mini|Österreichischer Lizenzbau der Albatros B.I (Version mit zwei Stielpaaren), Herbst 1915 mini|Version des Albatros Doppeldeckers mit einem Stielpaar in Johannisthal, der 1914 den Geschwindigkeitspreis beim Aspern Flugtreffen gewinnt mini|hochkant|Reinhold Böhm nach dem Dauerflug-Weltrekord im Albatros-Doppeldecker mini|Albatros B.I, von den Albatros Flugzeugwerken am 1. Oktober 1914 als Muster für den Prototypenbau an die Phönix Flugzeugwerke überstellt Die Albatros B.I (in zeitgenössischen Quellen auch Albatros-Militär-Doppeldecker genannt) war ein deutsches Militärflugzeug. Es wurde als Aufklärer entworfen und bis 1915 auch als solcher bei den Luftstreitkräften geflogen, die interne Werksbezeichnung lautete L-1. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde ein militärisches Bezeichnungssystem eingeführt, und das Muster hieß nunmehr Albatros B.I. Die Phönix Flugzeugwerke bauten das Flugzeug in Lizenz für Österreich-Ungarn.

Konstruktion Mit den ausgereiften Halbschalen-Holzrumpfkonstruktionen von Ober-Ingenieur Hugo Grohmann verfügte Albatros über gewichtsarme und leistungsfähige Rumpfkonstruktionen. Ernst Heinkel und Robert Thelen entwickelten 1913 als wichtigsten Typ auf dieser Holzrumpfbasis den Albatros DD (Doppeldecker, spätere militärische Bezeichnung Albatros B.I). Das Fahrwerk bestand aus einem festen zweirädrigen Hauptfahrwerk mit durchgehender Achse und einem Hecksporn. Gebremst wurde mit einem an der Fahrwerksachse befestigten Erdhaken. Es existierte auch eine schwimmfähige Version, die Albatros WDD (W.1).

Versionen Die Maschine wurde mit Mercedes-Motoren zu 75, 100, und 120 PS Leistung ausgestattet, die eine feste Zweiblatt-Holzluftschraube antrieben. Die Flügel-Spannweite variierte. Je nach Spannweite gab es Versionen mit einem Stielpaar (Albatros Renndoppeldecker) sowie zwei und drei Stielpaaren.

Nutzung 1914 konnte die B.I einen Höhenrekord aufstellen. Vom Flugplatz Johannisthal aus stellte vom 27. bis 28. Juni 1914 der Flugpionier Werner Landmann mit einem mit einem 75 PS-Motor ausgestatteten Flugzeug einen Weltrekord im Dauerflug in 21 Stunden und 49 Minuten auf. Diesen verbesserte der Albatros-Werkspilot Reinhold Böhm vom 10. bis 11. Juli 1914 mit einer Flugdauer von 24 Stunden und 10 Minuten. , Seite 631ff Die Höhen- und Dauerflugrekorde wurden mit der drei Stielpaar-Version aufgestellt.

Wegen der Unterlegenheit gegenüber alliierten Jagdflugzeugen wurde das Flugzeug 1915 aus dem aktiven Frontdienst abgezogen und diente bis 1918 als Schulflugzeug.

Technische Daten Kenngröße Daten Besatzung 2 Länge 8,55 m Spannweite 14,30 m Höhe 3,50 m Flügelfläche 43,00 m² Leermasse 600 kg Zuladung 200 kg max. Startmasse 800 kg Höchstgeschwindigkeit 100 km/h Startrollstrecke 50 m Steigleistung 1,00 m/s max. Reichweite 650 km Triebwerk ein wassergekühlter 6-Zylinder-Reihenmotor Mercedes, Startleistung

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Einzelnachweise Flugsport No. 15/1914 vom 22. Juli 1914, S. 631ff

Kategorie:Flugzeugtyp des Ersten Weltkrieges (Österreich-Ungarn) Kategorie:B-Flugzeugtyp der deutschen Luftstreitkräfte im Ersten Weltkrieg Kategorie:Erstflug 1913