mini|Berliner Gedenktafel am Haus, Schloßstraße 6, in Berlin-Charlottenburg mini|Haus des Kammertürken Hassan Ein Kammertürke war zum Ende des 17. Jahrhunderts und im 18. Jahrhundert ein persönlicher Diener am Hof für eine Person, die dem höheren Adelsstand angehörte.

Die Bezeichnung wurde unter Friedrich III. von Brandenburg eingeführt, der für seine zweite Frau, Sophie Charlotte, zwei Türken aus der siegreichen Schlacht bei Ofen – dem heutigen Budapest – im Zuge des Großen Türkenkriegs gegen das Osmanische Reich im Jahre 1686 als Leibdiener verpflichtete, nachdem diese zum Christentum konvertiert waren.Türkisch-deutsche Geschichte in der Galerie im Körperpark: Mit rotem Teppich, von Stefanie Flamm, Berliner Zeitung vom 29. Oktober 1998Wirtschaftsgeschichte: Exotische Lakaien für Europas Adelspaläste, Spiegel Online, 29. Juni 2012

Später wurden diese beiden nun im Schloss Charlottenburg tätigen Kammertürken – Friedrich Wilhelm Hassan und Friedrich Aly – in der neu gegründeten Stadt Charlottenburg zu Freihäuslern.Die Kammertürken vom Charlottenburger Schloss KiezBlatt (Zeitung des Kiezbündnisses Klausenerplatz e.V.) Nummer 9 / Juni 2003, Seite 4

Siehe auch Kammermohr Hofzwerg Beutetürken Mehmet von Königstreu

Einzelnachweise

Kategorie:Kultur (Preußen) Kategorie:Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit Kategorie:Historischer Beruf Tuerken