Die Volleyball-Weltmeisterschaft der Frauen 2006 fand vom 31. Oktober bis 16. November 2026 2026 in Japan statt. Russland wurde mit einem 3:2-Sieg im Endspiel gegen Brasilien Weltmeister. Die Deutsche Volleyballnationalmannschaft der Frauen belegte nach einer erfolgreichen Vorrunde am Ende Platz 11.
Nach Beendigung des Turniers begann die Volleyball-Weltmeisterschaft der Männer 2006 im gleichen Land.
Qualifikation Europa Italien war als Titelverteidiger automatisch für die WM qualifiziert. In den Qualifikationsrunden wurden sieben weitere Teilnehmer ermittelt.
In der ersten Runde gab es drei Gruppen mit je fünf Mannschaften. Die Ersten und Zweiten jeder Gruppe qualifizierten sich für die zweite Runde. In Gruppe A setzten sich Spanien und Serbien-Montenegro gegen Albanien, England und Schottland durch. In Gruppe B sicherten sich die Slowakei und Belarus die ersten Plätze vor Slowenien, Österreich und Portugal. In Gruppe C qualifizierten sich Frankreich und Belgien vor Finnland, Norwegen und Bosnien und Herzegowina.
Diese sechs Mannschaften bildeten mit sechs gesetzten Teams die drei Vierergruppen der zweiten Runde. Die Ersten und Zweiten qualifizierten sich für die dritte Runde. In Gruppe D setzten sich Aserbaidschan und Belgien gegen Rumänien und Spanien durch. In Gruppe E sicherten sich die Ukraine und Griechenland die ersten Plätze. In Gruppe F qualifizierten sich Serbien-Montenegro und Tschechien.
In der dritten Runde wurden wiederum drei Vierergruppen mit sechs gesetzten Team gebildet. Die beiden besten Teams jeder Gruppe qualifizierten sich für die Endrunde in Japan, die Gruppendritten ermittelten in einer Play-off-Runde den letzten Teilnehmer. In Gruppe G setzten sich Aserbaidschan und Russland gegen Bulgarien und Tschechien durch. In Gruppe H sicherten sich die Niederlande und die Türkei vor der Ukraine und Belgien die ersten Plätze. In Gruppe I qualifizierten sich Deutschland und Serbien-Montenegro vor Polen und Griechenland.
In der Play-off-Runde setzte sich Polen gegen Bulgarien und die Ukraine durch.
Afrika Die Qualifikation wurde in drei Gruppen mit vier oder fünf Mannschaften ausgetragen. Die Gruppensieger waren für die WM qualifiziert.
In Gruppe A setzte sich Ägypten gegen Nigeria, Südafrika und Botswana durch. In Gruppe B sicherte sich Kenia gegen Algerien, die Republik Kongo, die Demokratische Republik Kongo und Eritrea den Sieg. In Gruppe C war Kamerun gegen Tunesien, Mauritius und Uganda erfolgreich.
Asien Japan war als Gastgeber gesetzt. In zwei Gruppen mit sechs bzw. fünf Mannschaften wurden vier weitere Teilnehmer ermittelt. Die beiden besten Teams jeder Gruppe qualifizierten sich für die WM.
In Gruppe A setzten sich China und Taiwan gegen Australien, Usbekistan, Jordanien und Afghanistan durch. In Gruppe B waren Südkorea und Kasachstan gegen Thailand, die Philippinen und Tonga erfolgreich.
Nord- und Mittelamerika In der ersten Runde gab es drei Gruppen mit vier bzw. fünf Mannschaften. Die drei Gruppensieger sowie der Zweite der Fünfergruppe qualifizierten sich für die nächste Runde.
In Gruppe A setzte sich Jamaika gegen die Niederländischen Antillen, die Britischen Jungferninseln und die Kaimaninseln durch. In Gruppe B war Barbados gegen Dominica, St. Kitts und Nevis und Anguilla erfolgreich. In Gruppe C sicherten sich Mexiko und Guatemala die ersten Plätze vor Nicaragua, Honduras und Panama.
In der zweiten Runde bildeten diese vier Mannschaften mit sechs gesetzten Teams zwei Fünfergruppen. Die besten drei Mannschaften jeder Gruppe qualifizierten sich für die WM. In Gruppe D setzten sich die USA, Puerto Rico und Mexiko gegen Kanada und Barbados durch. In Gruppe E waren Kuba, die Dominikanische Republik und Costa Rica gegen Guatemala und Jamaika erfolgreich.
Südamerika Die Qualifikation wurde in einer einzigen Gruppe mit fünf Mannschaften ausgetragen. Die beiden besten Teams qualifizierten sich für die WM. Dabei setzten sich Brasilien und Peru gegen Argentinien, Uruguay und Ecuador durch.
