Michael Ellis Fisher (* 3. September 1931 in Fyzabad; † 26. November 2021) war ein britischer theoretischer Physiker. Er hat bahnbrechende Beiträge zur Statistischen Physik, insbesondere zur Theorie der kritischen Phänomene und Phasenübergänge, geleistet. Diese sind mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Wolf-Preis für Physik (1980; zusammen mit Kenneth Wilson und Leo Kadanoff), der Boltzmann-Medaille der IUPAP (1983) und dem Lars-Onsager-Preis der APS (1995).
Leben und Wirken Fisher wurde in der damaligen britischen Kolonie Trinidad geboren. Er studierte am King’s College der Universität London, an dem er 1951 seinen Bachelorabschluss erwarb und 1957 promovierte. 1958 war er dort Lecturer, 1962 Reader und 1965 Professor. 1963/64 war er Gastwissenschaftler am Rockefeller Institute. 1966 nahm er ein Angebot der amerikanischen Cornell University auf eine Professur in Chemie und Mathematik an. Ab 1973 war er dort Horace White Professor of Chemistry, Physics and Mathematics und 1975 bis 1978 Vorstand der Fakultät für Chemie. Ab 1987 war er Professor an der Universität von Maryland, zunächst Wilson H. Elkins Professor und ab 1993 Distinguished University Professor und Regents Professor.
Michael Fisher war mit Sorrel Castillejo verheiratet. Zwei ihrer Söhne wurden Professoren für Theoretische Physik, Daniel S. Fisher an der Harvard University und Matthew P. A. Fisher an der University of California, Santa Barbara. Ehrungen Fisher war Fellow der Royal Society (1971) sowie Honorary Fellow der Royal Society of Edinburgh (1986) und Foreign Associate der National Academy of Sciences (1983). 1971 erhielt er den Irving Langmuir Prize der American Physical Society und 1983 den NAS Award for Scientific Reviewing. 1979 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences und 1993 in die American Philosophical Society aufgenommen.
1980 wurde Fisher – neben Leo Kadanoff und Kenneth Wilson – mit dem Wolf-Preis für Physik ausgezeichnet:
1983 erhielt er die Boltzmann-Medaille der Internationalen Union für Reine und Angewandte Physik (IUPAP):
1995 wurde Fisher mit dem Lars-Onsager-Preis ausgezeichnet:
2005 erhielt Fisher die Royal Medal für seine grundlegenden Beiträge in vielen Bereichen der Statistischen Physik und 2009 den BBVA Foundation Frontiers of Knowledge Award in Basic Sciences, gemeinsam mit Richard N. Zare.
Weblinks Homepage von Michael E. Fisher
Biografie bei der Royal Society
Einzelnachweise
Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (University of Maryland, College Park) Kategorie:Hochschullehrer (Cornell University) Kategorie:Hochschullehrer (King’s College London) Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences Kategorie:Mitglied der American Philosophical Society Kategorie:Mitglied der Royal Society of Edinburgh Kategorie:Mitglied der Royal Society Kategorie:Brite Kategorie:Geboren 1931 Kategorie:Gestorben 2021 Kategorie:Mann