Der sanfte Lauf ist ein deutscher Spielfilm, der 1966 in München und in Prag gedreht, 1967 fertiggestellt und uraufgeführt wurde. Er gehört zu den ersten sechs Spielfilmen, die infolge der Forderungen des Oberhausener Manifests durch das Kuratorium junger deutscher Film 1965 als „Regieförderung“ teilfinanziert wurden. Er ist der erste Spielfilm mit Bruno Ganz in der Hauptrolle.
Handlung Bernhard Kral wollte Elektroingenieur werden. Ein Zwischenfall in seiner Studienzeit hat seine Laufbahn unterbrochen. In einer Stehkneipe brachte er einen neonazistischen Schwätzer handgreiflich zum Schweigen. Das Ergebnis war eine empfindliche Strafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, aber einen Verweis von der Technischen Hochschule zur Folge hatte. Er arbeitet heute in der Versandabteilung eines Elektrobetriebes. In dem Antiquitätengeschäft, das der Frau seines Freundes Wolf Kamper gehört, lernt er das Mädchen Johanna Benedikt kennen. Johanna und Bernhard verlieben sich. Johannas Vater, der Bauunternehmer Richard Benedikt, findet Gefallen an dem jungen Mann und beschließt, ihn heimlich zu protegieren. Er zieht über ihn Erkundigungen ein und beeinflusst Bernhards Chef, der ihm bekannt ist, Bernhard zu fördern. Bernhard hat Erfolg und unterliegt der Täuschung, dass er seinen Aufstieg seinen Leistungen zu verdanken habe. Durch eine Reise in seine Geburtsstadt Prag, die er mit Johanna unternimmt, hofft er, mehr Klarheit über seine Schwierigkeiten mit seiner Umwelt zu bekommen. Nach seiner Rückkehr erfährt er durch einen Arbeitskollegen, dass er seinen beruflichen Erfolg dem Ergebnis einer Manipulation zu verdanken hat. Die Frage: 'Kapitulation oder Aufstand' bleibt offen.
Kritiken
Auszeichnungen 1968 – Bundesspielfilmprämie 2015 – Willy Haas Preis 2015 (für die DVD Der sanfte Lauf)
Weblinks
haro-senft.de
Einzelnachweise
Sanfte Lauf, Der Sanfte Lauf, Der