mini|Grab auf dem Luisenstädtischen Friedhof in Berlin-Kreuzberg Herbert Strässer (* 9. Juli 1930 in Lebach, Saarland; † 1. Dezember 2005 in Bücken, Grafschaft Hoya) war ein deutscher Bildhauer. Sein bekanntestes Werk ist die Skulptur der Goldenen Europa.
Werdegang Herbert Strässer besuchte von 1947 bis 1952 die Staatliche Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken, wo er Schüler von Hannes Neuner war, und von 1952 bis 1954 die École nationale supérieure des beaux-arts de Paris. Anschließend lernte er von 1954 bis 1955 Experimentelle Fotografie bei Otto Steinert in Saarbrücken.
1955 begann er mit plastischen Arbeiten. 1957 nahm er am Internationalen Auschwitz-Wettbewerb teil. Zwischen 1959 und 1966 war Strässer als Kunsterzieher tätig. Daneben hatte er 1962 eine Gastteilnahme am Symposion Europäischer Bildhauer in Berlin und 1963 einen Förderauftrag des Saarländischen Kultusministeriums. Zwischen 1963 und 1967 gewann Strässer mehrere Preise bei Wettbewerben. Von 1961 bis 1971 hielt er sich zu Studien- und Arbeitszwecken in Berlin auf. Im Jahr 1971 nahm er am Olympia-Wettbewerb München teil.
1972 übersiedelte Strässer nach Ludwigshafen am Rhein und 1973 nach Berlin. 1990 erwarb er in Bücken die „Hoffmeyer-Schmiede“, ein historisches Zweiständerhaus aus dem Jahre 1621, in dem er fortan lebte und arbeitete.
Werk Herbert Strässer hat ein umfangreiches und vielfältiges Werk geschaffen, das unter anderem Reliefs, Skulpturen, Terracotten, Bronzen und Stahlkonstruktionen umfasst. Seine Arbeitsmaterialien wählte er aus verschiedensten Werkstoffen: Gips, Holz, Stein, Stahl, Terracotta, Bronze. Einige Arbeiten wurden für Innen- und Außengestaltung öffentlicher Räume geschaffen und sind in einigen Städten zu sehen.
Goldene Europa (1968) Edelstahlbrunnen in Pforzheim (1973) SPIDEM-Kristall (Preis der GEMA)
Ausstellungen 1962: Große Münchner Kunstausstellung, Neue Gruppe Skulptur im Freien, Internationale Ausstellung Galerie S, Berlin 1964: Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler, Kaiserslautern 1964: Saarländischer Künstlerbund Saarbrücken; Junge Berliner Kunst, Saarbrücken; Herbstsalon, Haus der Kunst, München 1965: Kunstverein Wolfsburg, Stadthalle; Oldenburger Kunstverein, Oldenburg; Galerie „pro arte“, Delmenhorst; Finsterwolde, Holland, Saarländischer Künstlerbund, Saarbrücken; Galerie Elitzer, Saarbrücken 1966: Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler, Kaiserslautern; Berliner Bildhauer und Maler, Kunsthaus Hamburg; Skulpturen, Internationale Ausstellung, Europa-Center, Berlin; Deutscher Künstlerbund, Saarbrücken; „Form und Farbe“, Galerie Haus Metternich, Koblenz; Saarländischer Künstlerbund, Saarbrücken 1967: Fruchtbarkeitssymbole, Galerie S, Berlin 1969: „Plastik ’69“, Berlin 1970: Berliner Kunstmarkt, Akademie der Künste, Berlin, Kunstmarkt, Basel, Kunst am Bau, Saarbrücken, Moderne Galerie 1976: Rathaus Tempelhof, Berlin 1977: Kunstverein Kaponier e. V., Vechta 1979: 1.-Mai-Salon, Haus am Lützowplatz, Berlin; „20 Berliner Künstler in Bergheim“, Stadthalle, Kunstschau Böttcherstraße, Paula-Becker-Modersohn-Haus, Bremen 1980: 1.-Mai-Salon, Berlin 1975–1980: Freie Berliner Kunstausstellung, Messehallen am Funkturm 1975–1977: Galerie Happ, Berlin
Literatur Wolfgang Kermer: herbert strässer: plastiken, skulpturen, reliefs, zeichnungen. Buchdruckerei und Verlag Karl Funk, Saarbrücken 1968. Herbert Strässer Skulpturen. VG Bild Kunst, Bonn 1998.
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer (Deutschland) Kategorie:Bildender Künstler (Saarland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1930 Kategorie:Gestorben 2005 Kategorie:Mann