mini|hochkant=0.7|Wallfahrtskirche in Auffen mini|hochkant=0.7|Innenansicht der Wallfahrtskirche Hartl ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Gerichtsbezirk Fürstenfeld und im politischen Bezirk Hartberg-Fürstenfeld in der Steiermark (Österreich).
Geographie Geographische Lage Hartl liegt im oststeirischen Hügelland etwa 12 km südlich der Bezirkshauptstadt Hartberg und etwa 35 km östlich der Landeshauptstadt Graz. Das Gemeindegebiet wird vom Nörningbach im gleichnamigen Tal durchflossen, der bei Sebersdorf in die Pöllauer Safen mündet und der mit seinen Nebenflüssen das Gemeindegebiet entwässert.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst fünf Ortschaften bzw. gleichnamige Katastralgemeinden (Einwohner: Stand ; Fläche: Stand ): Großhart ( Ew.) KG Hart () Hartl ( Ew., ) mit Frauenhofen, Frauenhofengraben, Gfangen, Hochstadl, Kundegraben, Langstraße, Nörning, Rohregg und Weixelberg Neusiedl ( Ew., ) Obertiefenbach ( Ew., ) mit Haidbichl und Vockenberg Untertiefenbach ( Ew., ) mit Hof und Waldhof
Gemeindezusammenlegung Seit 2015 ist sie im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform mit den Gemeinden Großhart und Tiefenbach bei Kaindorf zusammengeschlossen, die neue Gemeinde führt den Namen „Hartl“ weiter.Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 31. Oktober 2013 über die Vereinigung der Gemeinden Großhart, Hartl und Tiefenbach bei Kaindorf, alle politischer Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 15. November 2013, Nr. 133, 32. Stück, , S. 635, in der Fassung der Änderung (Namen „Großhartl“ im zukünftigen Gemeindenamen durch „Hartl“ ersetzt) durch die Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 27. März 2014, mit der die Kundmachung über die Vereinigung der Gemeinden Großhart, Hartl und Tiefenbach bei Kaindorf, alle Bezirk Hartberg-Fürstenfeld geändert wird. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 11. April 2014, Nr. 44, S. 1.
Nachbargemeinden
Bevölkerungsentwicklung
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Die Engelskapelle in Hartl wurde in den Jahren 2004 und 2005 erbaut und am 9. Oktober 2005 geweiht. Die Kapelle, die in ihrer Architektur entfernt an die Wallfahrtskirche Notre-Dame-du-Haut de Ronchamp von Le Corbusier in Frankreich erinnert, wurde innerhalb kurzer Zeit zum geistigen Mittelpunkt der Gemeinde.Website der Gemeinde Hartl, abgerufen am 10. Februar 2020.
Wirtschaft und Infrastruktur An der Wechsel Bundesstraße liegt der Gewerbepark Hartl, der auf 90.000 Quadratmetern 20 Betrieben mit 200 Beschäftigten Platz bietet.
Wirtschaftssektoren Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Anzahl der Betriebe und der Beschäftigten in den Wirtschaftssektoren: WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige20212011 200120212011 2001Land- und Forstwirtschaft 1)99 - -412150 179Produktion3231 17300229 194Dienstleistung8772 28743299 98 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, Arbeitsstätten im Jahr 2021
Verkehr Hartl liegt abseits der Hauptverkehrsstraßen. Die Süd Autobahn A 2 von Wien nach Graz ist etwa acht Kilometer entfernt und über die Anschlussstelle Sebersdorf/Bad Waltersdorf (126) zu erreichen. Am nördlichen Gemeinderand verläuft die Wechsel Straße B 54 von Hartberg nach Gleisdorf. Sie ist vom Zentrum der Gemeinde etwa sieben Kilometer entfernt.
Hartl hat keinen Eisenbahnanschluss. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in etwa acht Kilometer Entfernung in Bad Waltersdorf und bietet Zugang zur Thermenbahn mit zweistündlichen Regionalzug-Verbindungen nach Wien und Fehring.