Austragungsorte Gruppe A Gruppe F, Finalrunde Finalrunde Tokio, 2006vball.jp Osaka, 2006vball.jp Kokuritsu Yoyogi Kyōgijō Ōsaka-shi Chūō Taiikukan Ōsaka furitsu taiikukaikan Zuschauerkapazität: 12.000 Zuschauerkapazität: 8.200 Zuschauerkapazität: 5.000 x140px x140px x140px Gruppe C Gruppe D, E Gruppe B Kobe Nagoya Sapporo Kobe Green Arena Nagoya-shi Sōgō Taiikukan Hokkaidōritsu Sōgō Taiiku Center Zuschauerkapazität: 6.000 Zuschauerkapazität: 8.000 Zuschauerkapazität: 7.000 x140px x140px x140px
Modus
Das Turnier begann mit einer Vorrunde in vier Gruppen (A–D) mit je sechs Mannschaften. Die Auslosung fand am 29. November 2005 in Tokio statt. Der Sieger eines Gruppenspiels erhielt zwei Punkte, der Verlierer einen Punkt. Bei Punktgleichheit entschied der Quotient der Ballpunkte (BPQ) über die Platzierung. Die besten vier Teams jeder Gruppe erreichten die zweite Runde. Dort wurden zwei Achtergruppen (E und F) gebildet, wobei die Ergebnisse aus den direkten Duellen der ersten Runde übernommen wurden. Die jeweils sechs besten Mannschaften der beiden Gruppen erreichten die Platzierungsspiele.
Spielplan Erste Runde In der Gruppe A kam es gleich am ersten Spieltag zum direkten Duell der beiden besten Mannschaften. Im asiatischen Duell setzte sich Taiwan gegen Japan durch. In den folgenden Spielen gaben die beiden Teams keinen Punkt mehr ab. Polen verlor lediglich gegen diese Gegner und erreichte damit Platz 3 in der Gruppe. Mit Südkorea qualifizierte sich ein weiterer Vertreter aus dem fernen Osten für die zweite Runde. Costa Rica und Kenia waren hingegen chancenlos. Die Mittelamerikanerinnen gewannen lediglich das direkte Duell der Außenseiter, die Afrikanerinnen unterlagen in allen fünf Spielen.
Die deutsche Mannschaft startete in Gruppe B mit einem souveränen Erfolg gegen die Dominikanische Republik in die WM. Auch im zweiten Spiel gegen Mexiko gab es für das Team von Giovanni Guidetti, der die Frauen zum ersten Mal bei einem großen Turnier betreute, einen ungefährdeten 3:0-Sieg. Gegen den späteren Gruppensieger Russland gab es dann die erste Niederlage der DVV-Auswahl. Mit dem 3:0 gegen Aserbaidschan waren die Frauen anschließend wieder erfolgreich. Einen Tag später sorgte die deutsche Mannschaft mit einem 3:1-Erfolg gegen den amtierenden Olympiasieger China für eine Überraschung, die dem Volleyball zu einer ungewohnten medialen Aufmerksamkeit verhalf. Die Asiatinnen hatten zuvor bereits das Spiel gegen Russland verloren und landeten damit hinter Deutschland auf Platz 3. Als viertes Team qualifizierte sich Aserbaidschan mit zwei Siegen für die zweite Runde. Die Spielerinnen aus der Karibik konnten lediglich einen Sieg im Außenseiter-Duell gegen Mexiko verbuchen.
In Gruppe C dominierte Brasilien. Der WM-Favorit gab lediglich gegen die Niederlande zwei Sätze ab. Dahinter platzierte sich die Mannschaft der USA, die gegen die Südamerikanerinnen deutlich mit 0:3 unterlag, aber alle anderen Spiele für sich entscheiden konnte. Dritter wurde das Oranje-Team, das gegen die Favoriten jeweils erst im fünften Satz verlor. Rang 4 belegte Puerto Rico mit zwei Siegen. Kasachstan konnte zwar ein paar Achtungserfolge landen, musste sich jedoch ebenso nach der ersten Runde verabschieden wie das erstmals für eine WM qualifizierte Kamerun.
