İnanç Oktay Özdemir (* 6. Oktober 1986 in Berlin) ist ein deutschtürkischer Schauspieler.
Leben Özdemir wuchs in Berlin auf und ist türkischer Abstammung. Er war langjähriges Mitglied des Berliner Cabuwazi-Zirkus. Circus Cabuwazi. Kinder- & Jugend-Zirkus e. V. Hier wurde Özdemir im Alter von 12 Jahren auch als Darsteller „gecastet“, obwohl er noch keinen Schauspielunterricht genommen hatte.Susanne Lang: Eigentlich ein Lieber. Berlinale Star-Album (4): Oktay Özdemir, taz, 14. Februar 2006. Özdemir schreibt und inszeniert in seiner Freizeit auch kleine Theaterprojekte. Sozial engagiert er sich bei integrativen Theaterprojekten und Workshops für Jugendliche. „Der andere Dreh: Ein Fest für Handyfilme“, Tagesspiegel, 30. September 2006.
Özdemirs Filmkarriere begann mit einer Nebenrolle in König der Diebe (2004) von Regisseur Ivan Fíla. Hiernach erhielt er seine erste Hauptrolle in Jargo (2003). Nach einem kleinen Auftritt in dem Fernseh-Zweiteiler Zeit der Wünsche (2004) erreichte er durch seine Rolle des Theo in dem Kinofilm Ein Freund von mir mit Daniel Brühl und Jürgen Vogel größere Bekanntheit in Deutschland.
Als Filmschauspieler verkörpert Özdemir häufig kriminelle, gewaltbereite Männer, nach Jargo auch in den späteren Knallhart (2006) und Wut (2006).Viel Wut, wenig Mut, Hamburger Abendblatt, 26. September 2006. Die Filmkritik hob in diesem Zusammenhang die realistische Darstellungskunst und physische Präsenz des Schauspielers hervor.
Özdemir ist Vater eines Sohnes.Paul Verhoben: Oktay Özdemir: Absturz eines der größten deutschen Filmtalente, Klatsch-Tratsch.de, 4. März 2021. Aufgrund einer Kokainsucht verringerte sich die Zahl der Rollenangebote an ihn, sodass er Arbeitslosengeld II bezog und 2022 obdachlos war.Redaktion KuT: Schockbilder von Oktay Özdemir: Neuer Absturz des einst gefeierten Jungstars, Klatsch-Tratsch.de, 14. April 2022.Sebastian Tews: , RTL, 14. April 2022.
Filmografie Filme 2000: König der Diebe 2004: Jargo 2005: Zeit der Wünsche 2005: Tote Hose – Kann nicht, gibt's nicht (Fernsehfilm) 2006: Knallhart 2006: Wut (Fernsehfilm) 2006: Ein Freund von mir 2007: Schwarze Schafe 2007: Kronos 2007: Leroy 2007: Straight 2008: 1. Mai – Helden bei der Arbeit 2008: Fliegen (Kurzfilm) 2009: Vorstadtkrokodile 2009: Method 2009: Moruk (Kurzfilm) 2010: Zeiten ändern Dich 2011: Aus Liebe 2011: Keine Zeit zu Leben 2012: Nemez 2016: Meteorstraße 2017: Bibi & Tina: Tohuwabohu Total 2017: Ich gehöre ihm 2018: Asphaltgorillas
Fernsehserien und -reihen 2005: Doppelter Einsatz – Mord auf dem Stundenplan 2005: Abschnitt 40 – Viel zu heiß 2006: Nachtschicht – Der Ausbruch 2007: Dr. Psycho – Osama 2007: Stubbe – Von Fall zu Fall – Bittere Wahrheit 2008: Großstadtrevier – Das Erfolgsgeheimnis 2008: Die Anwälte – Glauben 2008: Dr. Molly & Karl – Der Löwe von Izmir 2010: SOKO Leipzig – Der Aufstand 2011: Der Dicke – Verlustgeschäfte 2012: Tatort – Alles hat seinen Preis 2012: Letzte Spur Berlin – Verhängnis 2021: Kiez knallhart: Berlin-Neukölln 2022: Die Heiland – Wir sind Anwalt – Die Waffe im Müll
Musikvideos
2019: Authentic Company
Theater 2008: Goldener Westen in Théâtre National du Luxembourg, Ruhrfestspiele Recklinghausen & Renaissance-Theater Berlin 2011: Adam's Äpfel im Hans Otto Theater Potsdam
Auszeichnungen 2006 – Undine Award – Bester jugendlicher Nebendarsteller 2007 – Adolf-Grimme-Preis (stellvertretend für das Darstellerteam von Wut) 2007 – New York Festivals – „Gold Medal“ (zusammen mit Züli Aladag, August Zirner, Max Eipp und Corinna Harfouch)
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Einzelnachweise
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