mini|Paul Schwebes (1964) Paul Schwebes (* 19. April 1902 in Stargard in Pommern; † 10. März 1978 in Berlin) war ein deutscher Architekt der Nachkriegsmoderne mit einer herausragenden regionalen Bedeutung für die Berliner Architektur nach dem Zweiten Weltkrieg.
Leben 1922 begann Paul Schwebes sein Studium. Nach der Künstlerdatenbank des Instituts für Auslandsbeziehungen soll er in Wien und Darmstadt studiert haben, nach dem Berliner Bezirkslexikon in Berlin. 1927 schloss er sein Studium mit dem akademischen Grad eines Diplom-Ingenieurs ab. Im selben Jahr wurde er Mitarbeiter im Architekturbüro von Bruno Paul.
1933 machte er sich mit einem eigenen Architekturbüro selbständig. Ende der 1930er Jahre zog er nach Berlin. In den 1940er Jahren hatte er ein gemeinsames Büro mit dem Architekten Rudolf Ulbrich. Während des Wiederaufbaus Berlins in den 1950er und 1960er Jahren gehörte Schwebes zu den am meisten beschäftigten Architekten der Stadt und arbeitete 1956 bis 1968 in Bürogemeinschaft mit Hans Schoszberger.
mini|hochkant|Grab auf dem Waldfriedhof DahlemPaul Schwebes wurde auf dem Waldfriedhof Dahlem (Feld 010-235) beigesetzt.
Bauten (Auswahl) mini|Geschäftshaus Potsdamer Straße 140 mini|Kempinski Hotel Bristol Berlin 1930: Wohnhaus für den Arzt F. Witting in Berlin-Zehlendorf, Bogenstraße 10 (unter Denkmalschutz) in der Berliner Landesdenkmaldatenbank 1950–1951, 1955–1957: Geschäftshaus für die Berliner Diskonto-Bank AG, Potsdamer Straße 140 / Bülowstraße 85–88 (unter Denkmalschutz) in der Berliner Landesdenkmaldatenbank 1951–1952: Kempinski Hotel Bristol Berlin, Kurfürstendamm 27 / Fasanenstraße 16–21 (unter Denkmalschutz) in der Berliner Landesdenkmaldatenbank 1953: Kaufhaus Held an der Bundesallee 1953–1955: Allianz-Haus, Joachimsthaler Straße 10–12 (mit Alfred Gunzenhauser; unter Denkmalschutz) in der Berliner Landesdenkmaldatenbank 1954: Vereinshaus der Berliner Kaufleute und Industriellen, Fasanenstraße (bis 1993 unter Denkmalschutz; um 1994 abgebrochen)Arnt Cobbers: Abgerissen! Verschwundene Bauwerke in Berlin. 2., aktualisierte Auflage, Jaron-Verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-89773-865-2, S. 84 f. 1954–1956: Geschäftshaus Königsstadt, Kurfürstendamm 33 (Ladenzone, Vestibül und Treppenhaus unter Denkmalschutz) in der Berliner Landesdenkmaldatenbank 1955: Kaufhaus DeFaKa, Rankestraße 36 / Tauentzienstraße 13 (unter Denkmalschutz) in der Berliner Landesdenkmaldatenbank 1955–1956: Gebäude der Agrippina Lebensversicherungs-AG, Rankestraße 5/6 (unter Denkmalschutz) in der Berliner Landesdenkmaldatenbank 1955–1956: Haus Hardenberg, Hardenbergstraße (unter Denkmalschutz) in der Berliner Landesdenkmaldatenbank 1955–1957: Zentrum am Zoo (mit Hans Schoszberger), u. a. Bikini-Haus, Huthmacher-Haus 1956–1957: Wiederaufbau der Deutschlandhalle (2012 abgebrochen) 1957–1958: Hotel Berlin Hilton, heute InterContinental Berlin, Budapester Straße (mit Hans Schoszberger; unter Denkmalschutz) in der Berliner Landesdenkmaldatenbank 1958–1960: Telefunken-Hochhaus, Ernst-Reuter-Platz (mit Hans Schoszberger; unter Denkmalschutz) in der Berliner Landesdenkmaldatenbank 1961–1963: Hotel Conti Hansa in Kiel (mit Hans Schoszberger) 1965–1967: Wohn- und Geschäftshaus Kurfürstendamm 202 (seit 1999: Hollywood Media Hotel am Kurfürstendamm)
Literatur Nicole Opel, Johann Sauer, Karin Wilhelm: Die Architekten Paul Schwebes und Hans Schoszberger. „Berlin kommt wieder“. Jovis, Berlin 2023, ISBN 978-3-98612-002-3.
Weblinks
Künstlerdatenbank des Instituts für Auslandsbeziehungen (Projektstart 2002, am 20. Dezember 2023 offline)
Einzelnachweise
Kategorie:Architekt (Berlin) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1902 Kategorie:Gestorben 1978 Kategorie:Mann