mini|Puteal (1. Jahrhundert, M.A.N., Madrid) Puteal (von lateinisch puteus „Brunnen“, peristomion) bezeichnet in der Antike die Einfassung eines (überdeckelten) Brunnens.
Außerdem bezeichnet Puteal die runden oder viereckigen Einfassungen, mit denen heilige Blitzmale (lateinisch bidentalia, Singular bidental) markiert wurden. Die tagsüber erfolgten Blitzschläge wurden dem Jupiter zugeordnet, die nächtlichen einer ihm eng verbundenen Gottheit namens Summanus.Plinius der Ältere, Naturalis historia 2,138; Augustinus von Hippo, De civitate Dei 4,23. Die Inschriften der Puteale lauteten entsprechend fulgur Dium conditumCIL 6,205; 10,40; 10,6423 bzw. fulgur Summanum conditumCIL 6,206 (etwa „hier ist der Blitz des Jupiter/Summanus begraben“). Zahlreiche Markierungen dieser Art sind erhalten. Solche Puteale wurden gerne mit Reliefskulptur geschmückt.
Auf dem Forum Romanum stand seit alter Zeit das Puteal Scribonianum. Es wurde von Lucius Scribonius Libo erneuert. Nach der Renovierung war es sehr oft auf Münzen zu sehen, die vom Geschlecht der Scribonier geprägt wurden.
Literatur Christoph Höcker: Metzler Lexikon antiker Architektur. 2. Auflage. Metzler, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-476-02294-3, S. 202.
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Einzelnachweise
Kategorie:Archäologischer Fachbegriff Kategorie:Römische Architektur Kategorie:Brunnenform