mini|Buchweizenpfannkuchen mit Pilzen und Erdbeersoße Buchweizenpfannkuchen sind Pfannkuchen aus Buchweizenmehl, die seit dem 19. Jahrhundert im Nordwesten Europas und in den USA beliebt sind.

Im nordwestlichen Frankreich (Maine) werden „akadische“ Ployes, in der Bretagne crêpeartige Buchweizenpfannkuchen mit herzhafter Füllung (galettes) gebacken und als Hauptmahlzeit verzehrt. Buchweizenpfannkuchen werden in Nordamerika häufig zum Frühstück gegessen. Sie sind auch in Nordchina bekannt. Bliny sind russische Hefe-Buchweizenpfannkuchen. In Deutschland wurden sie früher vor allem in Norddeutschland und in der Eifel gegessen.

Varianten mini|Russische Buchweizenpfannkuchen

Amerikanische Art Griddled Buckwheat Cakes werden aus Buchweizenmehl mit Eiern, Milch, geschmolzener Butter, Backpulver und Salz zu dickflüssigem Teig verrührt und löffelweise in eine gefettete Eisenplatte (englisch griddle) gegeben, dann beiderseits gebacken und mit Ahornsirup oder Melasse aufgetragen.

Norddeutsche Art

Eine niedersächsische Spezialität sind Pfannkuchen aus Buchweizenmehl, Kaffeegetränk, Eier, Salz. Der dickflüssige Teig muss zum Ausquellen einige Stunden ruhen. Dünne Speckstreifen werden in Schmalz ausgebraten, darauf der Buchweizenteig kellenweise gegeben und beidseitig braun gebacken.

An hohen christlichen Feiertagen wurden zum Buchweizenpfannkuchen Schwarzbrot, Zuckerrübensirup, Preiselbeeren, Blaubeeren oder Apfelmus gereicht.

Ob und wie gerne man als Gast des Hauses gesehen war, konnte man früher daran erkennen, wie viele gebratene Speckstreifen im Pfannkuchen eingelassen waren. Besonders gern gesehenen Gästen gab man z. B. vier Speckstreifen in den Pfannkuchen: eine gerade Zahl. Nicht so gern gesehene Gäste oder Freier bekamen ihre Pfannkuchen mit einer ungeraden Anzahl von Speckstreifen serviert.

Die Zubereitung von Buchweizenpfannkuchen unterscheidet sich regional: während in Ostfriesland und im nördlichen Emsland dem Pfannkuchenteig vorzugsweise Schwarztee zugegeben wird, wird im mittleren und südlichen Emsland sowie in der Grafschaft Bentheim eher Kaffee bzw. Milchkaffee verwendet. Ein typisches Rezept für Buchweizenpfannkuchen ist:

Aus Buchweizenmehl, Eiern, Tee oder Kaffee, Salz und gelegentlich Schmand wird ein dickflüssiger Teig bereitet und zum Quellen etwa fünf Stunden beiseite gestellt. Nach dem Ausquellen gibt man Schmalz in eine Pfanne und brät darin dünne Speckstreifen aus. Auf die Speckstreifen gibt man eine Kelle Pfannkuchenteig und brät den Buchweizenpfannkuchen auf beiden Seiten braun aus.

In der Eifel werden Buchweizenpfannkuchen wie andere Mehlpfannkuchen zubereitet und in der Pfanne mit Schmalz zu kleinen Küchlein gebacken. Sie werden noch warm serviert und traditionell mit Rübenkraut bestrichen. Früher wurden die Pfannkuchen auch als Beilage zu einer Suppe gegessen.

Trivia Buchweizenpfannkuchen sind glutenfrei, da Buchweizen ein Pseudogetreide aus der Familie der Knöterichgewächse ist.

Einzelnachweise

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