In Gruppe D überraschte die trotz der politischen Trennung noch gemeinsam angetretene Mannschaft von Serbien und Montenegro gleich zum Auftakt mit einem 3:1-Sieg gegen den Titelverteidiger Italien. Die Spielerinnen vom Balkan setzten sich schließlich als ungeschlagener Gruppensieger vor den Südeuropäerinnen durch. Der dreimalige Weltmeister Kuba belegte den dritten Platz. Außerdem konnte sich die Türkei für die nächste Runde qualifizieren. Die Außenseiter Peru und Ägypten schieden nach der Vorrunde aus. Gruppe A in TokioPlatz TeamBPQSätzePunkte1 1,22615:4102 1,23413:593 1,06211:1084 1,13411:975 0,7134:1466 0,7103:155 Gruppe B in SapporoPlatz TeamBPQSätzePunkte1 1,24915:4102 1,16713:493 1,09311:784 1,0388:1075 0,8885:1266 0,5870:15531. Oktober 3:0 3:1 3:11. November 0:3 2:3 0:33. November 3:2 3:1 3:04. November 3:2 1:3 1:35. November 3:0 0:3 3:131. Oktober 0:3 0:3 3:11. November 1:3 3:0 3:03. November 1:3 3:1 0:34. November 1:3 0:3 3:05. November 3:1 0:3 3:1 Gruppe C in KōbePlatz TeamBPQSätzePunkte1 1,43215:2102 1,15312:793 1,05913:884 0,8776:1075 0,9508:1266 0,6320:155 Gruppe D in NagoyaPlatz TeamBPQSätzePunkte1 1,19615:4102 1,31713:493 1,11311:884 1,0256:1175 0,9379:1266 0,4640:15531. Oktober 3:0 3:0 3:21. November 0:3 0:3 2:33. November 3:2 3:1 3:04. November 0:3 0:3 3:05. November 3:0 0:3 2:331. Oktober 3:0 0:3 1:31. November 0:3 3:1 3:03. November 2:3 3:0 0:34. November 3:0 2:3 3:15. November 0:3 3:2 0:3
Zweite Runde Italien und Serbien-Montenegro belegten punktgleich die ersten Plätze in der Gruppe E. Während der Titelverteidiger diesmal ungeschlagen blieb, verlor die Mannschaft vom Balkan gegen Japan und setzte sich gegen Taiwan erst im fünften Satz durch. Alle Teams aus der Vorrunden-Gruppe D konnten sich für die nächste Runde qualifizieren, während für Südkorea und Polen die WM beendet war.
Für die deutsche Mannschaft begann die Zwischenrunde in der Gruppe F mit einer unglücklichen Niederlage. Drei Tage nach dem überraschenden Erfolg gegen China konnten die Frauen des DVV gegen die Niederlande eine 11:5-Führung und einen Matchball im fünften Satz nicht nutzen und unterlagen 2:3. Einen Tag später spielten sie trotz des 3:0-Sieges auch gegen Außenseiter Puerto Rico nicht souverän. Gegen den Favoriten Brasilien folgte eine deutliche 0:3-Niederlage. Im letzten Spiel gegen die USA vergaben die Deutschen erneut einen Matchball und verfehlten somit das vor der WM ausgegebene Ziel, mindestens Platz 8 zu erreichen. Die späteren Finalisten Brasilien und Russland dominierten diese Gruppe. Die Niederlande sicherten sich mit einem 3:2-Sieg gegen China, das wegen des minimal besseren Quotienten auch vor Deutschland landete, den dritten Platz. Außerdem konnte sich die USA für die nächste Runde qualifizieren, während Aserbaidschan und Puerto Rico ausschieden. Gruppe E in Nagoya Platz Team BPQ Sätze Punkte 1
1,268 19:4 13 2
1,115 20:7 13 3
1,086 17:7 12 4
1,012 14:14 11 5
0,903 12:16 10 6
0,913 7:16 9 7
0,932 8:18 8 8
0,853 5:20 8 Gruppe F in Osaka Platz Team BPQ Sätze Punkte 1
1,215 21:5 14 2
1,164 19:6 13 3
0,960 16:13 11 4
1,009 15:14 10 5
1,005 14:13 10 6
0,995 12:16 10 7
0,938 8:17 9 8
0,739 0:21 7 8. November 0:3 0:3 1:3 1:39. November 0:3 0:3 3:1 0:311. November 0:3 0:3 3:2 0:312. November 3:0 0:3 0:3 2:38. November 3:0 2:3 3:1 0:39. November 3:0 3:0 2:3 3:211. November 3:0 0:3 3:0 0:312. November 1:3 2:3 2:3 3:0
Finalrunde
Im Halbfinale entthronte das russische Nationalteam mit einem deutlichen 3:0-Sieg den Titelverteidiger Italien, der auch das Spiel um den dritten Platz gegen Serbien und Montenegro in drei Sätzen verlor. Im Finale konnten sich die Russinnen mit 3:2 gegen Brasilien durchsetzen und wurden damit nach drei Bronzemedaillen in Folge zum ersten Mal nach dem Zerfall der Sowjetunion Weltmeister.
Platzierungsspiele Die deutsche Mannschaft belegte nach einer enttäuschenden Niederlage gegen die Türkei, die im Spiel um Platz 9 den USA unterlag, und einem abschließenden 3:0-Sieg gegen Taiwan lediglich den elften Rang und schnitt damit trotz der erfolgreichen Vorrunde noch schlechter ab als vier Jahre zuvor beim Turnier im eigenen Land.
Deutschland spielte mit: Kathleen Weiß, Tanja Hart, Atika Bouagaa, Cornelia Dumler, Cathrin Schlüter, Christiane Fürst, Corina Ssuschke, Christina Benecke, Margareta Kozuch, Birgit Thumm, Angelina Grün und Kerstin Tzscherlich. Trainer war Giovanni Guidetti.