Politik Bürgermeister Zum Bürgermeister wurde in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats am 20. April 2015 Hermann Grassl (ÖVP) gewählt.Gemeinde Hartl: Gemeindevorstand; abgerufen am 22. Mai 2015. Grassl wurde am 22. Dezember 1986 Bürgermeister von Hartl und behielt diese Funktion bis zum 31. Dezember 2014. Nach der Gemeindezusammenlegung wurde er als Regierungskommissär eingesetzt. Er war zum Zeitpunkt der Wahl mit 26 Jahren der jüngste Bürgermeister Österreichs. Vizebürgermeister ist Hans-Peter Spindler (ÖVP).
Dem Gemeindevorstand gehören weiters der Vizebürgermeister Josef Radl (ÖVP/Großhart) und der Gemeindekassier Anton Peheim (ÖVP/Tiefenbach) an, womit auch die beiden ehemaligen Gemeinden im Vorstand vertreten sind.
Gemeinderat
Der Gemeinderat wurde durch die Gemeindefusion von 9 auf 15 Mitglieder erweitert. Nach dem Ergebnis der Gemeinderatswahl 2020 setzt sich dieser aus Mandataren folgender Parteien zusammen:
+ Die früheren Gemeinderatswahlen brachten folgende Ergebnisse: Partei 2020 2015 2010Großgemeinde Hartl Hartl Großhart Tiefenbach Stimmem % Mandate St. % M. St. % M. St. % M. St. % M. ÖVP1125 87 141043 71 11 597 42 9 349 81 8 349 70 6 SPÖ100 8 1151 10 1 49 8 0 82 19 1 150 30 3 FPÖ73 6 0274 19 3nicht kandidiert Wahlberechtigte1.7691.789 690 526 578 Wahlbeteiligung 74,2 % 84 % 96 % 83 % 88 % Partei 2005 2000 1995 1990 Hartl Stimmem % Mandate St. % M. St. % M. St. % M. ÖVP 568 92 9 497 92 9 516 92 9 500 94 9 SPÖ 52 8 0 42 8 0 42 8 0 33 6 0 Wahlberechtigte 675 618 Wahlbeteiligung 95 % 94 % 97 % 99,8 %
Regionalpolitik Die Gemeinde gehört zur LEADER-Region Oststeirisches Kernland und ist seit 2007 Teil der Ökoregion Kaindorf.
Am 20. November 2011 stimmten die Wahlberechtigten der Gemeinden Dienersdorf, Ebersdorf, Großhart, Hartl, Hofkirchen bei Hartberg, Kaindorf und Tiefenbach bei Kaindorf darüber ab, ob diese sieben Gemeinden anlässlich der Gemeindestrukturreform (2015 umgesetzt) zu einer Großgemeinde zusammengelegt werden sollen. Bei einer Wahlbeteiligung von insgesamt 65,66 % wurden 3351 gültige Stimmen gezählt. Von diesen sprachen sich lediglich 436 Wähler (13 %) für eine Zusammenlegung der Gemeinden aus, während 2915 Wähler (87 %) gegen eine Fusion stimmten. Damit wurde den Plänen der Steiermärkischen Landesregierung eine deutliche Absage erteilt.Wiener Zeitung:
Wappen
Als Folge der Gemeindezusammenlegung sind die drei Gemeindewappen seit 2015 nicht mehr gültig. Ein neues Wappen für die Fusionsgemeinde muss von der Steiermärkischen Landesregierung verliehen werden.
Die Verleihung des alten Gemeindewappens für Hartl erfolgte mit Wirkung vom 1. September 1989.Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 40, 1990, S. 35 Blasonierung (Wappenbeschreibung) des Wappens bis 2014: „In Grün silbern ein gegenständig mit benadelten Föhrenzapfen besteckter Doppelstabinnenbord.“
Weblinks
Website der Gemeinde Einzelnachweise
Kategorie:Gemeindegründung 2015 Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld Kategorie:Weinbaugemeinde in der Steiermark Kategorie:Randgebirge östlich der Mur