Saint-Gilles-Croix-de-Vie [] ist eine französische Stadt mit Einwohnern (Stand ) im Département Vendée in der Region Pays de la Loire. Sie gehört zum Arrondissement Les Sables-d’Olonne und ist Mitglied im Gemeindeverband Pays de Saint-Gilles-Croix-de-Vie Agglomération. Die Bewohner werden Gillocruciens und Gillocruciennes oder Giras und Girases oder Gillais und Gillaises genannt.

Die Stadt erhielt 2023 die Auszeichnung „Drei Blumen“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Dörfer verliehen wird.

Geographie Saint-Gilles-Croix-de-Vie liegt etwa 25 Kilometer nordwestlich von Les Sables-d’Olonne und etwa 39 Kilometer westlich von La Roche-sur-Yon an der Côte de Lumière der Atlantikküste. Im Stadtgebiet mündet der Fluss Vie ins Meer, nachdem ihn kurz davor sein linker Nebenfluss Jaunay erreicht hat.

Nachbargemeinden von Saint-Gilles-Croix-de-Vie sind: Saint-Hilaire-de-Riez im Westen und Norden, Le Fenouiller im Nordosten, Givrand im Osten und Bretignolles-sur-Mer im Südosten.

Geschichte Die Stadt entstand aus der Fusion der bis 1967 selbständigen Gemeinden Saint-Gilles-sur-Vie (am linken Ufer der Vie) und Croix-de-Vie (am rechten Flussufer).

BevölkerungsentwicklungJahr19681975198219901999200620132020 Einwohner 6178 6725 6159 6296 6797 7281 7469 7922

Sehenswürdigkeiten Die Kirche Saint-Gilles entstand im 14. und 15. Jahrhundert und wurde im 19. Jahrhundert im Stil des Flamboyant und der Renaissance überarbeitet. Die Nordseite des Langhauses und der Kirchturm aus der Bauphase der Kirchenbaus sind seit 1926 als Monument historique eingeschrieben. Das Gewölbe des Schiffes und die Schlusssteine stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Die Fenster sind modern. Die Kirche Sainte-Croix in Croix-de-Vie wurde im 19. Jahrhundert im neobyzantinischen Stil gebaut. Auf dem Friedhof der Kirche Saint-Gilles befinden sich der Menhir de la Tonnelle, ein Hosianna-Kreuz aus dem 16. Jahrhundert und Grabsteine aus dem 15. bis 17. Jahrhundert. Der Menhir ist seit 1921 als Monument historique klassifiziert. Das Musée maraîchin zeigt heimische Folklore, Mobiliar und Tracht.

Wirtschaft Haupterwerbszweig ist der Tourismus. Als Fischereihafen liegt Saint-Gilles-Croix-de-Vie in Frankreich an sechster Stelle in puncto angelandeter Fischtonnage. Saint-Gilles war früher führend im Fang und der Verarbeitung von Sardinen.

Persönlichkeiten Serge Papin (* 1955), Wirtschaftsmanager und Politiker

Gemeindepartnerschaften Saint-Gilles-Croix-de-Vie ist seit 2019 partnerschaftlich verbunden mit Montrichard Val de Cher im Département du Loir-et-Cher und seit 2023 mit Palanga in Litauen.Website der Gemeinde

Literatur Le Patrimoine des Communes de la Vendée. Flohic Editions, Band 2, Paris 2001, ISBN 2-84234-118-X, S. 1014–1022.

Weblinks

Ville de Saint-Gilles-Croix-de-Vie bei annuaire-mairie.fr

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Pays de la Loire

Kategorie:Gemeindegründung 1967