zentriert|171px|Brandenburg im Hausmachtsgefüge des Heiligen Römischen Reiches 1373 beim Übergang auf die Luxemburger Im Vertrag von Fürstenwalde wird die Mark Brandenburg dem Königreich Böhmen zugeschlagen. zentriert|169px|Karte von Südostasien um 1400, Lan Xang in grün König Fa Ngum von Lan Xang wird von seinem Sohn Samsaenthai entmachtet. 1373 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 821/822 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 1365/66 Azteken-Kalender 10. Feuerstein – Matlactli Tecpatl (bis Ende Januar/Anfang Februar 9. Rohre – Chicuhnahui Acatl) Buddhistische Zeitrechnung 1916/17 (südlicher Buddhismus); 1915/16 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 67. (68.) Zyklus Jahr des Wasser-Büffels 癸丑 (am Beginn des Jahres Wasser-Ratte 壬子) Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 735/736 (Jahreswechsel April) Iranischer Kalender 751/752 Islamischer Kalender 774/775 (Jahreswechsel 22./23. Juni) Jüdischer Kalender 5133/34 (18./19. September) Koptischer Kalender 1089/90 Malayalam-Kalender 548/549 Seleukidische Ära Babylon: 1683/84 (Jahreswechsel April) Syrien: 1684/85 (Jahreswechsel Oktober) Spanische Ära 1411 Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1429/30

Ereignisse Politik und Weltgeschehen Heiliges Römisches Reich

4. April: Nach dem überraschenden Tod von Johann von Luxemburg-Ligny, Erzbischof und Kurfürst von Mainz, kommen Gerüchte über einen Giftmord auf, die aber unbestätigt bleiben. Ein Teil des Mainzer Domkapitels wählt Adolf von Nassau zum Administrator des Erzstiftes. Papst Gregor XI. ernennt jedoch auf Wunsch von Kaiser Karl IV. stattdessen Ludwig von Meißen zum neuen Mainzer Erzbischof. Das führt zum sogenannten Mainzer Schisma, jahrelangen kriegerischen Auseinandersetzungen, die besonders in Thüringen und im mainzischen Eichsfeld ausgetragen werden. 15. August: Im Vertrag von Fürstenwalde erhält Kaiser Karl IV. die Mark Brandenburg vom Markgrafen Otto V. Das Haus Wittelsbach erhält im Gegenzug 500.000 Gulden sowie einige Städte und Schlösser in der Oberpfalz aus kaiserlichem Besitz. Karl IV. schlägt die Mark dem Königreich Böhmen zu. 15. November: Die Würzburger Zunfturkunde ist eine Bündnisurkunde, welche ein Bündnis zwischen der Stadt Würzburg und den Meistern aller Würzburger Zünfte herstellt und die Eintracht der Stadt, sowie die allgemeine Ordnung sichern soll. Sie enthält die ausführlichste Aufzählung aller Zünfte mit den Siegeln von 37 Zünften. Jeder Zunft wird der Zunftmeister vorangestellt und danach alle Mitglieder der Zunft eingeschlossen.

Westeuropa

miniatur|links|hochkant|Heinrich II. von Kastilien Im zweiten Ferdinandinischen Krieg, der im Dezember des Vorjahres ausgebrochen ist, marschiert der militärisch überlegene Heinrich II. von Kastilien bis Lissabon. Kurze Zeit später erreicht auch die kastilische Flotte unter Ambrosio Boccanegra die Hauptstadt Portugals und besiegt am 7. März die portugiesische Flotte, die sich unter dem zögerlichen Befehl Lanzarote Pessanhas befindet, in der Seeschlacht von Lissabon. Da es für das mit Portugal verbündete Königreich England nach der schweren Niederlage in der Seeschlacht von La Rochelle im vorigen Jahr unmöglich ist, Unterstützung zu schicken, kann Heinrich II. dem portugiesischen König Ferdinand I. am 19. März den Vertrag von Santarém aufzwingen. Ferdinand muss die Anhänger von Heinrichs Vorgänger Peter I. aus Portugal vertreiben, die damit jegliche Hoffnung auf den Sturz Heinrichs verlieren. Weiters muss Ferdinand mehrere Geiseln stellen, darunter Admiral Lanzarote Pessanha und Juan Alfonso Tello, den Bruder der Königin. Außerdem erhält Heinrich mehrere portugiesische Ortschaften als Sicherstellung für die Umsetzung des Vertrages.

Im September beginnt Ferdinand als Konsequenz des verlorenen Krieges den Bau einer neuen Mauer um Lissabon. Die Errichtung der Ferdinandinischen Mauer dauert bis 1375.

Balkan

Der bulgarische Zar Iwan Schischman ist nach seiner vernichtenden Niederlage 1371 gezwungen, die Suzeränität des Osmanischen Reichs über sein Reich anzuerkennen. Schloss Banfi, ein Bauwerk unweit von Štrigova in der Gespanschaft Međimurje, wird erstmals urkundlich erwähnt.

