eine Story anbietet.

Jack ist nun überzeugt, dass es sich um eine Verschwörung handelt, und er selbst und Sally in höchster Gefahr schweben. Deshalb willigt er in den Vorschlag des Fernsehreporters Donahue ein, eine Aussage vor laufender Kamera zu machen, um ein Millionenpublikum mit seiner Aussage sowie mit seinem Bild- und Tonmaterial zu erreichen.

Zwischenzeitlich klärt sich, dass Sally ein doppeltes Spiel führte und mit dem Unfallfotografen Manny Karp gemeinsame Sache machte. Sie versuchte mehrfach, reiche und einflussreiche, verheiratete Männer zu umgarnen, um anschließend in flagranti von Manny fotografiert zu werden, so dass sie sie erpressen konnten. Weil Sally nun Gewissensbisse plagen, will sie keine Aussage im Fernsehen machen. Sie besorgt jedoch für Jack den Originalfilm von Manny, welchen sie für die Veröffentlichung verwenden können.

Parallel dazu folgen wir Burke, dem Schützen hinter McRyans „Unfall“, welcher vom Wahlkampfleiter des Präsidenten angeheuert wurde. Dieser ermordet mehrere Frauen, die Ähnlichkeit zu Sally haben, um schließlich auch Sally zu töten, um so das Ganze wie die Tat eines Serientäters aussehen zu lassen. Burke war es auch, der Jacks Bänder löschte.

Burke installiert an Jacks Telefon einen Störsender, sodass Donahue ihn nicht erreichen kann. Dann ruft er bei Sally an, gibt sich als Donahue aus und vereinbart mit ihr ein Treffen, bei welchem sie ihm die Aufnahme des Schusses übergeben soll.

Jack wird jedoch misstrauisch und installiert an Sallys Kleidung ein Ansteckmikrofon, über welches er das Gespräch mithören kann.

Sally wird bei der fingierten Übergabe von Jack getrennt. Burke gelingt es, die letzte verbleibende Aufzeichnung zu vernichten. Nun muss er nur noch Sally aus dem Weg räumen. Jack gelingt es zwar noch, Sally zu lokalisieren, allerdings kann er sie nicht mehr retten. Burke erdrosselt sie kurz vor seinem Eintreffen, woraufhin er Burke tötet.

Durch das Ansteckmikrofon hat Jack Sallys letzten Todesschrei aufgezeichnet, welchen er nun doch noch in seinem Horrorfilm verwendet. Als der Produzent den Schrei hört, ist er begeistert. Jack, nun geplagt von Schuld, hält sich beim Anhören die Ohren zu.

Sonstiges Das Budget des Filmes lag bei etwa 18 Millionen US-Dollar, er spielte allerdings nur zwölf Millionen wieder ein. Bei dem von Travolta genutzten Tonbandgerät handelt es sich um ein NAGRA III der Schweizer Firma Kudelski. Quentin Tarantino zählte Blow Out zu seinen drei Lieblingsfilmen. Er castete John Travolta für Pulp Fiction, weil er Travoltas schauspielerische Leistung in Blow Out für phänomenal hält. Der Titel spielt vordergründig auf den vermeintlichen „Reifenplatzer“ an, im Sinne von „a blown-out tire“. Der Titel spielt auf Antonionos Klassiker Blow up an.

Kritik

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Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1981 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Thriller Kategorie:Brian De Palma