Laura Solari (* 5. Januar 1913 in Triest; Österreich-Ungarn; † 13. September 1984 in Bellinzona, Schweiz), eigentlich Laura Camaur, war eine italienisch-österreichische Schauspielerin. Leben Laura Camaur wurde als Tochter des italienischen Künstlers und Bildhauers Antonio Camaur und der Österreicherin Maria Taucer geboren. Ihr Vater ging 1915 als Sympathisant für Italien und als Irredentist ins Exil. Laura studierte, nachdem sie bei der Familie ihrer Mutter aufgewachsen war, nach dem Ersten Weltkrieg in Wien und später an der Accademia di Brera in Mailand. Sie wurde in der Mailänder Scala von einem Talentescout angesprochen und erhielt so ihre erste Filmrolle und ihren Künstlernamen. Ihr erster Film war Regina della Scala 1936. In der Folge wurde sie oftmals in der Rolle der Femme fatale besetzt. 1940 erhielt sie bei der achten Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica (IFF Venedig) einen Preis für ihre Darstellung in Don Pasquale.
Im Rahmen der damaligen engen Zusammenarbeit zwischen den Filmindustrien des Deutschen Reichs und dem faschistischen Italien wirkte sie auch in drei UFA-Produktionen mit, u. a. im NS-Propagandafilm GPU (The Red Terror) von Karl Ritter, 1942.
In der Nachkriegszeit spielte sie vor allem am Theater und im italienischen Fernsehen. Zudem spielte sie in zwei deutsch-italienischen Ko-Produktionen mit sowie einem unter der Regie von Harald Reinl inszenierten Sequel der Mabuse-Reihe, Das Stahlnetz des Dr. Marbuse. Solari hatte 1930 den ungarischen Armeeoffizier Oscar Szemere geheiratet, und, nach ihrer Scheidung 1940, Arthur Roper Caldbeck, einen Offizier der britischen Armee.
Filmografie (Auswahl) 1937: Regina della Scala 1938: Il destino in tasca 1938: L’orologio a cucù 1938: La sposa dei re 1939: Terra di nessuno 1939: Una moglie in pericolo 1939: Bionda sotto chiave 1939: Eravamo sette vedove 1940: Una lampada alla finestra 1940: Validità giorni dieci 1940: Don Pasquale 1941: Orizzonte dipinto 1941: Vorbestraft (Ridi pagliaccio) 1941: Alles für Gloria 1942: Die Sache mit Styx 1942: GPU 1942: Luisa Sanfelice 1943: La statua vivente 1943: La maschera e il volto 1943: Il matrimonio segreto 1947: Il vento m’ha cantato una canzone 1953: Die von der Liebe leben (Il mondo le condanna) 1953: Ein Herz und eine Krone (Roman Holiday) 1954: Lettere d’amore 1954: Buon viaggio Paolo 1954: Come le foglie 1954: Il successo 1957: All’insegna delle sorelle Kadar 1960: Giallo club – Invito al poliziesco (Fernsehserie, 1 Folge) 1961: Ferien in der Silberbay (Vacanze alla baia d'argento) 1961: Im Stahlnetz des Dr. Mabuse 1961: Romulus und Remus (Romolo e Remo) 1961: Die korsischen Brüder 1963: La moglie di papà 1968: Die Banditen von Mailand (Banditi a Milano) 1969: Revenge
Literatur Vittorio Martinelli: Laura Solari – Schauspielerin. In: CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film, Lg. 27 (1996)
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Einzelnachweise
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