Als Erstligavereine im österreichischen Frauenfußball gelten Vereine, die seit 1972 zumindest einmal in der obersten Spielstufe der Frauenmeisterschaft vertreten waren. Die erste Liga wurde bis 1982 vom Wiener Fußballverband ausgerichtet und nannte sich Damenliga Ost – 1. Leistungsstufe. Trotz der Ausrichtung durch einen Landesverband stand die Teilnahme an der Meisterschaft jedoch grundsätzlich Vereinen aus dem gesamten Bundesgebiet Österreichs offen. 1982 übernahm der Österreichische Fußball-Bund die Obhut über die Liga und führte sie als Frauen-Bundesliga. 2006 erfolgte die Umbenennung in ÖFB Frauenliga und 2013 in ÖFB Frauen Bundesliga. (Stand: bis zur Saison 2019/20)
Erstliga-Vereine nach Bundesländern Burgenland SC Damen Dörfl Beim seit 1963 bestehenden Sportclub aus der Gemeinde Steinberg-Dörfl wurde 1992 eine Frauenfußballsektion gegründet und gewann 1999 den Meistertitel der Frauenliga Burgenland, 2000 den burgenländischen Landespokal und 2001 die Meisterschaft der 2. Division Ost. Das Team spielte von 2001 bis 2004 in der Bundesliga. Nach der Saison 2003/04 stieg das Team aus dem Ligabetrieb aus und die Frauensektion löste sich auf. Der Verein fördert heute den Knabenfußball und hat einige Nachwuchsmannschaften. 2 × als SC Damen Dörfl: 2001/02, 2002/03, 2003/04 (3 × Bundesliga)
SG Halbturn/Breitenbrunn/Halbturn, USC Halbturn Die Spielgemeinschaft aus Halbturn und Breitenbrunn durfte in der Saison 1973/74 erstmals in der Damenliga Ost spielen. Nach zwei Jahren in der Liga übernahm der USC Halbturn das Frauenteam und Breitenbrunn stieg aus der Spielgemeinschaft aus. Nach sechs Jahren Damenliga stieg die Frauensektion des USC Halbturn 1979 freiwillig in die 2. Leistungsstufe ab; ein Jahr später, 1980, folgte der Abstieg aus der 2. Leistungsstufe. Ein Jahr später konnte sich ein Verein aus Halbturn, Tyrolia Halbturn, wahrscheinlich handelt es sich hierbei ebenfalls um den USC Halbturn, für die 2. Leistungsstufe qualifizieren. Dieser qualifizierte sich gleich für Bundesliga. Nach zwei Jahren Bundesliga, 1984, löste Tyrolia Halbturn seine Frauensektion auf. Ob sich beim USV Halbturn, er hat in dieser Chronik kein Frauenteam genannt und die Nachwuchsarbeit in Männerfußball. forciert, ist nicht bekannt. 2 × als SG USC Halbturn/SC Breitenbrunn: 1973/74, 1974/75 (2 × Damenliga Ost) 4 × als USC Halbturn: 1975/76–1978/79 (4 × Damenliga Ost) 2 × als Tyrolia Halbturn: 1982/83, 1983/84 (2 × Bundesliga)
ESV Parndorf; SC-ESV Parndorf 1919, ASK Soccer Women Bruck Der Eisenbahner-Sportclub aus Parndorf, von dem die Vereinsgründung unbekannt ist, hatte in den 1970er Jahren eine Damenmannschaft, die in der Bundesliga spielte. Der ESV Parndorf schloss sich mit dem SC Parndorf zusammen und trat nach der Fusion 1988 mit dem SC Parndorf als SC-ESV Parndorf 1919 an. Der Sportclub übernahm 2009 vom FC Winden ein Frauenteam und spielte bis 2013 in der 2. Liga Ost/Süd. Aus diesem Team und weitere Frauenteams aus der Umgebung wurde 2013 ein eigener Verein gegründet, der ASK Women Soccer Bruck, der sich 2015 aus dem Spielbetrieb zurückzog. 3 × als ESV Parndorf: 1976/77–1978/79 (3 × Damenliga Ost)
SC Pinkafeld, FC Südburgenland Beim 1912 gegründeten Sportclub aus Pinkafeld entstand am Beginn des 2000er Jahre ein Frauenteam, das für die Saison 2001/02 für die 2. Division Ost qualifiziert war. Ein Jahr später spaltete sich das Frauenteam vom SC Pinkafeld ab und gründeten den FC Südburgenland mit den Vereinsfarben blau-weiß und qualifizierte sich für die Bundesliga der Saison 2003/04. Seither pendelt der Verein zwischen Bundesliga und 2. Liga Ost/Süd. 17 × als FC Südburgenland: 2003/04, 2004/05 (2 × Bundesliga), 2005/06–2019/20 (15 × ÖFB Frauen-Bundesliga)
