Das Freilichtmuseum Amerang befindet sich im oberbayerischen Voralpengebiet am Ortsrand von Amerang im Chiemgau. Bis zur Umbenennung durch den Bezirkstag von Oberbayern im Jahr 2025 hieß die Einrichtung Bauernhausmuseum Amerang. Vom Bauernhausmuseum zum Freilichtmuseum. Wasserburger Stimme, 9. Januar 2025.
Museumskonzept mini|Unterrichtungstafel an der A 8 mini|Mittermayerhof aus Reichertsheim mini|Häuslmannhof aus Aschau Das Freilichtmuseum wurde auf Initiative des Vereins Bauernhausmuseum Ostoberbayern e. V. gegründet und am 23. Juli 1977 eröffnet. Im Jahr 1982 übernahm der Bezirk Oberbayern die Trägerschaft und machte das Bauernhausmuseum Amerang des Bezirks Oberbayern zum Zweigmuseum des Freilichtmuseums Glentleiten. Das Museum zeigt das ländliche Leben, Wohnen und Wirtschaften vergangener Jahrhunderte in der Region zwischen Chiemsee, Inn und Salzach.
Auf dem Museumsgelände sind 16 historische Gebäude aus dem Chiemgau und Rupertiwinkel wieder aufgebaut worden. Sie dokumentieren die ländliche Alltagskultur der Region. Bei Handwerksvorführungen und an Veranstaltungstagen werden historische Arbeitstechniken vorgeführt. Die Seilerei oder die Wagnerei geben Einblicke in vergangene Arbeitswelten. Sonderausstellungen vertiefen volks- und hauskundliche Themen.
Gebäude des Freilichtmuseums Museumseinrichtungen Museumsladen Museumsstüberl in Haus Nr. 1
Denkmalgeschützte Gebäude Nr. 1: Hütt’n eines Vierseithofes (Oberaigner); Bundwerk-Obergeschoss, Mitte des 19. Jahrhunderts aus Kirchweidach Nr. 2: Straßenschmiede, mit Bundwerkoberteil, wohl erste Hälfte 19. Jahrhundert; aus Raitenhaslach, Stadt Burghausen Nr. 3: Kleinbauernhaus Bartlhof; Wohnteil Ganzblockbau mit Bretterlaube und Giebelbundwerk, 17. und 18. Jahrhundert; aus Schnapping, Stadt Laufen Nr. 5: Kleinbauernhaus Holzmannhof; niedriger Mittertennbau in Blockbauweise, wohl 16. Jahrhundert, Tenntor und Haustür bezeichnet „1680“; aus Gessenhausen, Gemeinde Taching am See Nr. 6: Zweigeschossiger Getreidekasten in Blockbau, wohl noch 16. Jahrhundert; aus Boinham, Markt Tüßling Nr. 8: Bundwerkstadel, Anfang 19. Jahrhundert (1808); aus Griesstätt Nr. 9: Bienenhaus mit Kreuzdach und Türmchen, erbaut 1889; aus Elchering, Gemeinde Steinhöring Nr. 10: Brechlbad Hanslhof; Blockbauteil und Bundwerkobergeschoss, 18./19. Jahrhundert; aus Mühlberg, Gemeinde Amerang Nr. 14: Bernöder-Hof, Vierseithof; Wohnstallhaus (Mitterstubenhaus) mit Blockbau-Obergeschoss, erbaut 1803; Kuhstall mit Bundwerkobergeschoss, erste Hälfte 19. Jahrhundert; Bundwerkstadel mit Riegelwänden im Erdgeschoss, erbaut 1825; Hütt’n mit Blockbauoberteil, 18./19. Jahrhundert, mit Hausbrauerei (ursprünglich Schieblhof; Familie Gerlmaier); aus Bernöd, Gemeinde Schnaitsee Nr. 15: Sägmühle Mittermühle; verbretterter Ständerbau, erste Hälfte 19. Jahrhundert; aus Kappeln, Gemeinde Schnaitsee
Sonstige Gebäude Schmiede vom Glöcklhof; Gemeinde Burgkirchen an der Alz, erbaut um 1830 Furthmühle aus Rudelzhausen; erbaut 1897 Wagnerhäusl aus Oberratting; Gemeinde Amerang, erbaut um 1810 Mittermayerhof aus Schlicht; Gemeinde Reichertsheim, erbaut 1525, mit einer Ausstellung über Stallviehhaltung Wegmaier-Stadel aus Schiltern; Gemeinde Dorfen, erbaut 1738 Seilerwerkstatt aus Gehering; Gemeinde Stephanskirchen, erbaut um 1920
Siehe auch Liste von Freilichtmuseen
Weblinks
Freilichtmuseum Amerang
Einzelnachweise
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