Byzantinisches Reich

Asien

Konstantin VI., König von Kleinarmenien, wird ermordet. Nachfolger wird sein entfernter Cousin Leon VI. König Fa Ngum von Lan Xang wird nach einem langjährigen Streit über die Richtung des Buddhismus im Land entmachtet. Sein Sohn Samsaenthai übernimmt die Regentschaft in dem laotischen Königreich. Truppen von Muhammad bin Tughluq, Sultan von Delhi, erobern und plündern die Stadt Surat.

Stadtrechte und urkundliche Ersterwähnungen

1. Oktober: Krefeld erhält von Kaiser Karl IV. die Stadtrechte.

Wissenschaft und Kultur

miniatur|hochkant|Standbild Boccaccios in den Uffizien, Florenz Florenz überträgt Giovanni Boccaccio den ersten öffentlichen Lehrstuhl zur Erklärung der Divina Commedia von Dante, doch kann Boccaccio seine Vorlesungen aus gesundheitlichen Gründen nur bis zum 17. Gesang der „Hölle“ fortführen.

Religion

31. Mai: Konrad von Megenberg veröffentlicht den Tractatus de limitibus parochiarum civitatis Ratisponensis, der die kirchliche Ordnung in Regensburg behandelt und eine beachtliche Wirkung entfaltet. Die Reklusin Juliana von Norwich erlebt während einer schweren Erkrankung angeblich 16 mystische Eröffnungen über das Leben Jesu Christi und die Heilige Dreifaltigkeit, über die sie zwanzig Jahre später in ihrem Buch Die Offenbarungen der göttlichen Liebe (Revelations of Divine Love) berichtet.

Geboren Geburtsdatum gesichert 31. März: Katharina von Lancaster, Königin von Kastilien und León († 1418) 19. Juni: Francesco Foscari, Doge von Venedig († 1457) 25. Juli: Johanna II., Königin von Neapel und Titularkönigin von Jerusalem und Ungarn († 1435) 2. August: Adolf II., Graf von Kleve und Mark († 1448) 22. September: Thomas le Despenser, englischer Adeliger und Rebell († 1400) 3. Oktober: Hedwig von Anjou, König von Polen und Heilige der katholischen Kirche († 1399) 30. November: Andrea Malatesta, italienischer Adeliger († 1416)

Genaues Geburtsdatum unbekannt Februar: Beatrix von Portugal, Königin von Kastilien und León Dschaqmaq, Sultan der Mamluken in Ägypten († 1453) Ernst, Herzog von Bayern-München († 1438) Edward of Norwich, englischer Adeliger († 1415) Johannes Schallermann, Bischof von Gurk († 1465) Wartislaw VIII., Herzog von Pommern († 1415)

Geboren um 1373 William Zouche, englischer Adeliger († 1415)

Gestorben Todesdatum gesichert 16. Januar: Humphrey de Bohun, englischer Adeliger (* 1342) 1. April: Johann Schadland, deutscher Dominikaner, Großinquisitor für Deutschland, päpstlicher Nuntius und Kollektor sowie jeweils kurze Zeit Bischof von Kulm, Hildesheim, Worms und Augsburg und Administrator von Konstanz (* um 1311) 2. April: Johann Lüneburg, Lübecker Ratsherr 4. April: Johann von Luxemburg-Ligny, Bischof von Straßburg und Erzbischof von Mainz (* um 1342) 16. Mai: Jean I., Graf von Armagnac und Rodez (* 1311) 20. Juni: Raymond de Canillac, französischer Anwalt, Bischof und Kardinal (* um 1300)

miniatur|hochkant|Die Hl. Birgitta, Holzschnitt aus Sunte Birgitten Openbaringe (Hans van Ghetelen 1496)

23. Juli: Birgitta von Schweden, Hofmeisterin und Gründerin des Erlöserordens (* 1303) 25. Juli: Magnus II., Herzog zu Braunschweig-Lüneburg (* 1324) 23. September: Diedrich Morneweg, Ratsherr der Hansestadt Lübeck 28. September: Guillaume Sudre, französischer Bischof und Kardinal 7. November: Jean de Dormans, Bischof, Kardinal, Kanzler von Frankreich und Siegelbewahrer 25. November: Guy de Boulogne, Erzbischof von Lyon und Kardinalbischof von Porto (* vor 1313)

Genaues Todesdatum unbekannt vor dem 6. August: Philipp VI., deutscher Adeliger (* um 1320) September: Elisabeth von Luxemburg-Böhmen, deutsche Adelige (* 1358) Boček I. von Podiebrad, böhmischer Adeliger Iwan Stefan, Zar von Bulgarien Ibn Kathīr, muslimischer Gelehrter (* um 1300) Walter Kerlinger, deutscher Inquisitor des Dominikanerordens Konstantin VI., König von Armenien

Weblinks