Kärnten ASV St. Margarethen Der Gesamtverein aus dem Wolfsberger Stadtteil St. Margarethen im Lavanttal wurde 1994 gegründet. Die Sektion Frauenfußball kam 1998 hinzu und schaffte in der Saison 2001/02 den Einzug in Pokalfinale, das gegen den USC Landhaus Wien verloren ging, und den Aufstieg in die Landesliga Steiermark, einer der damaligen zweiten Leistungsstufe, für die Saison 2001/2002 zu qualifizieren. Dort verweilte der Verein zwei Saisonen bis sich die Vereinsführung entschloss in die Bundesliga aufzusteigen. Dort spielte der Sportverein drei Jahre lang, bis 2006 in der Relegation in zwei Spielen gegen die LASK Ladies geschlagen geben musste. Nach zwei Jahren zweite Liga traten die Margarethner gegen die Kleinmünchner aus Linz an und gewann die Relegation mit einem Gesamtergebnis von 3:7 und qualifiziert sich für die erstklassige ÖFB-Frauenliga der Saison 2008/09. Allerdings stieg das Frauenteam in der nächsten Saison in die 2. Liga Ost/Süd ab und das Frauenteam wurde aufgelöst. 3 × als ASV St. Margarethen: 2003/04, 2004/05 (2 × Bundesliga), 2005/06, 2008/09 (2 × ÖFB-Frauenliga)
SK Austria Kärnten, FC St. Veit, Carinthians Soccer Women Das Frauenteam entstand beim Klagenfurter Verein SK Austria Kärnten, wurde vom FC St. Veit übernommen, wieder an SK Austria Kärnten 2009 unter dem Namen SK Kärnten eingegliedert, um wieder an den FC St. Veit 2011 wieder übernommen zu werden und war damit in Klagenfurt oder in St. Veit beheimatet. Insgesamt konnte sich die Mannschaft sechs Mal für die erste österreichische Spielklasse qualifizieren. Im Juli 2013 wurde für dieses Frauenteam ein eigener Verein geschaffen, der wiederum zweimal in der ÖFB-Frauenliga spielte. Im Sommer 2016 schlossen sich die Frauenmannschaft des SV Spittal/Drau dem Verein an, die die Saison zuvor in Frauen Kärnten Liga gespielt hatten und bekam mit Spittal/Drau eine neue Heimat. In der Saison 2019/20 spielte das Team unter dem Namen Carinthians Spittal in der Frauen 2. Liga. 2 × als FC St. Veit: 2007/08, 2008/09 (2 × ÖFB-Frauenliga) 2 × als SK Kärnten: 2009/10, 2010/11 (2 × ÖFB-Frauenliga) 2 × als FC St. Veit Kärnten Frauen: 2011/12 (1 × ÖFB-Frauenliga), 2012/13 (1 × ÖFB Frauen-Bundesliga) 2 × als Carinthians Soccer Women: 2013/14, 2015/16 (2 × ÖFB-Frauenliga)
Niederösterreich DFC Alland/Brunn, DSC Austria Brunn, SC Brunn am Gebirge, 1. SVg Guntramsdorf Der DSC Alland-Brunn war eine Spielgemeinschaft zwischen den zwei Städte Alland und Brunn am Gebirge im Industrieviertel, deshalb auch als Spielgemeinschaft DSC Alland-Brunn bekannt. Ab der Saison 1985/86 lösten die Allander und die Brunner die Spielgemeinschaft, der Verein wanderte ganz nach Brunn am Gebirge und spielte unter dem Namen DSC Austria Brunn. Der Verein gliederte sich in den nächsten drei Jahren in den Verein SC Brunn am Gebirge ein und nannte sich DSC Brunn am Gebirge. 2002 wurde die Sektion Frauenfußball wieder aufgelöst. Die Mannschaft wechselte zur 1. SVg Guntramsdorf zur Gründung der dortigen Frauensektion und konnte durch die Weiterreichung der Lizenz in der folgenden Saison in der 1. Bundesliga antreten. In der Saison 2015/16 spielte das Team in der Frauen Gebietsliga Industrieviertel, in der nächsten wurde das Team aufgelöst und die Spielerinnen wechselten zu Gumpoldskirchen 1.SVg, ASV 13, Sportclub SC Schwanenstadt 08 oder Mödling SC. 4 × als DSC Alland-Brunn: 1981/82 (1 × Damenliga Ost), 1982/83–1984/85 (3 × Bundesliga) 1 × als DSC Austria Brunn: 1985/86 (1 × Bundesliga) 11 × als SC Brunn am Gebirge: 1986/87–1994/95, 1999/2000–2001/02 (11 × Bundesliga) 1 × als 1. SVg Guntramsdorf: 2002/03 (1 × Bundesliga)
SKV Altenmarkt Der aus Altenmarkt an der Triesting am Rand des Wienerwalds stammende Verein wurde 1979 als Herrenfußballverein gegründet, 2004 die Frauensektion. Während die Frauen 2016 in der Bundesliga spielen, wurde die Herrensektion des Vereins aufgelöst. In der Saison 2016/17 belegte SKV Altenmarkt den sechsten Platz in der ÖFB Frauen-Bundesliga. In der Saison 2018/19 erreichte der Verein in der 2. Liga Ost/Süd den 9. Platz. 7 × als SKV Altenmarkt: 2012/13–2019/20 (7 × ÖFB Frauen-Bundesliga)
SG Ardagger/Neustadtl Die Frauenmannschaft der SG Ardagger/Neustadtl, eine Spielgemeinschaft von Ardagger und Neustadtl im Mostviertel, spielte bis 1996 hobbymäßig und stieg im Herbst 1996 in die Niederösterreichische Frauenliga ein. Der reine Frauenfußballverein spielte sich bis 2002 in die Bundesliga, blieb dort bis 2012, um freiwillig in die Gebietsliga Mostviertel abzusteigen, in der das Team unter dem Namen FSG Ardagger 2018/19 noch immer spielte. 10 × als SG Ardagger/Neustadtl: 2002/03–2004/05 (3 × Bundesliga), 2005/06–2011/12 (7 × ÖFB-Frauenliga)
SC Drasenhofen Der Verein aus Drasenhofen im Weinviertel spielte eine Saison in der Damenliga mit. Ob es eine Frauenabteilung des am 1973 gegründete Herrenfußballverein USC Drasenhofen ist, ist nicht bekannt. 1 × als SC Drasenhofen: 1976/77 (1 × Damenliga Ost)
SV Enzesfeld-Hirtenberg Die Frauenfußballsektion des BSV Enzesfeld-Hirtenberg stammt aus der Gemeinde Enzesfeld-Lindabrunn am Rand des Wiener Beckens und spielte in den 1970er Jahren drei Jahre in der Damenliga Ost. 3 × als SV Enzesfeld-Hirtenberg: 1973/74–1975/76 (3 × Damenliga Ost)
SV Gloggnitz, SC Wiener Neustadt Die Frauensektion des aus Gloggnitz ansässigen Sportverein spielte 2006 und 2007 in der ÖFB-Frauenliga. Im Sommer 2012 gründeten die Gloggnitzer eine Spielgemeinschaft mit dem SC Wiener Neustadt, die bis 2015 dauerte. In der Saison 2015/16 übernahm die Lizenz für die 2. Liga Ost/Süd und die Mannschaft. Der SV Gloggnitz fördert die Nachwuchsarbeit von Knabenmannschaften. SC Wiener Neustadt löste die Frauenabteilung in der Saison 2016/17 auf. 2 × als SV Gloggnitz: 2005/06, 2006/07 (2 × ÖFB-Frauenliga)
SC Hainfeld Die Frauensektion des Hainfeldner Sportclubs spielte in den 1970er Jahren in der Damenliga Ost. Im Sommer 2001 gründeten die Hainfeldner mit Rohrbach eine Spielgemeinschaft und spielten bis 2004 in der 2. Division Ost. Seitdem konzentriert sich der Sportclub auf die Nachwuchsarbeit im Herrenfußball. 1 × als SC Hainfeld: 1974/75 (1 × Damenliga Ost)
DFC Heidenreichstein Die Frauenabteilung der Heidenreichsteiner wurde 1981 als Sektion des seit 1925 bestehenden SC Heidenreichstein gegründet. Erfahrungen in der Bundesliga sammelten die Heidenreichsteinerinnen in den Jahren 1987 bis 1998. In der Saison 2016/17 spielen die Waldviertlerinnen in der Niederösterreich Frauen Landesliga. 10 × als DFC Heidenreichstein: 1987/88–1989/90, 1991/92–1997/98 (10 × Bundesliga)
SV Horn Die Frauenmannschaft der Horner wurde 1994 gegründet und spielten schon in der Saison 1994/95 in der 2. Liga Ost/Süd, stiegen kurzfristig in die Landesliga ab und stiegen wieder 2016/19 in die 2. Liga Ost/Süd auf. In der Saison 2018/19 gelang den Waldviertlerinnen der Meistertitel und qualifizierten sich erstmals mit einem 3:1-Gesamtscore gegen RW Rankweil für die ÖFB Frauen-Bundesliga. 1 × als SV Horn: 2019/20 (1 × ÖFB Frauen-Bundesliga)
SV Neulengbach 1992 gründete sich die Damenmannschaft des SV Altlengbach. Im Sommer 1996 übersiedelte die Mannschaft nach Neulengbach und begründete damit die Frauenfußballsektion des dortigen Sportvereins. Seit der Saison 1997/98 zählt Neulengbach zu den Spitzenmannschaften im österreichischen Frauenfußball und ist 12-facher Meister und 10-facher Pokalsieger. 24 × als SV Neulengbach: 1996/97–2004/05 (9 × Bundesliga), 2005/06–2019/20 (15 × ÖFB Frauen-Bundesliga)
SC Neunkirchen Die Frauensektion des 1922 Industrieviertler Sportclubs waren von 1989 bis 1996 Bundesligist. In der Saison 2016/17 spielte das Team in der Frauengruppe Süd. In der nächsten Saison wurde das Team aufgelöst und die Spielerinnen wechselten zu Willendorf SV und Eggendorf ASK oder Weikersdorf. 6 × als SC Neunkirchen: 1989/90–1992/93, 1994/95–1995/96 (6 × Bundesliga)
SKN St. Pölten